SønderjyskE

Viermal Top 4 und schwarze Zahlen bei SønderjyskE

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Hadersleben/Haderslev
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Foto: Frank Cilius/Ritzau Scanpix

Sportlich läuft es nach einem schwarzen Jahr wieder rund. Auch finanziell gibt es Grund zur Zufriedenheit. SønderjyskE wird in wenigen Wochen zum achten Mal in Folge schwarze Zahlen aus dem abgelaufenen Haushaltsjahr vorlegen.

Die Batterien in der Führungsetage von SønderjyskE waren leer, die schwierigste Saison der Vereinsgeschichte musste in den Sommerferien verdaut und abgehakt werden, doch mittlerweile ist das Lächeln ins Gesicht von Direktor Klaus Rasmussen zurückgekehrt. Und es ist sogar eines der breiten Sorte.

Die Hellblauen stehen momentan in allen vier Sportarten in den Top 4. Das hatte sich kaum einer vorgestellt, nachdem in der vorangegangenen Saison sportlich einiges daneben ging und am Rande einige Störfeuer gelöscht werden mussten.

„Es ist wahnsinnig erfreulich, dass wir so schnell eine Wende schaffen konnten. Wir haben alle einen großen Einsatz geleistet und uns gut auf die neue Saison vorbereitet, aber dass wir es über eine Sommerpause schaffen konnten, war nicht zu erwarten. Wir hatten schon zwei oder drei Wochenenenden, wo wir reinen Tisch machen und alle Spiele gewinnen konnten. Wir haben derzeit ein großes Lächeln im Gesicht“, freut sich Klaus Rasmussen, der trotz der sportlichen Herausforderungen aus der vergangenen Saison feststellen kann, dass sich ein Plus abzeichnet, wenn SønderjyskE in einigen Wochen seinen Haushaltsbericht vorlegen wird: „So viel kann ich schon sagen, dass wir zum achten Mal in Folge schwarze Zahlen schreiben werden.“

Foto: Karin Riggelsen

Sportlich die größte Überraschung ist sicherlich der vierte Tabellenplatz der Handballer, die zu Weihnachten nur einen Punkt vom Tabellenschlusslicht entfernt waren.

„Wir hatten zu Saisonbeginn ein gutes Bauchgefühl, dass wir um die acht Endrunden-Plätze würden mitspielen können, aber dass wir jetzt ganz dort oben stehen und Kontakt zur absoluten Spitze haben, ist wirklich überraschend“, so Rasmussen: „Kasper Christensen und Claus Lyngsøe hatten eine Sommerpause, um sich noch besser aufeinander abzustimmen, und die Jungs, die reingekommen sind, haben eine starke Einstellung und harte Arbeit gezeigt.“

Foto: Karin Riggelsen

Fast ebenso überraschend sieht der SønderjyskE-Direktor die Verwandlung der Eishockey-Mannschaft.

„Es war nicht abzusehen, dass wir schon zum jetzigen Zeitpunkt der Saison so viel Konstanz würden zeigen können. Wir haben nur zwei Spiele nach regulärer Spielzeit verloren und uns drei Spieltage vor dem Cut für das Final-Four-Turnier qualifiziert“, sagt Rasmussen.

Die Fußballer machten mit dem Sieg gegen Vendsyssel den Sprung in die Top 4.

„Wenn man einen Blick auf alle Spiele der laufenden Saison richtet, hätten wir noch mehr Punkte haben können. Das sagen viele, aber ich meine aufrichtig, dass wir mehr Punkte verdient gehabt hätten. Mit einem guten Finish in diesem Jahr können wir unserem Top-6-Ziel näherrücken“, meint Klaus Rasmussen.

Foto: Karin Riggelsen

Einzig die Handballerinnen spielen noch in der Zweitklassigkeit, wollen dies aber zur nächsten Saison ändern und stehen in der 1. Division unter den besten vier Mannschaften.

„Es ist ein harter Kampf, um oben dranzubleiben. Die Mannschaft ist von vielen Verletzungen geplagt gewesen, und wir haben uns gezwungen gesehen, etwas zu machen und haben tiefer in die Tasche greifen müssen, als wir es zuletzt getan haben“, sagt der SønderjyskE-Direktor mit Hinblick auf die Verpflichtung der ungarischen Ex-Nationalspielerin Szabina Mayer: „Der Optimismus kehrt bei den Handballerinnen langsam zurück.“

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