AUS DER MINDERHEIT

Ein Blick hinter die Kulissen von „tvSyd“

Die Gäste aus Tondern im Studio in Kolding. Die Rezeptionistin Kirsten Kenne führte die Gruppe durch den Sitz des Senders.

Der Sozialdienst Tondern gewinnt Einblicke in die Arbeit des regionalen Senders. Eine Führung durch das Medienhaus in Kolding zeigt die Herausforderungen einer kleinen Fernsehstation. 

Veröffentlicht

Aus der Minderheit

Dieses ist ein Bericht aus dem Verbands- und Vereinsleben der deutschen Minderheit in Nordschleswig. Es handelt sich nicht um einen Beitrag aus der Redaktion des „Nordschleswigers”.

Das anhaltende kalte Winterwetter hätte fast einen Strich durch unseren geplanten Ausflug zum Sender „tvSyd“ in Kolding gemacht. Doch erst auf der Rückfahrt wurde es durch den Nebel etwas ungemütlich. 

Die Hinfahrt nach Jels zum Restaurant „ROYAL OAK“, wo wir uns mit einem Schnitzel für den Besuch bei „tvSyd“ stärkten, glich einer Fahrt durch ein Märchenland.

Vom Schnee glitzernde Felder, ein verschneiter Wald und friedlich grasende Schafe verwandelten die Strecke in eine für uns ungewohnte Landschaft.

Auch der Blick auf den verschneiten Golfplatz im „ROYAL OAK“ ließ den grünen Rasen nicht vermissen und die 25 Teilnehmer ließen es sich im gepflegten Ambiente schmecken.

In Jels ließen sich die Teilnehmenden das Essen schmecken.

Pünktlich erreichten wir den Sender „tvSyd” und wurden gleich freundlich von Kirsten Kenne, der Rezeptionistin des Senders, empfangen. Kompetent und humorvoll begleitete sie unsere Gruppe durchs ganze Gebäude, das sich seit 2013 im Mediapark in Kolding befindet.

Angefangen von der Garage mit dem Fuhrpark des Senders bis zum Aufnahmestudio und den vielen kleinen und größeren Räumen, in denen die Beiträge bearbeitet werden, bis hin zum Besucherraum, wo wir bei Kaffee und Kuchen die aktuelle Nachrichtensendung sehen konnten, standen alle Räume für uns Besucher offen.

Auch der Fuhrpark des Senders stieß auf Interesse.

Ein kurzes Gespräch mit dem Nachrichtensprecher Anders Køpke Christensen, der sich über sønderjysk sprechende Besucher freute, und der jungen sympathischen Moderatorin Medina Beqaj rundeten die Führung ab.

Am Schluss rauchte zumindest mir der Kopf von so vielen Informationen und ich habe mehr Verständnis dafür gewonnen, wie kompliziert es für einen relativ kleinen Sender ist, der ein großes Gebiet ( von Blåvands Huk bis Südschleswig) abzudecken hat, stets aus allen Ecken der Region die wesentlichen Neuigkeiten auszuwählen.

Nachrichtensprecher Anders Køpke Christensen freute sich über die Möglichkeit, mit den Gästen aus Tondern „Sønderjysk“ zu sprechen.

Imponierend fand ich auch die Technik, die hinter allem steckt und zumindest den jüngeren Mitarbeitern ganz leicht zu fallen scheint.

So ging ein hochinteressanter Ausflug gegen 21.30 Uhr zu Ende, den man sicher allein nie hätte machen können.