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SønderjyskE in Wartestellung

SønderjyskE in Wartestellung

SønderjyskE in Wartestellung

Hadersleben/Haderslev
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Ein vorzeitiger Wechsel von SønderjyskE zu OB kommt nur mit einer stattlichen Ablösesumme zustande. Foto: Karin Riggelsen

Das Stürmerkarussell könnte in der letzten Woche des Transferfensters noch in Bewegung kommen. SønderjyskE scheint aber nicht am Hebel zu sitzen.

Noch ist es bei SønderjyskE ruhig, aber die Dinge können sich schnell ändern. Der Fußball-Superligist befindet sich in Wartestellung und wird noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden, allerdings nur wenn vorher ein Spieler abgegeben wird.

„Es ist eine Voraussetzung, dass uns ein Spieler verlässt, bevor wir etwas tun. Wir sind gezwungen, finanziell verantwortungsbewusst zu handeln“, versichert SønderjyskE-Sportchef Hans Jørgen Haysen im Gespräch mit dem „Nordschleswiger“.

Die Winter-Transferperiode geht am Freitag um 23.59 Uhr zu Ende. Das Stürmerkarussell könnte an den letzten Tagen des Transferfensters noch in Bewegung kommen, doch SønderjyskE scheint nicht am Hebel zu sitzen, sondern vielmehr OB.

Ein Wechsel von Bashkim Kadrii nach Saudi-Arabien könnte eine Stürmer-Rochade auslösen. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Die Odenseer sind am Montag zum Trainingslager in die Türkei geflogen, ohne die beiden Stürmer Bashkim Kadrii und Anders K. Jacobsen, die zu Hause geblieben sind, um ihre sportliche Zukunft zu klären.

Bashkim Kadrii steht vor einem Wechsel zu einem Klub in Saudi-Arabien, der OB laut „Fyens Stiftstidende“ eine Ablösesumme von mindestens zehn Millionen Kronen einbringen würde. Geld, das OB für einen Sturm-Ersatz neu investieren könnte.

Mart Lieder hat zum 1. Juli 2020 bei OB unterschrieben. Ein vorzeitiger Transfer wäre naheliegend, doch SønderjyskE wird seinen Mittelstürmer nicht einfach ziehen lassen und scheint eine beträchtliche Ablösesumme zu fordern.

„Mart Lieder ist unser Topscorer der letzten beiden Jahre. Er hat in dieser Saison auch viele Vorlagen gegeben. Er steht bei uns bis zum Sommer unter Vertrag, und es steht nicht in den Karten, dass er uns vorzeitig verlässt“, sagt Hans Jørgen Haysen.

Mikael Uhre stürmte bis zum Sommer 2018 für SønderjyskE. Foto: Karin Riggelsen

Ablöser könnte ein alter Bekannter werden. SønderjyskE hat nach Informationen des „Nordschleswigers“ bei Brøndby IF angeklopft, um Mikael Uhre zurückzuholen. Das Eigengewächs wechselte im Sommer 2018 für eine Ablösesumme von rund fünf Millionen Kronen von SønderjyskE zu Brøndby IF. Der SønderjyskE-Sportchef will nicht preisgeben, ob eine Uhre-Rückkehr weiter ein Thema ist.

„Dazu habe ich keinen Kommentar“, so Haysen, der auch nicht verraten will, welche Spieler aus seinem Stall in diesem Transferfenster gefragt gewesen sind: „Es hat jede Menge kurze Anfragen gegeben, aber konkret ist nichts geworden.“

Der SønderjyskE-Sportchef war mit dem Vorhaben in die Winter-Transferperiode gegangen, seinen Kader zu verkleinern. Pierre Kanstrup ist neu hinzugekommen, Rasmus Vinderslev ist von seiner Leihabsprache bei Vendsyssel FF zurückgekehrt. Dem gegenüber stehen fünf Abgänge: Danny Amankwaa, Marco Rojas, Frederik Schram und Senad Jarovic sowie die Ausleihe von Justin Plautz.

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