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Aaron Mensing hat die schwierige Wahl nicht bereut

Aaron Mensing hat die schwierige Wahl nicht bereut

Aaron Mensing hat die schwierige Wahl nicht bereut

Flensburg
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Aaron Mensing hat zwölf Länderspiele für Dänemark absolviert. Foto: Bo Amstrup/Ritzau Scanpix

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Nach einem Jahr Pause ist der 25-Jährige aus Rinkenis wieder in die dänische Handball-Nationalmannschaft zurückgekehrt und hat sich in zwei Länderspielen gegen Deutschland für weitere Berufungen empfehlen können. Beim Gegner wäre der Weg zum Stammplatz kürzer gewesen.

Aaron Mensing gehörte nicht zum Kader der dänischen Handball-Nationalmannschaft bei der WM im Januar. Andere hatten bei dem großen Konkurrenzkampf im Rückraum den Vorzug bekommen. Bei seinen ersten Länderspiel-Einsätzen seit einem Jahr hat sich der 25-Jährige aus Rinkenis (Rinkenæs) wieder zurückgemeldet.

„Es war schön, nach einem Jahr wieder dabei zu sein. Das zeigt die Anerkennung dafür, wie es für mich im Verein läuft. Ich darf im Verein wieder viel spielen und habe viel Selbstvertrauen. Ich habe die Woche im Kreis der Nationalmannschaft genossen“, sagt Aaron Mensing im Gespräch mit dem „Nordschleswiger“.

Siebenfacher Torschütze

Sieben Tore hat der Rückraumspieler der SG Flensburg-Handewitt in den zwei Länderspielen gegen Deutschland erzielt, drei beim 30:23 in Aalborg und vier beim 28:21 drei Tage später in Hamburg. 

Aaron Mensing (r.) beim Länderspiel gegen Deutschland im März. Foto: Imago/Ritzau Scanpix

Für den 25-Jährigen waren die Partien gegen Deutschland nicht wie jedes andere Länderspiel auch.

„Ich habe mich vorher mit Absicht nur auf das Handballerische konzentriert. Da war auch das Duell gegen Johannes Golla, den ich aus dem Verein gut kenne. Aber nachher war es für mich schon etwas Besonderes, für Dänemark gegen Deutschland gespielt zu haben“, sagt Aaron Mensing, der 2021 vor der Wahl zwischen der deutschen und dänischen Nationalmannschaft stand.

Entscheidung für Dänemark

Der in Dänemark geborene Sohn deutscher Eltern entschied sich nach reiflicher Überlegung für die dänische, und diese schwere Entscheidung hat er nicht bereut, obwohl mehrere TV2-Experten nach der Nicht-Nominierung für die Weltmeisterschaft 2023 anführten, dass dies möglicherweise der Fall wäre, weil der Weg zu einem Stammplatz in der deutschen Auswahl kürzer ist.

„Es ist ganz natürlich, dass solche Gedanken aufkommen. Das war damals eine schwere Entscheidung, die ich treffen musste. Es ist klar, dass diese Frage auch mal bei mir hochkommt, aber ich habe mich für Dänemark entschieden, und ich wusste schon damals, dass ich für Dänemark nicht jedes Mal dabei sein würde. Ich wusste, dass es schwierig werden und dass Mikkel (Hansen, red. Anm.) noch ein paar Jahre spielen würde. Ich hoffe und glaube aber, dass ich mir eine Rolle erspielen kann. Ich war jetzt einmal dabei und einmal nicht. Eine größere Rolle ist mein Ziel“, so der 25-Jährige.

Nach einigen Wochen ohne kommt Aaron Mensing bei der SG Flensburg-Handewitt wieder häufiger zum Einsatz. Foto: Marcus Dewanger

Die Frage ist nur, wo er sich künftig für diese Rolle empfehlen kann. Bis zum Sommer 2024 besitzt er einen Vertrag bei der SG Flensburg-Handewitt, doch nach der Verpflichtung von Nationalspieler und Weltmeister Simon Pytlick vom dänischen Spitzenclub GOG gibt es hier ein Überangebot auf seiner Position auf der linken Rückraumseite.

Der 25-Jährige ist mit einem Wechsel zum dänischen Meister GOG in Verbindung gebracht worden.

„Dazu habe ich keinen Kommentar“, so Aaron Mensing.

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Kommentar

Hannah Dobiaschowski
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