Deutsche Minderheit

Bei der Turnerschaft Sonderburg läuft es rund – aber es gibt eine Herausforderung

Trainer Christian Flader mit den beiden Sonderburger Tischtennistalenten Tim Skliarevski und Johan Kleinschmidt Salling (Archivfoto)

Sportverein: Die Turnerschaft Sonderburg verzeichnete 2025 ein erfolgreiches Jahr. Mit einem Mitgliederzuwachs und finanziellen Überschüssen ist der Verein sehr zufrieden. Bei der Generalversammlungen wurden Erfolge, aber auch der marode Hallenboden angesprochen.

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Zusammenfassung

  • Die Turnerschaft Sonderburg verzeichnet 2025 stabile Mitgliederzahlen, viele gut genutzte Sparten und ein positives Jahresergebnis.
  • Besonders erfolgreich ist die neue Tischtennissparte, aus der zwei elfjährige Talente zur Qualifikation für die dänische Nationalmannschaft eingeladen wurden.
  • Trotz guter Zusammenarbeit mit der Deutschen Schule Sonderburg bereitet der marode Hallenboden Sorge und erfordert externe Finanzierungsquellen für eine Erneuerung.

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Für Per Møller, den Vorsitzenden der Turnerschaft Sonderburg, gibt es keinen Grund zur Besorgnis. Weder beim Kindergarten-Turnen, Sitzgymnastik, Pilates, Tischtennis, Badminton, Fußball, Fitness oder Rhönrad. „Das Jahr 2025 war ein gutes Jahr“, stellte er gleich zu Beginn der kürzlich gehaltenen Generalversammlung in der Deutschen Schule Sonderburg zufrieden fest.

Die größte Sparte war 2025 das Kindergarten-Turnen mit über 60 Mädchen und Jungen. Diese Sparte konnte die TS nach dem Umzug der Stadtkindergärten an den Kærvej wieder mit großem Interesse anbieten.

Die neuere Sparte bei der TS ist Sitzgymnastik, die laut Vorsitzendem ebenfalls gut läuft. „Sonst sind die größten Sparten – wie jedes Jahr – Rhönrad und jetzt auch Tischtennis“, so Per Møller. Auch beim Badminton, Fußball und Fitness werde alles richtig gut genutzt. Insgesamt hat der Verein ungefähr 150 Mitglieder. Auch ökonomisch lief es ausgezeichnet: „Wir haben ein Plus gemacht.“

Kassierer und Spartenleiter zufrieden

Der Kassierer Christian Hansen sprach ebenfalls von einem „guten Jahr“. „Wir hatten Einnahmen von 217.722 Kronen, Ausgaben von 184.514 Kronen und einen Überschuss von 33.207 Kronen.“ Die Turnerschaft hatte im vergangenen Jahr einen Mitgliederzuwachs, erhielt mehr Zuschuss vom Jugendverband Nordschleswig und weniger von der Sonderburger (Sønderborg) Kommune. Es wurden Tischtennistische und Lose für das Sonderburger Ringreiten verkauft und im vergangenen Jahr sechs neue Tischtennistische angeschafft.

Generalversammlung der Turnerschaft Sonderburg 2026: Spartenleiter Jürgen Staib, Sitzungsleiter Helmuth Petersen und Vorsitzender Per Møller

Die Spartenleiter Michael Maul, Edgar Claussen, Christian Flader, Jürgen Staib und Olga März berichteten von ihren verschiedenen sportlichen Aktivitäten. Beim Badminton gibt es im Augenblick jeden Montag zwölf aktive Spielerinnen und Spieler, beim Rhönrad 25 Mädchen und Jungen. Die Sparte Fitness ist auf 14 Sportlerinnen und Sportler geschrumpft. Am Eltern-Kind-Turnen beteiligen sich nun acht Mädchen und Jungen, während sich rund 20 Mitglieder mit Pilates in Form halten.

Das ist echt schon überraschend, was da nach so kurzer Zeit entstanden ist.

