ergebnislose Verhandlungen

Großkonflikt im öffentlichen Dienst rückt immer näher

dodo
Kopenhagen
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Innovationsministerin Sophie Løhde (Venstre) auf dem Weg zu den Verhandlungen. Foto: Scanpix

Nach zwölf Stunden Verhandlungen auf staatlicher Ebene sind die Parteien erneut ergebnislos auseinandergegangen. Damit werden Streiks und ein Lockout immer wahrscheinlicher.

Zwölf Stunden haben die Vertreter auf staatlicher Ebene am Sonnabend über einen neuen Tarifvertrag im öffentlichen Dienst verhandelt. Abermals gingen sie am Abend ergebnislos auseinander. Damit rückt ein Großkonflikt mit Streiks und Aussperrung immer näher.

„Wir sind nach zwölf Stunden auseinandergegangen, ohne uns zu bewegen“, sagte der Verhandlungsführer der Angestelltenseite, Flemming Vinther, nach dem Treffen zu TV2. Auch die Verhandlungsführerin der staatlichen Seite, Innovationsministerin Sophie Løhde (Venstre), war enttäuscht: „Es sah schwer, aus als wir begannen und es sieht leider immer noch schwer aus, nach dem wir fertig sind“, so die Ministerin am Sonnabendabend.

Über genaue Inhalte der Diskussionen wollten beide keine Auskunft geben. Sowohl Vinther als auch Løhde bekräftigten allerdings, dass sie weiterhin eine Lösung anstreben, damit es nicht zum Großkonflikt komme.

Am Dienstag läuft die Deadline ab. Dann würden die Gewerkschaften nach jetzigem Stand zum Streik aufrufen, der fünf Tage später, also am 22. April, beginnen würde. Am 28. April könnte dann eine Aussperrung (Lockout) der Regierung folgen.

Am Sonntag werden die Verhandlungen weitergeführt, diesmal auf kommunaler Ebene.

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Leitartikel

Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
„Venstre-Wellen“