Faustball

Iwersen: „Jeder soll merken, dass er bei einer EM ist und nicht bei einem Dorfverein“

Zwei Fußballspieler in Rot jubeln auf einem Spielfeld vor einer Werbebande mit Google-Logo.
Das dänische Team will nicht nur ein guter Gastgeber sein, sondern auch selbst wieder allen Grund zum Jubeln haben.

Pyroshows, LED-Banden und Live-Musik: Die EM in Tondern soll mehr werden als nur ein Faustball-Turnier. Chefplaner Uffe Iwersen verspricht echtes Stadion-Feeling mit viel Spektakel. Tondern soll im August beben.

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Zusammenfassung

  • Die Vorbereitungen für die Faustball-Europameisterschaft vom 12. bis 15. August in Tondern laufen planmäßig und das Budget von 1,5 Millionen Kronen steht.
  • Neben den Spielen sind eine Kids- und Familyzone, ein regional geprägter Food Court sowie tägliche Live-Musik und aufwendige Showeffekte geplant.
  • Für die Durchführung werden rund 100 Ehrenamtliche benötigt, damit acht Nationen vor echtem Stadion-Feeling in einer festlich geschmückten Stadt spielen können.

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„Es läuft alles nach Plan. Wir arbeiten unsere To-Do-Liste genau so ab, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagt Uffe Iwersen, Kulturkonsulent des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN) und Chefplaner für die Faustball-Europameisterschaft, die vom 12. bis 15. August in Tondern (Tønder) stattfindet.

Mittlerweile ist für das Großevent durch Sponsoreneinnahmen eine Summe von 1,5 Millionen Kronen zusammengekommen. „Das ist genau das Budget, auf das wir gehofft haben und mit dem wir eine tolle EM auf die Beine stellen können“, so Iwersen.

In allen Planungsbereichen hat sich im vergangenen halben Jahr viel getan. So konnte für alle Infrastruktur-Fragen, die bei einem so großen Event zwangsläufig aufkommen, mit René Terp ein wahrer Experte mit ins Team geholt werden. Terp ist als Construction Manager beim Tønder Festival tätig. Wie viele Toiletten werden benötigt? Wie viele Parkplätze? Und wo und wie müssen Stromanschlüsse gelegt werden? René hat die Antworten. „Es ist wirklich Gold wert, dass wir ihn für die EM-Planung gewinnen konnten. Er hat so viel Erfahrung und so viele Kontakte. Wir sind sehr glücklich, dass er an Bord ist“, sagt der EM-Chefplaner.

Dem Publikum wird viel geboten

Iwersen betont, dass dem Publikum nicht nur sportlich viel geboten werden soll. So ist auch eine Kids- und Familyzone fest eingeplant, in der es Hüpfburgen, Spielstände sowie reichlich Popcorn und Slush-Eis geben wird. Hinzu kommt ein Food Court, in dem verschiedene Gerichte für das leibliche Wohl sorgen werden. Man sei darauf aus, möglichst auf lokale und regionale Anbieter zurückzugreifen, so Iwersen.

Es ist gar nicht die Frage, ob wir es schaffen, so viele Freiwillige zu finden – wir müssen es. Keine Ehrenamtlichen, keine EM. So einfach ist das.

Uffe Iwersen

Nebenan auf einer Freilichtbühne wird es unter anderem jeden Tag Live-Musik geben. Es steht bereits fest, dass Kasper Buch und „Die Andersons“ Songs zum Besten geben werden.

Und auch bei den Spielen selbst darf sich das Publikum nicht nur auf Faustball freuen. Pyro- und Rauchshows sowie LED-Banden sollen für ein besonderes Stadion-Feeling sorgen. „Wir wollen den Leuten richtig was bieten. Jeder soll merken, dass er bei einer EM ist und nicht bei einem Dorfverein“, sagt Uffe Iwersen.

Tondern hat Bock

Dass die ganze Planung bisher so reibungslos vonstattengehe, sei vor allem auch der guten Zusammenarbeit mit den lokalen Akteuren vor Ort geschuldet. „Wir verspüren eine riesige Unterstützung in Tondern. Die Zusammenarbeit mit dem Handelsverein ist großartig. Es ist wirklich toll, dass wir mit unserem Projekt dort so offene Türen einrennen“, so der Chefplaner. So wurde bereits zugesagt, Werbeflächen zur Verfügung zu stellen und die Innenstadt so zu dekorieren, dass auch jeder sieht, dass ein großes Sportevent in der Stadt stattfindet.

Keine Ehrenamtlichen, keine EM

Der wichtigste Punkt, um eine reibungslose EM zu garantieren, ist allerdings noch nicht in trockenen Tüchern: die Ehrenamtlichen. Iwersen rechnet damit, dass pro Tag etwa 50 bis 60 Freiwillige benötigt werden. Da wahrscheinlich nicht alle jeden Tag zur Verfügung stehen, werden rund 100 Personen benötigt, die während der EM mit anpacken.

„Es ist gar nicht die Frage, ob wir es schaffen, so viele Freiwillige zu finden – wir müssen es. Keine Ehrenamtlichen, keine EM. So einfach ist das“, sagt Uffe Iwersen. Er ist allerdings zuversichtlich, dass es klappen wird, die benötigten helfenden Hände zu finden. Interessierte können sich über die Homepage der Faustball-EM direkt für einen Volunteer-Posten anmelden, sodass die Faustball-Europameisterschaft am 12. August starten kann.

Acht Nationen werden übrigens um den Titel kämpfen. Neben Dänemark sind auch Deutschland, Österreich, die Schweiz, Italien, Serbien, Belgien und Tschechien dabei.