Gesundheitswesen

Gewerkschaftsvorschlag: 2.400 Krankenpfleger mehr

Gewerkschaftsvorschlag: 2.400 Krankenpfleger mehr

Gewerkschaftsvorschlag: 2.400 Krankenpfleger mehr

jrp/Ritzau
Kopenhagen
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Viele Krankenpfleger arbeiten nicht Vollzeit. Deshalb werden mehr benötigt. Foto: Linda Kastrup/Ritzau Scanpix

Es fehlt an Krankenschwestern im Land. Das haben auch die Politiker auf Christiansborg erkannt und festgehalten, dass bis 2022 etwa 2.000 Krankenpfleger mehr ausgebildet werden sollen. Das sei jedoch noch nicht ausreichend, meint die dänische Krankenpflegergewerkschaft.

2.000 Krankenschwestern soll es bis 2022 mehr geben. Darauf hat sich die Regierung zusammen mit der Dänischen Volkspartei (DF) geeinigt und das Vorhaben in die neue Gesundheitsinitiative eingearbeitet. Von der Krankenpflegergewerkschaft wird das jedoch mit kritischen Augen betrachtet, denn von den 2.000 Auszubildenden werden erfahrungsgemäß nur knapp 1.100 ihr Examen machen. Alle anderen brechen die Ausbildung vorzeitig ab, zeigen laut Gewerkschaft Erfahrungswerte. Außerdem gehen die Politiker bei ihrem Vorschlag davon aus, dass die Krankenschwestern in Vollzeit arbeiten. Das werde jedoch nicht der Fall sein, weshalb die Zahl der Pfleger erhöht werden müsste.

Schon heute haben die Regionen Schwierigkeiten, Krankenpfleger zu finden, heißt es von dem Zusammenschluss der Regionen, Danske Regioner. Zusätzlich werden mehr ältere Menschen die Kräfte in den Krankenhäusern mit Arbeit belasten.

19-Punkte-Plan bis 2022

Deshalb hat die Gewerkschaft zusammen mit dem Bund der Ausbildungskrankenpfleger 19 konkrete Punkte ausgearbeitet, die zusätzlich zu den 2.000 neuen Pfleger der Gesundheitsinitiative 2.400 neuen Krankenpfleger bringen soll. So schlagen Gewerkschaft und Schwesternbund vor, die Ausbildungsqualität durch mehr erfahrene Mentoren zu verbessern und die Einsparungen bei der Krankenpflegerausbildung (durch den sogenannten Umprioritierungsbeitrag) abzuschaffen. Außerdem sollten die Arbeitsbedingungen im Allgemeinen verbessert und der Lohn erhöht werden, lauten weitere Vorschläge. Was die Vorschläge letztlich in Kronen und Öre kosten würden, haben Gewerkschaft und Schwesternbund noch nicht berechnet.

Die Vorschläge kommen bei den Sozialdemokraten und DF, die außerhalb der Regierung eine politische Mehrheit im Folketing bilden, gut an, und auch die Sozialistische Volkspartei (SF) aus dem Oppositionskreis möchte unter anderem den Umprioritierungsbeitrag abschaffen.

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