Deutsche Minderheit

Der Countdown läuft: BDN Ortsverein Saxburg-Bülderup kurz vor der Auflösung

Menschen sitzen an einem gedeckten Tisch und heben die Hand bei einer Abstimmung in einem Versammlungsraum.
Historischer Moment im Saxburger Krug: Die Auflösung des BDN-Vereinsbundes Saxburg-Bülderup wird beschlossen.

Ein letzter Versuch, Personen für den Vorstand des BDN Vereinsbund Saxburg-Bülderup zu finden, scheiterte. Auf der Generalversammlung wurde die Auflösung beschlossen. Bis zum 16. Juni bleibt noch eine Gnadenfrist, um das endgültige Aus zu verhindern.

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Zusammenfassung

  • Der BDN-Ortsverein Saxburg-Bülderup steht wegen fehlender Vorstandsmitglieder vor dem Aus.
  • Auf der Generalversammlung stimmten alle anwesenden Mitglieder für die Auflösung.
  • Bis zur endgültigen Entscheidung am 16. Juni bleibt eine letzte Frist, um doch noch einen handlungsfähigen Vorstand zu finden.

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Die Stimmung war gedämpft, denn es ereignete sich im Saxbuger Krug Historisches. Die Generalversammlung des Vereinsbundes Saxburg-Bülderup (Saksborg-Bylderup) endete mit einer schicksalhaften Entscheidung. Die anwesenden Mitglieder stimmten dem Beschluss zu, den Verein aufzulösen. 

Hintergrund ist der erneut gescheiterte Versuch, Leute für den Vorstand zu finden. Ina Iwersen, stellvertretender Vorsitzende, rief in Erinnerung, dass dies schon länger ein Problem ist und der Vorstand zuletzt nur aus drei Personen (ihr selbst, Maike Tästensen und Michael Mathiesen) bestand. Der Vorsitz war obendrein vakant. Normalerweise besteht der Vorstand aus mindestens fünf Personen. 

Aktivitäten fanden kaum statt, der Verein mit 140 registrierten Mitgliedern, davon zuletzt 81 zahlende, existierte quasi nur noch auf dem Papier.

Menschen sitzen im Gastraum an einem Tisch, eine Frau liest von Papieren vor.
Der letzte Bericht vor der Auflösung? Ina Iwersen (rechts), stellvertretende Vorsitzende, auf der Generalversammlung des Vereinsbundes Saxburg-Bülderup.

„Ich weiß nicht, ob allen klar ist, wie wichtig ein BDN-Ortsverein ist, was er für die Einrichtungen bedeutet und welche Zuschüsse über ihn zu erhalten sind“, warf Ina Iwersen anfangs in die Runde.

Weiter geschrumpft

Da der langjährige Kassierer Michael Mathiesen keine Wiederwahl wünschte – er wohnt nicht mehr im Einzugsgebiet des Ortsvereins –, spitzte sich die Lage weiter zu. Der Vorstand drohte auf zwei Personen zu schrumpfen. Es wäre nicht nur der Vorsitz vakant, sondern auch noch der Kassiererposten.

„Ohne Kassierer kann ein Verein nicht weitergeführt werden“, stellte Ina Iwersen ernüchternd fest.

Frau überreicht Mann in Innenraum einen Geschenkkorb und schüttelt ihm die Hand.
Trotz der prekären Lage ließ es sich Ina Iwersen nicht nehmen, im Namen des Ortsvereins Michael Mathiesen für sein langjähriges Wirken als Kassierer zu danken.

Die Suche nach einem Ausweg, etwa ein Zusammenschluss mit dem Sozialdienst Buhrkall (Burkal), dem BDN-Ortsverein Tingleff (Tinglev) oder dem Ortsverein Renz-Jündewatt (Rens-Jyndevad), sei im Sande verlaufen, merkten Michael Mathiesen und Ina Iwersen an.

Eine allerletzte Frist

Es kam, wie es kommen musste. Versammlungsleiter Dieter Johansen stellte die entscheidende Frage: „Wer stimmt für den Beschluss, den Verein aufzulösen?“

Die Gegenfrage erübrigte sich. Alle anwesenden stimmberechtigten Mitglieder votierten dafür. Die endgültige Auflösung muss laut Satzung bei einer zweiten, außerordentlichen Generalversammlung beschlossen werden. Man einigte sich auf den 16. Juni.

Es bleiben somit noch knapp vier Monate, um in letzter Minute doch noch eine Lösung, sprich Leute für den Vorstand, zu finden.

Michael Mathiesen erklärte sich bereit, sein Amt formal bis zur Auflösung fortzuführen, und Rolf Andresen meldete sich als Vorstandsvertreter für die Übergangszeit bis zum 16. Juni.