Deutsche Minderheit

DGN: Zwei neue Klassenzimmer sollen bis November stehen

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Rechts zwischen Internat und Cafeteria sollen die beiden neuen Räume entstehen.

Schon bald ist Spatenstich am Deutschen Gymnasium für Nordschleswig. Der Erweiterungsbau mit zwei Klassenzimmern und Nebenräumen soll noch in diesem Jahr fertig werden. Möglich macht dies auch eine unerwartete Finanzspritze.

Die finanzielle Lage am Deutschen Gymnasium für Nordschleswig ist gut. Das berichtete die Vorsitzende des Gymnasiumausschusses, Kerstin Jürgensen, am Dienstagabend auf der Vertretertagung des Deutschen Schul- und Sprachvereins in der Aula des DGN.

Den Haushalt für das Jahr 2024 hat das DGN demnach mit 4,1 Millionen Kronen abgeschlossen. Für umfangreiche Sanierungsmaßnahmen, neue Fenster und Photovoltaikanlage, wurde ein Kredit von 3,7 Millionen Kronen aufgenommen. Weil aber wegen der Gleichstellung des DGN mit den öffentlichen Gymnasien zusätzliche Mittel in den Haushalt geflossen sind, wurde der Kredit eigentlich nicht benötigt und hätte zurückgezahlt werden können.

„Da sich aber im Herbst ein Loch im DSSV-Gesamthaushalt abzeichnete, haben wir aus Solidarität diesen Kredit aufrechterhalten und das Geld als Überschuss dem DSSV-Gesamthaushalt überlassen“, so Jürgensen. Effektiv beträgt der Überschuss also nur 400.000 Kronen. „Finanziell steht das DGN auf soliden Füßen.“

Unverhoffte Finanzspritze

Kerstin Jürgensen
Die Vorsitzende des Gymnasiumausschusses, Kerstin Jürgensen, im Gespräch mit dem Schulausschuss-Vorsitzenden Thilo Schlechter.

Eine „zweite gute Nachricht“ ermöglicht nun den Bau der zwei Klassenzimmer: die Taxameterreform. Diese hat zum Ziel, das Ausbildungsangebot im ländlichen Raum aufrechtzuerhalten und die Standorte finanziell zu stärken. „Das DGN sollte im Zuge dieser Reform zwei Millionen Kronen mehr erhalten.“ Im Januar ging dann die erste Rate auf dem Konto des DGN ein.

Bereits im November bekam das DGN vom Folketing für die angestrebte Erweiterung fünf Millionen Kronen.

Baubeginn schon Ende Juni

Die beiden Klassenräume sollen noch in diesem Jahr neben der Cafeteria entstehen. Sie sollen vom Aussehen an das Ensemble angepasst werden – mit gelben Ziegeln, denselben Fensterfronten und einem Flachdach mit Zinkumrandung. Ein Raum soll knapp 60 Quadratmeter groß werden, der andere 70 Quadratmeter. Zusätzlich soll ein Vorraum mit 50 Quadratmetern entstehen.

Baubeginn soll laut Jürgensen am 30. Juni sein. Richtfest wird, wenn alles klappt, am 20. August gefeiert. „Als Termin für die Übergabe an das DGN ist der 28. November avisiert. Das ist ein straffer Zeitplan, aber wir hoffen, dass er eingehalten wird.“

DGN
Der Plan sieht zwei Klassenräume mit einer Anbindung durch einen Vorraum an die Cafeteria vor.

Schülerzahlen bleiben stabil

Mit den neuen Räumen sollen nicht mehr Klassen am DGN eingerichtet werden, sondern Schülerinnen und Schüler mehr Platz bekommen. „Die Schülerzahl ist noch immer leicht wachsend und wird im kommenden Schuljahr irgendwo zwischen 190 und 200 liegen“, sagt die Vorsitzende. Während in diesem Sommer 53 junge Erwachsene das DGN mit Examen verlassen werden, beginnen 72 neue Schülerinnen und Schüler in der 1g.

Warten auf Lösung für Internat

Ein Schwachpunkt bleibe das Schülerwohnheim mit dem maroden Gebäude, was auch für Probleme in der Internatsgemeinschaft sorgt. „Aber wir wissen, dass in der Minderheit intensiv nach einer Lösung gesucht wird und sind zuversichtlich, dass sich auch hier bald etwas tut.“