Handball

Richtungsweisende Woche für SønderjyskE-Handballer

Richtungsweisende Woche für SønderjyskE-Handballer

Richtungsweisende Woche für SønderjyskE-Handballer

Sonderburg/Sønderborg
Zuletzt aktualisiert um:
Noah Gaudin konnte bislang noch nicht sein großes Potenzial ausschöpfen, doch Jan Pytlick sieht den jungen Franzosen auf einem guten Weg. Foto: Karin Riggelsen

Zwei Liga-Spiele innerhalb von 48 Stunden stehen für die SønderjyskE-Handballer an. Die Spiele gegen Skanderborg und Fredericia können einen Fingerzeig geben, ob der Blick in der Tabelle nach oben oder nach unten gerichtet werden kann.

Die Talfahrt vorerst bremsen konnten die SønderjyskE-Handballer, als sie vor zehn Tagen beim Tabellenschlusslicht Lemvig-Thyborøn die Serie von vier Spielen ohne Sieg beenden konnten.

Dabei waren die Hellblauen fulminant in die neue Saison gestartet. Skjern Håndbold, TMS Ringsted und TTH Holstebro wurden zum Auftakt in die Knie gezwungen, doch es folgten Niederlagen gegen KIF Kolding und Aalborg Håndbold sowie ein Unentschieden gegen Ribe-Esbjerg und eine herbe Pleite gegen Mors-Thy.

Zwei Spiele innerhalb von 48 Stunden können einen Fingerzeig geben, ob der Blick in der Tabelle nach oben oder nach unten gerichtet werden kann.

„Das wird eine harte Woche“, meint Jan Pytlick zum „Nordschleswiger“ vor dem Auswärtsspiel am Dienstag ab 20.30 Uhr gegen Skanderborg Håndbold und dem Heimspiel am Donnerstag ab 20 Uhr gegen Fredericia HK.

Der 53-Jährige hat aus seiner Zeit als Trainer der dänischen Frauen-Nationalmannschaft (1998-2006, 2007-2014) reichlich Erfahrung sammeln können, wie man mit Spielen innerhalb von wenigen Tagen umgeht.

Regeneration im Spa

„Das packt man schon anders an als wenn die Begegnungen mit großem Abstand platziert sind. Nicht so sehr in spielerischer Hinsicht, sondern vielmehr zwischen den Spielen. Wir werden am Mittwoch ins Alsik Spa zur Regeneration gehen, und dort werden wir uns auch mit Videoanalyse auf das Spiel am Donnerstag vorbereiten“, so Jan Pytlick, der aber sein Fokus erst einmal auf das Spiel am Dienstag richtet: „Es ist wichtig, dass wir von Spiel zu Spiel denken. Wir denken jetzt erst einmal nur an das Spiel in Skanderborg. Wenn wir das dann hoffentlich gewonnen haben, richten wir unseren Blick auf das Fredericia-Spiel. Wir wechseln nicht anders aus, um Rücksicht aufs nächste Spiel zu nehmen. Das kann man nicht.“

Die Hellblauen hatten in der Vergangenheit fast immer einen schweren Stand in Skanderborg und stehen wieder vor einer schweren Aufgabe gegen den punktgleichen Tabellennachbarn.

„Skanderborg ist eine der Mannschaften, die ich zum Kreis der festen Endrunden-Teilnehmer zähle. Die haben ihre Sache in den vergangenen Jahren unglaublich gut gemacht und standen stets in der Endrunde. Skanderborg hatte die vergangenen drei, vier Jahre den gleichen Grundstamm von Spielern. Hier passt das Konzept und das Timing“, meint der SønderjyskE-Trainer.

Noah Gaudin auf einem guten Weg

Das Timing muss auch im Rückraum von SønderjyskE stimmen, wenn die Hellblauen in Skanderborg punkten wollen. Nach dem Abgang von Oskar Sunnefeldt zum THW Kiel sind zu viele Aussetzer auf einmal nicht drin, auch weil Marcus Dahlin weiter verletzt passen muss.
„Dahlin wird noch ein paar Wochen aussetzen müssen“, so Pytlick, der Ulrik Nøddesbo Eggert auf halbrechts einsetzen kann, wenn Jon Andersen eine Pause braucht.

Noah Gaudin spielte zuletzt mit einer sehr hohen Fehlerquote und warf in den vergangenen drei Spielen gegen Ribe-Esbjerg, Mors-Thy und Lemvig nur ein Tor, doch bei den Hellblauen ist man zuversichtlich, dass der junge Franzose demnächst auch in den Spielen die Fähigkeiten, die er beim Training zeigt, auch in den Spielen zeigen kann.

„Das sieht immer besser aus. Wir versuchen ständig dafür zu sorgen, dass der Nebenmann besser in Szene gesetzt wird, und wir gehen mit kleinen Schritten in die richtige Richtung. Das wird man auch auf dem Spielfeld sehen können“, gibt sich Jan Pytlick optimistisch.

Mehr lesen

Leitartikel

Walter Turnowsky
Walter Turnowsky Korrespondent in Kopenhagen
„Epidemiegesetz muss demokratisch verankert werden“