Kommunalpolitik

Mehr Geld für die Planung des neuen Lakolks auf Röm

Mehr Geld für die Planung des neuen Lakolks auf Röm

Mehr Geld für die Planung des neuen Lakolks auf Röm

Lakolk
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Außer den vielen Tagesgästen im Sommer sollen sich künftig vermehrt Touristinnen und Touristen das ganze Jahr hindurch auf der Insel Röm aufhalten. Foto: Monika Thomsen

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Unter Einsatz von 1,3 Millionen Kronen aus der Kommunalkasse soll am Vorhaben, der Errichtung eines Luxushotels, auf Röm weitergearbeitet werden. Ziel ist es, dem Ganzjahrestourismus einen Schub nach vorne zu geben.

Was ist möglich und was nicht. Mit diesem Thema haben sich die Kommune Tondern, die Geschäftstreibenden, der Campingplatz First Camp in Lakolk und der Touristikverein seit längerer Zeit beschäftigt, um den Ganzjahrestourismus auf Röm (Rømø) anzukurbeln. Nach den Gesprächen haben die Beteiligten einvernehmlich eine sogenannte Studie der Möglichkeiten erstellen lassen. Am augenfälligsten ist der Vorschlag, ein mehrstöckiges Luxushotel (fünf Sterne!) nah an die Küstendünen heran zu bauen.

1,3 Millionen Kronen für Planung

In die Vorplanung hat die Kommune bereits 515.000 Kronen investiert. Für die weitere Planung soll der Stadtrat auf seiner Sitzung am 24. Mai, weitere 1,3 Millionen für einen neuen Bebauungsplan (400.000 Kronen), einen externen Berater für den Hotelbau (500.000 Kronen) und für juristischen Beistand für die Ausarbeitung des Angebotsmaterials und von Verträgen (400.000 Kronen) bewilligt werden.

Das Geld ist bereits im kommunalen Haushalt reserviert und wartet nur auf die Freigabe. Im Zuge des möglichen Hotelbaus kommen auf den Lakolker Kaufmann und den Campingplatz Änderungen zu, um ausreichend Baufläche (etwa 23.000 Quadratmeter) für die angepeilte Edelherberge zu bekommen, die auch einen Wellnessbereich, ein Restaurant und ein Café umfassen soll.

Der Kaufmannsladen wird an den östlichen Teil des Geschäftszentrums verlegt und für den Campingplatz, der zudem einige seiner Stellplätze abgeben wird, muss ein neuer Check-In-Bereich geschaffen werden. Die Betroffenen sind mit den Änderungen einverstanden.

Zwei Politiker schwanken

Der Finanzausschuss hat bereits grünes Licht für die Freigabe der 1,3 Millionen Kronen gegeben. Ihre Zustimmung gaben die Ausschussmitglieder Bjarne Lund Henneberg (Sozialistische Volkspartei) und Allan Svendsen (Neue Bürgerliche) noch nicht, da sie Bedenken in Bezug auf die Höhe des Hotelbaus haben. Erst wenn ein konkretes Projekt vorliegt, wollen sie eine Stellungnahme abgeben.

„Am 24. Mai handelt es sich nicht darum, ob das Hotel drei- oder vierstöckig gebaut werden soll. Es geht ausschließlich um die Freigabe der 1,3 Millionen Kronen für die weitere Planung", unterstreicht Bürgermeister Jørgen Popp Petersen (Schleswigsche Partei).

Auch die Geschäftsmeile soll aufgehübscht werden. Foto: Archivfoto Karin Riggelsen

Es wird ganz anders aussehen als das Gebäude zuzeiten des mehrstöckigen Hotels Lakolk. Dieses war vom Strand deutlich zu sehen, da es nicht wie das geplante Badehotel von den Dünen abgeschirmt wurde.

Jørgen Popp Petersen, Bürgermeister

Trotz der restriktiven Auflage zum Schutze der Natur auf Röm ist sich der SP-Politiker ziemlich sicher, dass man die Erlaubnis bekommen wird, an gewünschter Stelle ein Hotel bauen zu dürfen.

„Es wird ganz anders aussehen als das Gebäude damals zuzeiten des mehrstöckigen Hotels Lakolk. Dieses war vom Strand deutlich zu sehen, da es nicht wie das geplante Badehotel von den Dünen abgeschirmt wurde“, erklärt der SP-Politiker.

Die politische Vorarbeit für die Studie habe der „alte“ Stadtrat geleistet. „Der neugewählte Kommunalrat wird erstmals dazu Stellung beziehen", erklärt das Stadtoberhaupt.

Drei- oder vierstöckig?

Das geplante Hotel soll über 100 Betten verfügen und entweder drei- oder vierstöckig errichtet. Auch 50 bis 60 Ferienwohnungen/ -hütten werden dem Hotelkomplex angeschlossen, so die bisherigen Ideen. Die Hotelpläne sollen von privaten Investoren umgesetzt werden. Interesse ist bereits bekundet worden. Das Hotel würde einen Wellnessbereich, ein Restaurant, ein Café und eine eigene Tiefgarage bekommen.

Der Investor wird der Kommune die Baufläche von einer Größe von 23.000 Quadratmetern abkaufen. Die Einnahmen sollen die Ausgaben der Kommune ausgleichen.

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