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Laute Motoren und leise Sehnsucht: Das ist Praktikantin Miriam Hätscher

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Miriam Hätscher ist seit dem 1. September für die kommenden drei Monate neue Praktikantin in der Hauptredaktion des „Nordschleswigers“ in Apenrade.

Neu beim „Nordschleswiger“: Sie liebt schnelle Rennen und mitreißende Handballspiele – doch trotz aller Action schlägt ihr Herz auch für ruhige Momente mit Familie und Freunden. Für ihr Praktikum wagt die 21-Jährige den Schritt nach Dänemark.

Miriam Hätscher ist die neue Praktikantin beim „Nordschleswiger“ und unterstützt in den kommenden drei Monaten das Redaktionsteam. Die 21-Jährige kommt aus Nordhausen in Thüringen – der Stadt, die nicht nur für schöne Landschaften, sondern auch für ihren Schnaps bekannt ist. Sie studiert im dritten Jahr Journalismus an der Fachhochschule Magdeburg-Stendal. Dass sie nun in Apenrade gelandet ist, hat sie auch ihren Kommilitonen zu verdanken: Viele von ihnen waren selbst schon beim „Nordschleswiger“ und haben ihr das Praktikum wärmstens empfohlen.

„Egal, ob zwei oder vier Räder – Hauptsache schnell und laut“

Wenn bei einem Formel-1-Rennen der Motor aufheult oder die MotoGP-Bikes durch die Kurven donnern, schlägt Miriam Hätschers Herz höher. Motorsport ist ihre große Leidenschaft – und zwar in sämtlichen Varianten. „Egal, ob zwei oder vier Räder – Hauptsache schnell und laut“, schwärmt sie. Und am ihrem ersten Wochenende stand bereits ein echtes Highlight auf ihrem Plan: die dänische Tourenwagenmeisterschaft in Pattburg (Padborg), bei der sie live dabei war.

Aber auch der dänische Handball hat es ihr angetan. Ein Profispiel möchte sie unbedingt miterleben – immerhin sind die Dänen amtierende Rekord-Weltmeister. Und als Studentin in Magdeburg kennt sie sich mit gutem Handball aus: Der SC Magdeburg holte erst dieses Jahr den Champions-League-Titel nach Deutschland. Leider schaffte sie es nicht, sich die Spiele live anzuschauen, da die Karten immer so schnell ausverkauft waren. Nicht unwahrscheinlich, dass sie hier in Dänemark mehr Glück hat.

Radioluft geschnuppert – und geblieben

Seit Beginn ihres Studiums vor drei Jahren wohnt Miriam in Magdeburg und kann sich gut vorstellen, später auch dort zu arbeiten.

Bereits vor ihrem Praktikum beim „Nordschleswiger“ hat Miriam schon Medienluft geschnuppert. Drei Monate lang war sie Praktikantin beim Magdeburger Radiosender „radio SAW“ – und das so erfolgreich, dass sie direkt als Werkstudentin übernommen wurde. Die Arbeit beim Radio macht ihr großen Spaß und hat ihre Leidenschaft für Journalismus weiter vertieft. Jetzt freut sie sich darauf, ihre Fähigkeiten auch im Print- und Onlinebereich zu beweisen.

Kleiner Kulturschock: Alle per Du

Eine Sache, an die sich Miriam erst noch gewöhnen muss, ist die lockere Kultur in Dänemark. „Hier duzen sich alle – das ist so ungewohnt für mich, vor allem ältere Leute auf einmal zu duzen“, erzählt sie schmunzelnd. Für die 21-Jährige ist das eine neue Erfahrung, die den Arbeitsalltag aber gleichzeitig nahbarer und entspannter macht.

Dänemark, Freunde und ein Hauch Heimweh

Ihr liebstes Hobby: Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen – die vertrauten Menschen vermisst sie in Dänemark.

Schon als Kind hat Miriam einmal Urlaub in Dänemark gemacht – eine schöne Erinnerung, die sie nun für drei Monate wieder aufleben lässt. Dennoch begleitet sie eine leise Sehnsucht: Sie vermisst ihr gewohntes Umfeld, die vertrauten Menschen. Denn in ihrer Freizeit ist Miriam am liebsten mit Freunden unterwegs – beim Konzert, auf einem Ausflug oder einfach bei einem gemütlichen Essen. Hauptsache gemeinsam. Neben der Familie sind ihr vor allem enge Freundschaften wichtig – und die fehlen ihr jetzt, fern von Zuhause, besonders. Doch auch wenn es ihr nicht leichtfällt, so überwiegt doch die Vorfreude auf neue Erfahrungen und spannende Aufgaben.