Deutsch-dänisches Musikevent

Grenzüberschreitende Konzertreihe: Auftakt in Renz mit Deutsche-Welle-Stars

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In Renz hat es in den vergangenen Jahren bereits Open-Air-Konzerte gegeben. In diesem Jahr verbündet man sich mit der Nachbargemeinde Ladelund (Archivfoto). Entstanden ist die deutsch-dänische Konzertreihe „DanGer“.

Die befreundeten Ortschaften Ladelund und Renz haben sich um ein grenzüberschreitendes, verbindendes Musik-Event bemüht. Auf dänischer Seite werden am 7. Juni bekannte Künstlerinnen und Künstler der Musikszene aus den 80er-Jahren präsentiert. In Ladelund lässt man es im September gleich ein ganzes Wochenende lang krachen.

Der Name dieser kleinen Veranstaltungsreihe ist naheliegend. „DanGer“, abgeleitet von Danmark und Germany (Deutschland), haben die Initiatoren aus Ladelund und Renz ihre deutsch-dänische Konzertreihe getauft.

In Renz ist Kurt Asmussen aus Pepersmark (Pebersmark), Vorsitzender des Ortsvereins „Rens Egnsråd“, Ideengeber des grenzüberschreitenden Events. Unter seiner Federführung fanden im beschaulichen Örtchen unweit der deutschen Grenze bereits einige Konzerte statt. Das könnte man doch grenzüberschreitend ausweiten, lautete dann sein Ansatz.

Gesagt, getan: Kurt Asmussen nutzte seinen freundschaftlichen Kontakt zu Ladelund und dessen Bürgermeister Lutz Martensen. Man tat sich zusammen und wird nun zwei Musikereignisse bieten.

Musik hören und sich begegnen

Am 7. Juni geht es in Renz auf der Fläche des ehemaligen Gendarmenhofs rund, in Ladelund folgt am 5. und 6. September ein kleines Minifestival.

Man hoffe, dass Menschen aus Deutschland in Renz vorbeischauen und andersherum Leute aus Dänemark die Ladelunder Veranstaltung besuchen werden.

„Das ist der Grundgedanke der Konzertkooperation. Die Menschen sollen grenzüberschreitend zusammenkommen“, betont Kurt Asmussen, seines Zeichens auch Apenrader Stadtratsmitglied der Schleswigschen Partei.

Das Programm für die beiden Events steht, und auch die wichtigsten organisatorischen Details sind geklärt.

Hat bei seiner Konzertinitiative die deutsche Nachbargemeinde Ladelund ins Boot geholt: Kurt Asmussen, Vorsitzender von „Rens Egnsråd“ (Archivfoto).

Dank eines Interregzuschusses von rund 84.000 Euro (ca. 630.000 Kronen) haben die Veranstaltenden auf beiden Seiten der Grenze einiges anzubieten.

Kultmusik mit Markus und Co

In Renz steht ab 15 Uhr die Deutsche Welle im Mittelpunkt, die in den 80er-Jahren in aller Munde war und noch immer bekannt ist.

„Es kommen Originalinterpreten“, erwähnt Kurt Asmussen nicht ohne Stolz. Bei der „Ich will Spaß Show“ sind unter anderem Markus, Geiersturzflug, Peter Hubert (Band UKW) und Yvonne König dabei. Darüber hinaus – als dänischer Part – treten Anne Dorte Michelsen, Tue West und D-Dur auf.

Während das aufwendigere, zweitägige Event in Ladelund Eintritt kostet, ist das Konzert in Renz dank der Bezuschussung gratis.

„Da es bei uns ein wesentlich größeres Set-up als bei den vorherigen Konzerten ist, überlassen wir die Technik, einschließlich Bühne aber einer Fachfirma. Auch das Verpflegen der Konzertgäste überlassen wir anderen“, so Kurt Asmussen zur Planung.

Die nordschleswigsche Musikerin Rikke Thomsen gab vor einigen Jahren ein Konzert in Renz und wird beim grenzüberschreitenden Doppelevent „DanGer“ nun in Ladelund auftreten (Archivfoto).

Wieder Helferinnen und Helfer im Einsatz

Die Getränkestände werden erneut durch eigene Helferinnen und Helfer besetzt, und Ehrenamtliche werden auch bei anderen praktischen Dingen, etwa bei der Parksituation, unterstützen.

Durch Absprachen mit Grundeigentümerinnen und -eigentümern müssten genügend Parkplätze zur Verfügung stehen, so die Einschätzung von Kurt Asmussen. Da es keinen Vorverkauf gibt, sei es allerdings schwer zu schätzen, wie viele Konzertgäste kommen werden.

Vermutlich ein anderes Ambiente

Eine Picknick-Atmosphäre mit Sitzreihen und eigenen Stühlen, wie bei vorherigen Konzerten in Renz, werden die Gäste nicht erwarten können.

„Sitzplätze werden wir am Rand bei den Verpflegungsständen einrichten. Der Bereich vor der Bühne bleibt frei“, erwähnt Asmussen.

Namhafte Bands in Ladelund

Beim zweitägigen Festival in Ladelund sind Lotto King Karl, Torfrock und Fools Garden die wohl bekanntesten Größen. Als musikalische Vertretung aus Dänemark tritt Rikke Thomsen auf, die für ihre Songs auf „sønderjysk“ bekannt ist und auch schon in Renz ein Konzert gegeben hat.

Wochenendtickets kosten 89 (ca. 668 Kronen), Tageskarten 69 EUR (ca. 518 Kronen). Infos zu den Veranstaltungen und zum Ticketverkauf gibt es auf der DanGer-Homepage.