Tønder Festival

Aus Randers, Vejle und Kopenhagen nach Tondern zum Festival

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Sind in ihrer Kindheit mit dem Festival aufgewachsen und besuchen es auch nach dem Wegzug aus Tondern jedes Jahr wieder: die Schulfreunde Peter Kousgaard (l.) und Bjørn Kjeldsen.

Warum besuchen Menschen das Folkfest in Nordschleswig und woher kennen sie es überhaupt? Zwischen Zelten und Konzerten verraten Gäste ihre Beweggründe.

„Wir nehmen am Tønder Festival teil, weil es in unserer Familie eine Tradition ist“, sagt Besucherin Tanja Kawaler während einer Sonnenpause vor Zelt 1. „Es geht uns gar nicht so sehr um die Musik, sondern mehr um die Stimmung. Wir nehmen alle vier Tage mit und gehen abends zu uns nach Hause – wir wohnen direkt um die Ecke.“

Von Kindesbeinen an auf dem Festival

Tanja Kawaler mit ihren Söhnen Mads und Tobias im Sitzbereich vor dem Zelt 1

Die Schulfreunde Peter Kousgaard und Bjørn Kjeldsen sind mit dem Tønder Festival groß geworden. Mittlerweile leben sie nicht mehr in Nordschleswig, nutzen das Wochenende Ende August aber jedes Jahr, um nach Tondern zu reisen.

„Ich wohnte in Tondern, seit ich zwei Jahre alt war. Schon als ganz kleines Kind haben mich meine Eltern hierher mitgenommen. Damals fand das Festival noch mitten in der Stadt statt. Heute besuche ich das Festival, weil es eine gute Gelegenheit ist, alte Freunde und Bekannte zu treffen“, sagt Peter Kousgaard, der mittlerweile in Vamdrup südlich von Kolding lebt. „Und natürlich mag ich die Musik. Die ist voller Seele und Stimmung.“

Mit der Cousine zum Festival nach Nordschleswig

Peter Kousgaard und Bjørn Kjeldsen vor dem „Outlaw-Village“

Rikke Schmedes kommt aus Vejle. „Ich war 2019 das erste Mal beim Festival hier dabei, meine Cousine und ihr Mann hatten mich dazu gebracht. Sie wohnen auf Seeland und besuchen das Festival schon seit vielen Jahren. Ich mag die Musik, genau mein Geschmack, und die Stimmung passt mir auch gut.“

Schon die Eltern von Elias waren auf dem Festival

Rikke Schmedes vor dem Zelt 1, während dort am Freitag der „Women‘s Cirkle“ stattfand.

Der 19-jährige Elias Kibek kommt seit 2019 mit seinen Eltern und den beiden Geschwistern nach Tondern, um als Familie das Festival zu erleben. „Wir wohnen während der vier Tage auf dem Campingplatz in Tondern. Ich finde, das Beste am Festival ist die Stimmung. Hier trifft man sich wegen der Musik. Wir ziehen das Durchschnittsalter hier sicher etwas nach unten, aber ich finde, es ist einfach sehr gute Musik. Wir lieben Folkmusik.“

„Meine Erwartungen sind große musikalische Erlebnisse“

Schon die Großeltern von Elias haben das Festival besucht, später seine Eltern, und mittlerweile kommen auch er und seine beiden Geschwister aus Randers jedes Jahr aufs Festival nach Tondern.

Mit ihrem Baby im Kinderwagen hat Ingrid Thorlacius aus Hadersleben (Haderslev) das Festival am Freitag besucht. „Ich habe von meinem Freund davon gehört und bin für einen Tag dabei. Ich habe so viel davon gehört, von Freunden und Freunden meiner Eltern, jetzt wollte ich es selbst mal erleben. Meine Erwartungen sind gute, handgemachte Musik und große musikalische Erlebnisse.“

Von Seeland ins Glamping-Zelt

Ingrid Thorlacius kommt aus Hadersleben zum Festival, für sie war es das erste Tønder Festival.

1985 hat Sanne Dragsted das Festival zum ersten Mal besucht. „Mein Schwager spielte damals mit der Band Fiddlers Green am Kontrabass. So habe ich das Tønder Festival kennengelernt.”

In den vergangenen vier Jahren ist sie jedes Jahr aus Kopenhagen nach Tondern gefahren. „Zusammen mit einer Freundin wohne ich im Glamping-Zelt. Das Besondere am Festival ist die Musik, aber auch das Generationenübergreifende. Hier sind Babys und Kinder, Erwachsene und alte Menschen im Rollstuhl. Einfach etwas für alle, das ist fantastisch.“

Die Kopenhagenerin Sanne Dragsted kennt das Festival seit genau 40 Jahren.