Ministerrochade

Rasmus Prehn wechselt ins Nahrungsmittelministerium

Rasmus Prehn wechselt ins Nahrungsmittelministerium

Rasmus Prehn wechselt ins Nahrungsmittelministerium

Kopenhagen
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Rasmus Prehn bei der Ankunft zur Audienz auf Amalienborg Foto: Emil Helms/Ritzau Scanpix

Der bisherige Entwicklungsminister Rasmus Prehn übernimmt das Nahrungsmittelministerium. Der sozialdemokratische Fraktionsvorsitzende Flemming Møller Mortensen wird als neuer Entwicklungsminister Teil der Regierungsmannschaft von Mette Frederiksen.

Ein neues Gesicht gibt es in der Regierungsmannschaft von Mette Frederiksen (Soz.). Sein Name ist Flemming Møller Mortensen (Soz.). Er übernimmt das Entwicklungsministerium.

Entwicklungsminister Rasmus Prehn (Soz.) übernimmt das vom Nerz-Skandal gebeutelte Nahrungsmittelministerium.

Das schreibt das Staatsministerium in einer Pressemitteilung.

Prehn ist seit 2005 Mitglied des Folketings. Bei der Regierungsbildung 2019 ernannte Frederiksen ihn als Entwicklungsminister. Nun ist er neuer Minister für Nahrungsmittel, Landwirtschaft und Fischerei.

„Es warten große Aufgaben auf Rasmus Prehn“, sagte Fredriksen, nachdem die beiden neuen Minister sich der Königin vorgestellt hatten. Sie nannte sowohl die Tötung der Nerze als auch die Brexit-Verhandlungen, die für die dänische Fischerei von großer Bedeutung sind.

Entgegen der Tradition hat die Staatsministerin nicht an der Audienz bei der Königin teilgenommen. Ein Mitglied ihrer engeren Familie war positiv auf Corona getestet worden. Dies bedeutete, dass die Vorstellung der neuen Minister von 11 Uhr auf 14.30 Uhr verschoben worden war.

Trotz eines negativen Corona-Tests hat Fredriksen sich aus Vorsicht nicht mit der Königin getroffen. Stattdessen hat sie der Königinnen die Namen der neuen Minister telefonisch mitgeteilt.

Die Regierungsumbildung wurde notwendig, nachdem Mogens Jensen (Soz.) am Mittwoch seinen Rücktritt als Minister für Nahrungsmittel, Fischerei, Gleichstellung und Nordische Anliegen bekannt gegeben hat.

„Ich werde die Aufgabe mit großer Demut angehen. Wir erleben eine Pandemie, die uns alle beeinflusst, und das gilt auch für den Nahrungsmittelbereich“, sagte Prehn.

Er wolle zunächst in erster Linie zuhören.

„Es ist notwendig, dass wir wieder zusammenhalten und konstruktiv den Umgang mit der Pandemie und den betroffenen Branchen bearbeiten.“

Blitzanalyse:

Beförderung für Rasmus Prehn

Der Wechsel vom Entwicklungsministerium in das Nahrungsmittelministerium ist eindeutig eine Beförderung für den 47-jährigen Rasmus Prehn.

Nach einer bisher eher unbeachteten Rolle steht er nun im gleißenden Licht der Scheinwerfer. Er muss nun die Folgen des Gesetzesbruchs seines neuen Ministeriums so gut wie möglich ausbügeln.

Dabei sind die Landwirtschaft und die Fischerei an sich schon nicht ganz einfache Ressorts, wo starke Interessen aufeinanderstoßen. Brexit und Klimaumbau der Landwirtschaft sind hier nur zwei Stichworte.

Prehn ist ein erfahrener Politiker und war bereits in jungen Jahren bei den Sozialdemokraten. Nun wartet die bislang größte Aufgabe auf ihn. Fehler kann er sich in der jetzigen Situation keine leisten.

Das Ressort Gleichstellung geht an Beschäftigungsminister Peter Hummlegaard (Soz.). Das Ressort Nordische Anliegen übernimmt Møller Mortensen.

Bislang waren das Nahrungsmittelressort und das Umweltressort Teil eines gemeinsamen Ministeriums mit zwei Ministern. Nun wird dies geteilt. Lea Wermelin (Soz.) bleibt Umweltministerin.

Mit dem Schritt hat sich Frederiksen für eine sogenannte kleine Ministerrochade entschieden.

Møller Mortensen war bislang Fraktionsvorsitzender seiner Partei. Dieser Posten hat eher organisatorischen Charakter.

Die Übergabe der Ministerien findet um 16 Uhr statt.

Der Artikel ist um 15.44 überarbeitet worden

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