European League

SG Flensburg-Handewitt unter Schock: Zuschauer stirbt bei Handballspiel

Die SG Flensburg-Handewitt besiegte Montpellier, doch der Sieg war am Ende nur Nebensache an einem tragischen Abend.

Kein Jubel trotz eines wichtigen Sieges: Ein medizinischer Notfall auf der Tribüne prägte den Rahmen des European-League-Spiels der SG Flensburg-Handewitt gegen Montpellier HB. 

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Zusammenfassung

  • Zuschauer stirbt nach einem medizinischen Notfall in der GP Joule Arena.
  • Der Sieg der SG Flensburg-Handewitt gegen Montpellier rückt völlig in den Hintergrund.
  • Verein und Spieler zeigen sich tief betroffen und verzichten auf jede Jubelstimmung.

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Trauer statt Trubel: Die SG Flensburg-Handewitt hat einen wichtigen Sieg in der European League gelandet. Doch das 40:35 (21:20) des Titelverteidigers gegen den französischen Vertreter Montpellier HB war nach dem Schlusspfiff nicht mehr als eine Randnotiz.

„Normalerweise soll es Spaß machen. Aber wir wissen, was passiert ist – da gibt es Wichtigeres als Sport“, sagte Flensburgs Rückraumspieler Lasse Möller in der Mixedzone. „Das ist sehr traurig, da können wir eigentlich nicht viel über Handball reden.“

Nach dem Spiel äußerte sich der Verein öffentlich zu dem Vorfall via Pressemitteilung: „Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen. Der Handball und alles Sportliche rücken heute in den Hintergrund“, wird SG-Geschäftsführer Holger Glandorf zitiert.

Medizinischer Notfall auf der Tribüne

Was war passiert? Noch vor dem Anpfiff war es zu einem medizinischen Notfall in der GP Joule Arena gekommen. Im Foyer war ein Besucher zusammengebrochen. Ersthelfer hatten sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen, die allerdings erfolglos blieben. Während der gesamten Partie blieb der Bereich unter Sichtschutz und gesperrt.

Aus diesem Grund wurde in der Arena auf jegliche Musikeinspielungen, Lichtshowelemente und Fangesänge verzichtet. Ob dieser ungewohnte Rahmen dazu führte, dass es ein merkwürdiges Spiel mit vielen Toren, aber auch mit vielen Fehlern wurde? Möglicherweise. Der Handball geriet in den Hintergrund.

In der ersten Halbzeit der Neuauflage des letztjährigen Finals sahen die 5.600 Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel, in dem beide Mannschaften nur wenig Wert auf gute Abwehrarbeit legten. 10:10 (14.), 15:15 (21.) und 18:18 (26.) waren die Stationen zur knappen Flensburger Pausenführung (21:20).

Nach dem Seitenwechsel setzte sich das Auf und Ab fort. Beim 25:24 (36.) hatte die SG die Nase vorn, beim 29:30 (42.) die Gäste aus Frankreich, die die zahlreichen Geschenke der SG dankend annahmen. Liebhaber stabiler Deckungsarbeit wurden weiterhin von beiden Teams enttäuscht.

Starker Endspurt der SG Flensburg-Handewitt

Erst, als der starke Niclas Kirkelökke das 34:31 (50.) markierte, war die SG auf einem guten Weg. Daran hatte auch Benjamin Buric großen Anteil, denn der Torwart (14 Paraden) war ein echter Rückhalt seiner Mannschaft, die sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen ließ. Über 38:35 (56.) wurden die beiden wichtigen Zähler eingetütet.

Aber darüber konnte sich nach dem Schlusspfiff niemand freuen, als die traurige Nachricht so langsam überall durchsickerte. Das Ergebnis geriet zur völligen Nebensache. Der Schock saß tief.