Ortsentwicklung

Bald rückt der Bagger an: Abriss des früheren Pflegeheims ist eingeleitet

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Die Container für Bauschutt und andere Materialien stehen bereit: Der Abriss des alten Tinlgleffer Pflegeheims steht bevor.

Das Gebäude wird noch entkernt, demnächst geht es dem ehemaligen Pflegeheim „Grønningen“ in Tingleff aber an den Kragen. Wie der Abriss der Trakte vonstattengehen wird und wie der Zeitplan ist, erläutert die Projektleiterin der Kommune Apenrade.

„Im Moment werden giftige Stoffe wie asbesthaltige Baumaterialien, Lacke und andere gesundheitsschädigende Stoffe gezielt entfernt und weggeschafft. Damit ist bereits in Woche 36 begonnen worden. Nach dieser Phase wird dann der Abrissbagger kommen“, berichtet Mette Møldrup von der zuständigen Verwaltung (Drift og Anlæg) bei der Kommune Apenrade (Aabenraa).

Møldrup ist Projektleiterin der Beseitigung des alten Pflegeheims „Grønningen“ am Grønnevej in Tingleff, das durch einen Neubau an anderer Stelle in der Ortsmitte ersetzt worden ist.

In zwei Wochen, so der Zeitplan, wird ein Bagger mit dem eigentlichen Abriss beginnen, den der Stadtrat beschlossen hatte.

Vor dem eigentlichen Abriss werden die Trakte entkernt und schädliche Stoffe entfernt.

Häppchenweise entfernen

„Die Maschine wird die Materialien mit einem Greifer gleich sortieren. Es entstehen Haufen mit Holz, mit Mauerwerk und mit anderen Stoffen. Die verschiedenen Haufen werden von Lkws dann abtransportiert“, erläutert die Projektleiterin.

Eine Straßensperrung wird es voraussichtlich nicht geben. Anrainerinnen und Anrainer und Passantinnen und Passanten müssen allerdings mit Baulärm und zeitweise verstärktem Lkw-Verkehr rechnen. „Der Abriss wird jedoch werktags in den Tagesstunden stattfinden. Das ist ohnehin Vorschrift“, so Møldrup.

Bis zum Jahreswechsel sollen die verschiedenen Trakte etappenweise abgerissen sein. 3,4 Millionen Kronen hatte der Stadtratfür die Beiseitigung im Haushalt angesetzt.

Vor den Trakten sind nahezu alle Vorrichtungen aus Holz entfernt worden. Die Reste warten nur noch auf den Abtransport.

Nicht alles verschwindet

Ein wenig Vorsicht ist an der einen Seite gefordert, an dem sich der Flügel „Bella Vista“ anschließt. „Der Trakt soll ja erhalten bleiben und wird obendrein saniert“, erklärt Mette Møldrup.

Der Gebäudeflügel neueren Datums soll als Domizil für die kommunale Heimhilfe im Bezirk Tingleff dienen. „Das alte Pflegeheim und der Bella-Vista-Teil grenzen nicht direkt aneinander. Da ist noch ein Zwischenraum. Der Abriss an dieser Stelle dürfte daher kein Problem werden. Es wird aber einiges zu beachten sein, um den Bella-Vista-Trakt schadlos zu halten“, ergänzt die Projektleiterin.

Was mit dem freiwerdenden Gelände passieren soll, ist politisch bisher nicht festgelegt. Es gab in der Vergangenheit Überlegungen in Tingleff, das alte Pflegeheim bzw. den Bella-Vista-Flügel oder das Grundstück für eine Kultur- und Begegnungsstätte von Mehr- und Minderheit zu nutzen.

Ein Kulturhaus (TINKA – Tinglev Kultur- og Aktivitetshus) steht schon länger auf der Wunschliste der Tingleffer Gemeinschaft.