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Der Pokalfighter träumt vom nächsten Titel und von Europa

Der Pokalfighter träumt vom nächsten Titel und von Europa

Der Pokalfighter träumt vom nächsten Titel und von Europa

Hadersleben/Haderslev
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Anders K. Jacobsen jubelt über sein Tor zum 1:0 im Pokalfinale. Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

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Anders K. Jacobsen stahl mit zwei Toren und der Auszeichnung als Pokalfighter im Pokalfinale 2020 allen die Show. Der 31-Jährige hofft, mit einem Erfolgserlebnis frisch in Erinnerung, auf eine Wiederholung.

Die Corona-Fälle haben in den vergangenen Tagen die SønderjyskE-Mannschaft kräftig durcheinander gewirbelt und die Vorbereitungen auf das Pokalfinale am Donnerstag ab 15 Uhr in Aarhus gegen Randers FC empfindlich gestört, doch Anders K. Jacobsen versucht, sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Der SønderjyskE-Stürmer freut sich auf das zweite Pokalfinale innerhalb von zwölf Monaten.

„Ein Pokaltitel und der direkte Einzug in die Gruppenphase eines europäischen Wettbewerbes. Das wäre schon was Extraordinäres. Für einen Klub von unserer Größenordnung ist das unsere Chance, im Kampf um die europäischen Plätze und um große Erlebnisse mitzumischen“, sagt Anders K. Jacobsen zum „Nordschleswiger“: „Europa beschäftigt mich schon sehr, davon kriegt man nie genug. Wir können aber noch nicht nach Europa greifen. Wir müssen erst das Pokalfinale spielen und beweisen, dass wir würdig sind.“

Anders K. Jacobsen jubelt mit Glen Riddersholm über den Pokalsieg 2020. Foto: Karin Riggelsen

Der 31-Jährige ist einer der Spieler im SønderjyskE-Kader mit der größten Erfahrung im internationalen Geschäft. Mit OB hat er im UEFA-Pokal gespielt, mit AaB in der Champions-League-Qualifikation und in der Europa League, wo die Nordjüten sogar die Gruppenphase überstanden. Mit SønderjyskE war im Vorjahr bereits nach einem Spiel Schluss, als die Hellblauen gegen Viktoria Plzen verloren.

„Da hatten wir uns schon mehr als nur ein Spiel erträumt. Wenn wir Randers schlagen können, würden aber mehr als eine Handvoll Spiele in Europa auf uns warten. Wir sind uns bewusst, dass sehr viel auf dem Spiel steht, sowohl für den Klub als auch für uns Spieler“, so Anders K. Jacobsen, für den der mögliche Geldsegen für SønderjyskE nicht im Mittelpunkt steht, wenn er in Aarhus auf den Rasen geht: „Nein, das ist nicht unser Fokus. Titel und Erlebnisse stehen für mich ganz oben, aber wenn wir die Hürde nehmen, ist es doch wahnsinnig positiv, dass wir Einnahmen für den Klub generieren können.“

Für den Stürmer ist es bereits das dritte Pokalfinale. 2014 gewann er mit AaB, 2020 mit SønderjyskE.

„Es gibt einem Ruhe, dass wir der Lage waren, unsere Leistung in einem solch wichtigen Spiel abzurufen. Wir haben ein gutes und cooles Spiel abgeliefert. Das war ein gutes Erlebnis, das noch frisch in Erinnerung ist. Ich hoffe, dass wir das zu unserem Vorteil nutzen können“, meint der zweifache Torschütze aus dem Pokalfinale 2020.

Anders K. Jacobsen im Pokalfinale 2020. Foto: Karin Riggelsen

SønderjyskE geht als Titelverteidiger ins Pokalfinale, aber offenbar auch als Außenseiter. Vielerorts wird Randers FC als Favorit gehandelt, und im Randers-Lager scheint man auch keine Probleme damit zu haben, diese Favoritenrolle anzunehmen.

„Ich sehe das nicht so und möchte eigentlich gar nicht so viel dazu sagen. Für mich ist es gefährlich, dass sie sich selbst als Favorit sehen, aber das ist deren Problem. Ich sehe ein völlig ausgeglichenes Pokalfinale, das in beide Richtungen gehen kann“, sagt Anders K. Jacobsen: „Für uns ist es die Möglichkeit, dass aus einer guten Saison eine wahnsinnig gute wird.“

Bei Randers FC hat kaum einer Erfahrungen mit einem Pokalfinale gemacht. Bei SønderjyskE kamen aus dem aktuellen Kader neben Anders K. Jacobsen auch Patrick Banggaard, Pierre Kanstrup, Stefan Gartenmann, Victor Mpindi, Emil Frederiksen, Mads Albæk, Rasmus Vinderslev, Julius Eskesen und Rilwan Hassan im Pokalfinale 2020 zum Einsatz. Zudem hat Marc Dal Hende im Jahr davor mit dem FC Midtjylland den Pokalsieg gefeiert.

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