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Großer Frust über Schwächen bei Standards

Großer Frust über Schwächen bei Standards

Großer Frust über Schwächen bei Standards

Farum
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Abdul Mumin erzielte in der Schlussphase den 2:1-Siegtreffer für den FC Nordsjælland. Foto: Lars Møller/Ritzau Scanpix

Mit dem Gefühl, alles im Griff zu haben, gingen die SønderjyskE-Fußballer in die letzte halbe Stunde des Auswärtsspiels gegen den FC Nordsjælland, doch aus einer 1:0-Führung wurde eine 1:2-Niederlage.

„Das ist eine Riesenenttäuschung, dass wir am Ende mit leeren Händen dastehen. Ein einzelner Punkt hätte uns auch weitergeholfen“, sagte ein ärgerlicher Mads Albæk zum „Nordschleswiger“ und nannte das Tor zum 1:1 den Knackpunkt des Spiels: „Das Tor zum 1:1 hat Nordsjælland Energie gegeben, während wir mit einem irritierenden Gefühl herumgelaufen sind, besonders über die Art und Weise, wie das Tor gefallen ist. Wie wussten, dass wir nicht dominierend am Ball sein würden, aber wir haben vieles richtig gemacht. Deswegen ärgert es uns noch mehr, dass wir zwei Gegentore nach Standards kassiert haben. Das ist einfach frustrierend, wo wir doch so viel Zeit in Standards investiert haben. Wir haben die Standards immer wieder wiederholt. Das ist einfach ungenügend. Jetzt muss jeder einzelne Spieler den Blick nach innen werfen und dafür sorgen, dass er seinen Gegenspieler ausschaltet.“

Mads Albæk im Zweikampf mit Mikkel Damsgaard. Foto: Lars Møller/Ritzau Scanpix

Beide Trainer hatten nach dem Spiel das Gefühl. dass die eigene Mannschaft das Spiel kontrollierte.

„Kontrolle kann man in vielerlei Hinsicht haben. Entweder mit viel Ballbesitz und mit vielen Torchancen oder man kann sich für defensive Kontrolle entscheiden und es dem Gegner schwer machen. Ich würde sagen, dass wir über die meisten Phasen der 94 Minuten die defensive Kontrolle hatten. Deswegen tut es selbstverständlich weh, dass wir keinen Punkt haben mitnehmen können“, meint Glen Riddersholm zum „Nordschleswiger“: „Wir haben vieles richtig gemacht, aber dennoch einige Dinge falsch gemacht. Wir hätten gegen Ende der ersten Halbzeit mit einem besseren Abschluss eines Konters den Sack zumachen müssen, und das zweite Gegentor ist unverzeihlich.“

Der SønderjyskE-Trainer stand mit gemischten Gefühlen da.

„Ich finde ja, dass wir auf einem guten defensiven Fundament stehen. Das zweite Gegentor ist aber unverzeihlich. Das ist ein großes Thema im Herbst gewesen. Damals hatte ich das Gefühl, dass wir panisch waren. Wir haben jetzt mehr Ruhe bei Standards, aber dennoch fallen die Gegentore, und das stimmt mich extra ärgerlich. Mir wäre es lieber gewesen, dass Nordsjælland sich zweimal durchkombiniert hätte. Da müssen wir professioneller und abgeklärter sein“, meint Glen Riddersholm.

Enttäuschung nach dem Schlusspfiff. Foto: Lars Møller/Ritzau Scanpix

Patrick Banggaard war als zentrale Figur im Abwehrbollwerk einer der besten SønderjyskE-Kicker in der ersten Stunde des Spiels gegen den FC Nordsjælland, machte aber beim 2:1-Siegtreffer des Gegners eine unglückliche Figur.

„Ich bin bei der Ecke ein wenig hinterhergehinkt. Das hätte ich selbstverständlich besser machen müssen“, ärgerte sich der SønderjyskE-Innenverteidiger nach dem Spiel: „Der Spielverlauf war so wie wir es erwartet hatten. Wir waren gut vorbereitet und haben den Gegner von Chancen fern gehalten. Der Gegner hatte viele Spielanteile, aber wir hatten eigentlich alles im Griff – da ist es mega ärgerlich, dass wir durch zwei Standardsituationen doch noch verloren haben.“

Die Standards sind ein großer Fokuspunkt gewesen.

„Wir versuchen jede Woche, uns zu verbessern, aber wenn wir zwei Gegentore nach Standards kassieren, müssen wir natürlich wieder einen Blick drauf werfen“, so Banggaard.

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