Natur und Umwelt

Zwischen Schutzstatus und Besorgnis: Dialog zum Wolf in Scherrebek

In Scherrebek steht der Wolf bei einem Dialogtreffen im Mittelpunkt (Symbolfoto).

Bei einem Treffen für Bürgerinnen und Bürger in Scherrebek geht es um aktuelle Entwicklungen. Fachleute informieren über Verhaltenstipps, Schutzmaßnahmen für Schafe und Hunde sowie den rechtlichen Rahmen.

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Wie verhalte ich mich, wenn ich einem Wolf begegne? Wie schütze ich am besten Haustiere und Hunde, und wie funktionieren die neuen Regeln zur Regulierung von Wölfen?

Antworten auf diese Fragen gibt es am Donnerstag, 26. Februar, von 19 bis 20 Uhr im Skærbækcentret in der Storegade in Scherrebek (Skærbæk).

Zusammenfassung

  • Ein Infoabend in Scherrebek informiert Bürgerinnen und Bürger über den Umgang mit Wölfen und neue Regelungen.
  • Die streng geschützte Art wird überwacht, und die Behörde gibt konkrete Verhaltenstipps für Begegnungen mit Wölfen.

Diese Infobox wurde mithilfe von KI generiert und von der Redaktion geprüft.

Die Behörde für grüne Flächenumlegung und Wassermilieu (Styrelsen for grøn Arealomlægning og Vandmiljø) führt mit dem Wolf als Thema ein Treffen für Bürgerinnen und Bürger durch.

Erster Nachweis für Wolfs-Vorkommnis vor 15 Jahren

Mit einem toten Wolf im Nationalpark Thy in Nordjütland wurde im November 2012 eindeutig festgestellt, dass der Wolf nach fast 200 Jahren Abwesenheit nach Dänemark zurückgekehrt ist.

Auch in Nordschleswig ist es zu dokumentierten Angriffen auf Tiere durch Wölfe gekommen. Im vergangenen Monat wurde ein Wolfsangriff auf Schafe bei Abel (Abild) bestätigt. Früher sind Wolfsrisse zum Beispiel auch in Ellum bei Lügumkloster (Løgumkloster) und Wiesby (Visby) erfasst worden.

Behörde hofft auf einen Austausch

„Wir hoffen, dass viele Einheimische erscheinen und wir erfahren können, was sie im Zusammenhang mit dem Wolf beschäftigt“, sagt Bürochef Jens Skovager Østergaard von der Behörde.

Grundregeln, wenn du dich von einem Wolf bedroht fühlst

  • Gehe ruhig und langsam weg.
  • Tritt bestimmt auf und halte Blickkontakt mit dem Wolf – dreh ihm nicht den Rücken zu.
  • Singe, sprich oder rufe laut und wütend. Schreie nicht, als hättest du Angst.
  • Laufe nicht weg. Das kann den Wolf dazu bringen, dich zu verfolgen. Außerdem riskierst du zu stürzen, was die Gefahr eines Angriffs erhöht.
  • In seltenen Fällen, wenn der Wolf dir folgt, bleib stehen und mach dich groß – eventuell, indem du die Arme oder eine Tasche über den Kopf hältst, falls du eine dabei hast. Rufe laut und klatsche in die Hände. Geh lieber ein paar Schritte auf den Wolf zu als von ihm weg.
  • Sollte der Wolf wider Erwarten angreifen, stell dich nicht tot, sondern schlage und tritt so kräftig du kannst. Klettere gegebenenfalls auf einen Baum – Wölfe können nicht auf Bäume klettern.

„Bei den Treffen erhalten die Bürgerinnen und Bürger unser neuestes Wissen über die Wölfe, während wir gleichzeitig den lokalen Erfahrungen zuhören. Das stellt sicher, dass unsere Verwaltung kontinuierlich an die Realität angepasst ist“, so Skovager Østergaard in einer Pressemeldung.

Entwicklung des Wolfbestandes wird überwacht

Styrelsen for Grøn Arealomlægning og Vandmiljø überwacht die Entwicklung des Wolfsbestandes genau. Der Wolf ist gemäß der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (Anhang IV) streng geschützt und damit auch durch die dänische Gesetzgebung geschützt.

Bei der Begegnung mit einem Wolf rät die Behörde dazu, sich durch lautes Sprechen oder deutliche Bewegungen bemerkbar zu machen. Das bringe den Wolf fast immer dazu, das Weite zu suchen.

Sollte man in der Natur auf einen Wolf treffen, hat die Behörde Verhaltensregeln erarbeitet.

Wölfe gelten als scheue Tiere, die sich nicht gern in der Nähe von Menschen aufhalten. Normalerweise würden sie weglaufen, sobald sie die Witterung von Menschen aufnehmen. Begegnet einem ein Wolf, der nicht wegläuft, sollte man Abstand halten und ihn einfach beobachten.

„Manche Wölfe, insbesondere junge Tiere, können neugierig auftreten. In solchen Fällen ist es wichtig, dass du dich bemerkbar machst und entschlossen auftrittst“, so der Rat der Behörde.

Sollte sich der Wolf wider Erwarten dennoch nicht zurückziehen und die Situation als unangenehm empfunden werden, verweist die Behörde auf einige Grundregeln, die man sich merken sollte (siehe Faktenbox).