Christian Flader

Vorstand der Turnerschaft Sonderburg 2026

  • Vorsitzender Per Møller
  • Kassenwart Christian Hansen
  • Beisitzerin Olga März
  • Revisor/2. Beisitzer Rolf Weber
  • Schriftwartin Melanie Bertelsen
  • Jugendvertreterin Elina März

Der Kindertanz für die Kleinen unter der Leitung von Elina März heißt heute „Bewegung zur Musik“. Zwischen drei und acht Kinder sind beim regelmäßigen Training in der Sporthalle dabei.

13 bis 14 Personen beteiligen sich sonntags am Fußballspiel in der DSS.

Die Besten in der ganzen Region

Nach lediglich anderthalb Jahren Tischtennis hatte der Trainer Christian Flader gute Nachrichten: Zwei seiner fleißigsten und energischsten elfjährigen Schüler, Tim Skliarevski und Jan Kleinschmidt Salling, sind vom dänischen Tischtennisverband zur Qualifikation für die dänische Nationalmannschaft eingeladen worden. Jan Kleinschmidt Salling ist aktuell der beste Spieler in der ganzen Region. Im vergangenen Jahr errang Tim Skliarevski diesen Titel.

Edgar Claussen, Christian Flader, Jürgen Staib und Helmuth Petersen

„Das ist echt schon überraschend, was da nach so kurzer Zeit entstanden ist“, so Christian Flader. Er machte die Teilnehmenden bei der Generalversammlung darauf aufmerksam, dass das Tischtennis-Angebot in Dänemark sehr groß ist. Er lobte die Kinder und die Eltern und nannte es eine „einfach ganz tolle Sache“. Es schmettern bei der TS nun 25 Mädchen und Jungen die Tischtennisbälle ins Feld ihres Gegenübers.

Sitzungsleiter Helmuth Petersen staunt ebenfalls über die Erfolge, die die Turnerschaft als relativ kleiner Verein schon seit Jahren beim Rhönrad und nun auch mit Tischtennis verzeichnet.

„An welchen Veranstaltungen beteiligt ihr euch?“, fragte Petersen den Trainer Christian Flader. Dieser verwies auf DGI, wo die ersten Spiele gemacht werden. Dann gibt es noch freie Turniere, für die die Spielerin oder der Spieler Punkte erhält. „Wer eine Spielerlizenz hat, der kommt ganz automatisch auf den Radar“, so Flader. Es gebe Kinder, die viermal in der Woche trainieren.

Wiederwahlen und ein neuer Fußboden

Beim Punkt Wahlen nahmen der Kassierer Christian Hansen, Revisor Rolf Weber, die Spartenleiter und auch die Jugendvertreterin Elina März eine Wiederwahl an. Auch der neuen Schriftwartin Melanie Bertelsen wurde ganz offiziell dieses Amt übertragen.

Der Kassierer Christian Hansen bei der Vorlage der Finanzen. Neben ihm sitzen Michael Maul und Edgar Claussen.

Der nicht mehr intakte Fußboden der Sporthalle kam unter Punkt Verschiedenes zur Sprache. „Der Boden ist geflickt und aufgerissen und die Leute fallen. Es ist nicht mehr zu verantworten“, so Jürgen Staib. Der stellvertretende Schulleiter Jan Wachtberg Schmidt versprach, die Bitte weiterzuleiten.

Im Augenblick werden die Klassenräume erneuert, und daher wird es vielleicht nicht so viel bringen, den DSSV (Deutscher Schul- und Sprachverein Nordschleswig) auf die Mängel in der Sporthalle aufmerksam zu machen. „Man müsste schauen, wo man andere Möglichkeiten finden könnte“, so Wachtberg Schmidt, der an Sponsorengelder dachte. „Es ist nie einfach, solche Dinge über den Schuletat abzuhandeln. Es muss in der Regel beim DSSV beantragt werden, und dann kommen alle Schulen in Betracht“, meinte auch der frühere Schulleiter der DSS, Helmuth Petersen.