Covid-19

Neue Absprache ermöglicht Corona-Pass am Arbeitsplatz

Neue Absprache ermöglicht Corona-Pass am Arbeitsplatz

Neue Absprache ermöglicht Corona-Pass am Arbeitsplatz

Ritzau/kj
Kopenhagen
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Am Freitagmorgen werden die Arbeitsmarktpartner eine Vereinbarung vorlegen, die es den Arbeitgebern ermöglicht, von den Arbeitnehmern den Corona-Pass zu kontrollieren. Foto: Olafur Steinar Gestsson/Ritzau Scanpix

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Die Arbeitsmarktparteien wollen den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern ermöglichen, Einsicht in die Corona-Pässe ihrer Angestellten zu bekommen. Dies soll für mehr Sicherheit am Arbeitsplatz sorgen.

Die Regierung stimmt mit den Arbeitsmarktparteien darin überein, dass die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber die Möglichkeit haben sollten, einen Nachweis von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einzusehen, ob sie geimpft, getestet oder genesen sind. Der Beschluss gilt, so lange Corona als gesellschaftskritische Krankheit eingestuft ist. Dieser Status ist zu diesem Zeitpunkt auf einen Monat befristet.

Ich freue mich sehr, dass wir in kurzer Zeit eine Einigung erzielt haben, die für mehr Sicherheit am Arbeitsplatz sorgen und Dänemark hoffentlich so gut wie möglich durch den Winter bringen wird.

Mattias Tesfaye, Beschäftigungsminister

Die Vereinbarung wurde zwischen der Regierung und dem dänischen Arbeitgeberverband Dansk Arbejdsgiverforening sowie dem Gewerkschaftsbund Fagbevægelsens Hovedorganisation getroffen.

„Ich freue mich sehr, dass wir in kurzer Zeit eine Einigung erzielt haben, die für mehr Sicherheit am Arbeitsplatz sorgen und Dänemark hoffentlich so gut wie möglich durch den Winter bringen wird“, so Beschäftigungsminister Mattias Tesfaye (Soz.) in einer Presseerklärung.

Es liegt im Ermessen des jeweiligen Arbeitgebers, ob er von seinen Mitarbeitern die Vorlage eines gültigen Corona-Passes verlangt.

Mit einem Einblick in die Corona-Pässe haben sie nun ein gutes Instrument, um ihre Mitarbeiter zu schützen und sicherzustellen, dass der Betrieb weiterläuft, indem sie die notwendigen Vorkehrungen treffen, um Ausbrüche am Arbeitsplatz zu verhindern.

Pernille Knudsen, stellvertretende Direktorin des dänischen Arbeitgeberverbands

Pernille Knudsen, stellvertretende Direktorin des dänischen Arbeitgeberverbands, sagt, dass die Unternehmen seit einiger Zeit mit einer sehr schwierigen Situation konfrontiert sind, wenn sie versuchen, ihre Mitarbeiter vor Corona zu schützen oder die Ausbreitung von Infektionen zu verhindern.

„Mit einem Einblick in die Corona-Pässe haben sie nun ein gutes Instrument, um ihre Mitarbeiter zu schützen und sicherzustellen, dass der Betrieb weiterläuft, indem sie die notwendigen Vorkehrungen treffen, um Ausbrüche am Arbeitsplatz zu verhindern“, sagt sie.

Das Abkommen wird nun als Gesetzentwurf in das Parlament eingebracht.

Die Regierung hofft auf die Unterstützung der anderen Parteien und wird außerdem versuchen, das Gesetz im Schnellverfahren durchzusetzen, damit es so bald wie möglich in Kraft treten kann.

Dafür ist jedoch die Unterstützung von zwei Dritteln des Parlaments erforderlich.

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