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SønderjyskE jubelt über den Klassenerhalt

SønderjyskE jubelt über den Klassenerhalt

SønderjyskE jubelt über den Klassenerhalt

Hadersleben/Haderslev
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Freude und Erleichterung bei den SønderjyskE-Kickern. Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

Vor zwei Wochen stand dem dänischen Pokalsieger noch das Wasser bis zum Hals, doch nach drei Siegen ohne Gegentor ist die Abstiegsgefahr endgültig gebannt.

Die Fußballer von SønderjyskE werden auch in der neuen Saison im Oberhaus spielen. Der dänische Pokalsieger hat mit einer begeisternden zweiten Halbzeit den dritten Sieg in Folge ohne Gegentor gefeiert, als OB vor 2.511 Zuschauern im Sydbank Park mit 2:0 in die Knie gezwungen wurde.

Die SønderjyskE-Fans feierten ihre Lieblinge nach dem Schlusspfiff und haben auch Grund zur Zuversicht. Die alten Tugenden sind wieder erkennbar, die defensive Stabilität ist wieder da, aber auch im Spiel nach vorne wirken die Hellblauen giftiger als in den vergangenen Monaten.

In dieser Verfassung kann der Pokalsieger in anderthalb Wochen die Titelverteidigung in Angriff nehmen, aber auch den siebten Tabellenplatz und somit das Europa-Playoffspiel ins Visier nehmen, wenn es im Pokalfinale mit dem internationalen Geschäft nicht klappen sollte.

Rasmus Vinderslev wird von Ayo Simon Okosun gebremst. Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

Die 0:4-Klatsche für Lyngby am Freitagabend in Aalborg hatte für eine kleine Vorentscheidung in der Abstiegsfrage gesorgt, dennoch spielten die beiden Mannschaften erst in der zweiten Halbzeit befreiter auf.

Die taktischen Zwänge waren zunächst groß und die Handbremse angezogen. Ein Punkt würde beiden Teams im Abstiegskampf helfen, und gegen die traditionelle Punkteteilung schien keiner etwas zu haben.

Es waren einige gute Ansätze zu sehen, aber die Angst vorm Gegentor schien größer als der Wunsch, selbst einen Treffer zu erzielen. Beide Mannschaften lauerten auf einen Konter oder eine Standardsituation. So entwickelte sich eine erste Halbzeit ohne echte Torchance. Ein Schuss von der Strafraumgrenze von Bashkim Kadrii, den Lawrence Thomas zur Ecke abwehrte, war der einzige Höhepunkt der ersten 45 Minuten.

Das Bild änderte sich nach dem Seitenwechsel. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit weitaus größerem Unterhaltungswert als noch in der ersten Hälfte.

Anders K. Jacobsen und Haji Wright hätten für die SønderjyskE-Führung sorgen können, während Bashkim Kadrii auf der anderen Seite zweimal scheiterte, bevor ein Distanzschuss von Emil Holm nach einer Stunde das überfällige Tor besorgte. Ein Schuss wie ein Strich aus 25 Metern Entfernung ließ SønderjyskE jubeln.

Stefan Gartenmann lässt sich von Moses Opondo nicht überlisten. Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

Es gab danach Chancen auf beiden Seiten. Lawrence Thomas verhinderte mit einigen guten Paraden den Ausgleich, hatte aber auch Glück, dass Schiedsrichter Jakob Kehlet in der 81. Minute auf Torwartbehinderung entschied, als er nach einer Ecke den Ball nicht unter Kontrolle brachte und OB das Leder über die Linie drückte.

Unverdient war es aber nicht, dass Emil Frederiksen in der Nachspielzeit einen Konter zum 2:0-Endstand abschließen konnte.

SønderjyskE - OB (0:0) 2:0

1:0 Emil Holm (61.), 2:0 Emil Frederiksen (90.+4).

SønderjyskE: Lawrence Thomas – Stefan Gartenmann, Pierre Kanstrup, Patrick Banggaard – Emil Holm, Rasmus Vinderslev, Victor Mpindi (84.: Adama Guira), Rilwan Hassan (71.: Emil Frederiksen), Jeppe Simonsen (71.: Julius Eskesen) – Haji Wright (84.: Peter Buch Christiansen), Anders K. Jacobsen (71.: Philipp Schmiedl).

OB: Sayouba Mandé – Robin Østrøm, Jeppe Tverskov, Alexander Juel Andersen – Max Fenger (87.: Sveinn Aron Gudjohnsen), Ayo Simon Okosun, Jens Jakob Thomasen, Moses Opondo (69.: Emmanuel Sabbi), Jørgen Skjelvik – Bashkim Kadrii, Issam Jebali (69.: Mads Frøkjær).

Gelbe Karten: Patrick Banggaard – Alexander Juel Andersen, Jens Jakob Thomasen, Jørgen Skjelvik.

Schiedsrichter: Jakob Kehlet. VAR-Schiedsrichter: Aydin Uslu.

Zuschauer: 2.511.

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