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SønderjyskE kämpft sich in Unterzahl an die Tabellenspitze

SønderjyskE kämpft sich in Unterzahl an die Tabellenspitze

SønderjyskE kämpft sich in Unterzahl an die Tabellenspitze

Randers
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Victor Mpindi sah bereits in der 27. Minute die rote Karte. Foto: Bo Amstrup/Ritzau Scanpix

Die SønderjyskE-Fußballer haben mit großer Moral und  unbändigem Kampfgeist den erst zweiten Auswärtssieg seit zwölf Monaten  geholt und sind am sechsten Spieltag mit dem 2:1-Erfolg in Randers an die Tabellenspitze der Superliga geklettert, zumindest für ein paar Stunden.

Der dänische Pokalsieger gewinnt im Moment die Spiele, die auf der Kippe stehen, selbst wenn die Herausforderungen mehr als groß sind.

Die Hellblauen mussten in Randers mehr als eine Stunde lang in Unterzahl spielen, nach einem mehr als fragwürdigen Platzverweis für Victor Mpindi beim Stande von 1:1 in der 27. Minute.

Die erste gelbe Karte für das Verhindern einer Konterchance mit einem leichten Trikotzupfer noch irgendwo vertretbar, die zweite nicht. Die minimale Berührung hätte nie und nimmer einen Platzverweis zur Folge haben dürfen.

Haji Wright umkurvt Patrik Carlgren zur 2:1-Führung in Randers. Foto: Bo Amstrup/Ritzau Scanpix

Die Gäste liefen nach der roten Karte wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen herum und fanden auch nach einer taktischen Änderung die Ordnung nicht. SønderjyskE kann von Glück reden, dass Randers nicht in Führung. Erst Lawrence Thomas und kurz danach die Querlatte verhinderten einen Rückstand.

Im SønderjyskE-Lager hatte man die Hoffnung, das 1:1 irgendwie in die Halbzeitpause zu retten, doch aus dem Nichts fiel das 1:2. Haji Wright zeigte Durchsetzungsvermögen von einem anderen Planeten, als er gleich zwei Gegenspieler stehen und Erik Marxen wie ein Schüler aussehen ließ.

In einer lebhaften ersten Halbzeit hatte es bereits in den ersten acht Minuten zwei Tore innerhalb von 75 Sekunden gegeben. Anders K. Jacobsen hatte nach Vorlage von Alexnder Bah die Gäste in der sechsten Minute in Führung gebracht, doch der Jubel legte sich schnell.

Die neu formierte SønderjyskE-Abwehr kassierte fast im Gegenzug den Ausgleich. Die Hellblauen mussten ohne die verletzten Pierre Kanstrup und Johan Absalonsen auskommen, dafür kam Philipp Schmiedl zu seinem Startelf-Debüt. Der Österreicher wurde beim 1:1 von Kehinde ausgetanzt, gab aber ansonsten eine gute Figur ab.

Anders K. Jacobsen war in der Rolle des Torschützen und Torvorbereiters. Foto: Bo Amstrup/Ritzau Scanpix

Die Gäste kamen besser organisiert aus der Halbzeitpause, es war aber ein langer Überlebenskampf. Es war ein Spiel auf ein Tor. SønderjyskE stand tief hinten drin und parierte nur die Angriffsversuche von Randers. Dies gelang aber auch recht gut.

Die Platzherren dominierten total, wurden aber nur selten richtig gefährlich. Es war wie gegen Ende der ersten Halbzeit: die Querlatte und Lawrence Thomas verhinderten ein Randers-Tor.

So erkämpfte sich SønderjyskE drei seltene Auswärtspunkte.

Randers FC - SønderjyskE (1:1) 1:2

0:1 Anders K. Jacobsen (6.), 1:1 Mathias Greve (8.), 1:2 Haji Wright (42.)

Randers: Patrik Carlgren – Björn Kopplin, Mathias Nielsen (68.: Tobias Klysner), Erik Marxen, Jesper Lauridsen (81.: Nikola Mileusnic) – Tosin Kehinde, Vito Hammershøj-Mistrati, Frederik Lauenborg (68.: Simon Piesinger), Mathias Greve – Marvin Egho, Bassala Sambou (59.: Al-Hadji Kamara).

SønderjyskE: Lawrence Thomas – Patrick Banggaard, Stefan Gartenmann, Philipp Schmiedl (65.: Jeppe Simonsen) – Alexander Bah (88.: Isak Oli Olafsson), Victor Mpindi, Mads Albæk, Marc Dal Hende – Anders K. Jacobsen, Emil Frederiksen (34.: Rasmus Vinderslev) – Haji Wright (65.: Julius Eskesen).

Rote Karte: Victor Mpindi (27.)
Gelbe Karten: Björn Kopplin – Victor Mpindi, Glen Riddersholm, Haji Wright, Jeppe Simonsen, Alexander Bah.
Schiedsrichter: Michael Tykgaard.

Zuschauer: 300.

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Walter Turnowsky
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