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Verteidiger sprangen in der Offensive für die Stürmer ein

Verteidiger sprangen in der Offensive für die Stürmer ein

Verteidiger sprangen in der Offensive für die Stürmer ein

Hadersleben/Haderslev
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Stefan Gartenmann erzielte das vorentscheidende 2:0. Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

Kees Luijckx und Stefan Gartenmann erzielten beim 2:1-Sieg gegen Vendsyssel die Tore. Ladehemmung haben dagegen die Stürmer. Mart Lieder hätte gegen Vendsyssel treffen müssen, war aber viel zu eigensinnig und verzettelte sich immer wieder in der gegnerischen Abwehr.

„Wenn die Stürmer den Ball nicht reinmachen wollen, müssen wir Verteidiger ja die Arbeit erledigen“, sagte Stefan Gartenmann nach dem 2:1-Heimsieg gegen Vendsyssel FF mit einem breiten Grinsen.

Die Offensivabteilung ist seit 270 Minuten ohne Torerfolg. Allen voran Mart Lieder vergab die eine Chance nach der anderen und war viel zu eigensinnig, doch sein Trainer nahm ihn in Schutz.

„Wir haben lange Zeit einen großen, egoistischen Stürmer vom Typ Elkjær vermisst, der die anderen wegschiebt, um selbst das Tor zu erzielen. Diese Eigensinnigkeit dürfen wir nicht ganz aus ihm rausnehmen, aber es wäre schon gut, wenn er ab und zu nach rechts oder links blickt und einen Mitspieler anspielt“, sagt Claus Nørgaard: „Ich möchte mich viel lieber über die Tore nach Standards freuen. Die haben wir vermisst. Vermisst habe ich auch, dass wir über den Kampf zum Spiel finden. Da hatten wir zuletzt die richtige Reihenfolge vergessen, aber das war gegen Vendsyssel der Fall. Wir hatten vor, den Gegner niederzukämpfen, dann würden die Chancen schon noch kommen. Und ich habe den Eindruck, dass wir Vendsyssel langsam zermürbt haben.“

Das Erfolgserlebnis gibt nicht zuletzt dem Trainer wieder ein wenig Luft.

„Ein Sieg ist immer eine Erlösung, wenn man zuvor nicht gewonnen hat. Ob mein Stuhl gewackelt hat, weiß ich nicht, darauf müssen andere antworten. Da verschwende ich meine Energie nicht drauf. Ich arbeite lieber mit der Mannschaft“, sagt Claus Nørgaard.

„Es war schon zu spüren, dass wir die letzten Spiele nicht gewonnen haben, aber wir haben den Glauben an uns nicht verloren. Wir hatten das Gefühl, dass wir weitaus bessere Leistungen bringen können als was wir Montag gezeigt haben, und das haben wir wieder zurechtbiegen können“, meint Stefan Gartenmann: „Wir müssen die Anzahl der Esbjerg-Spiele verringern und in erster Linie die SønderjyskE-Tugenden zeigen. Die harte Arbeit muss das Fundament sein, dann kippen enge Spiele auch zu unseren Gunsten.“

Die fehlende Konstanz ist laut Kees Luijckx das größte Problem von SønderjyskE.

„Wir haben durch den Sieg wieder ein wenig Ruhe reingebracht, aber ich bin mir nicht sicher, dass dies von Vorteil ist. Wir müssen uns das nächste Mal wieder beweisen. Es fehlt einfach die Konstanz“, so der Niederländer: „Ich bin stolz auf die Mannschaft, denn das war in mentaler Hinsicht ein schweres Spiel. Wir haben aber eine starke Mentalität und Moral gezeigt. Wir sind hart zur Sache gegangen, bis zur Grenze des Erlaubten. Wir wollten dem Gegner zeigen: heute nicht!“

Luijckx sprang wieder einmal für die Stürmer in die Bresche und erzielte den erlösenden Führungstreffer.

„Unsere Stürmer werden die Tore schon noch machen. Davon bin ich überzeugt. Mart, Alex, Johan und Greko waren stets gefährlich, haben viele Torchancen erzwungen. Es wäre wichtig für ihr Selbstvertrauen, wenn die Tore bald fallen würden“, sagt der Verteidiger.

Mart Lieder vergab gegen Vendsyssel zahlreiche Torchancen. Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix
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