Handball

Sønderjyske HH: Furiose Aufholjagd mit einem Punkt belohnt

Veröffentlicht Geändert
Die Sønderjyske-Handballer durften sich über einen Punkt freuen.

Die Handballer von Sønderjyske HH lagen nach 42 Minuten mit neun Toren hinten, kamen aber bei Bjerringbro-Silkeborg zwei Sekunden vor Schluss zum 31:31-Ausgleich. Ein Statement, findet Trainer Vandbæk.

„Man sollte uns niemals abschreiben. Das war ganz klar ein Statement, gleichzeitig auch eine Erinnerung an uns selbst, dass wir zu keinem Zeitpunkt aufgeben dürfen“, sagt Rasmus Glad Vandbæk, Trainer von Sønderjyske HH, zu der furiosen Aufholjagd und einem unerwarteten Punktgewinn beim 31:31-Unentschieden bei Bjerringbro-Silkeborg (BSH) zum „Nordschleswiger“.

Der Jubel über den einen Punkt war nach der Schlusssirene überschwänglich, denn Nicolaj Jørgensen hatte zwei Sekunden vor Schluss den Ball zum 31:31 ins leere Tor geworfen, nur sechs Sekunden nachdem die Gastgeber die 31:30-Führung erzielt hatten.

Moral bewiesen

„Das ist ein sehr großer Punkt für uns. Wenn man zu Beginn der zweiten Halbzeit mit neun Toren hinten liegt und doch noch bei BSH punktet, dürfen wir uns freuen. Ich bin voller Stolz über die letzten 20 Minuten, und dann müssen wir morgen die ersten 40 Minuten aufarbeiten, denn die waren verdammt schlecht“, so Vandbæk.

Nach den Niederlagen gegen Fredericia und Mors-Thy bahnte sich auch im dritten Liga-Spiel nach Weihnachten eine Niederlage an. Die Handballer von Sønderjyske HH lagen nach 42 Minuten mit 14:23 hinten, gaben aber nicht auf und kämpften sich Tor um Tor heran.

Beim 27:25 sieben Minuten vor Spielende war der Kontakt wieder hergestellt, doch der Ausgleich fiel erst in der Schlussminute. Hier überschlugen sich die Ereignisse.

Lob ans Kollektiv

45 Sekunden vor Spielende verwandelte Patrick Volz einen Siebenmeter zum 30:30-Ausgleich. Bjerringbro-Silkeborg musste in Unterzahl spielen, nahm aber den Torwart raus und kam acht Sekunden vor Schluss zum 31:30, doch Nicolaj Jørgensen reagierte blitzschnell und brachte noch vor der Schlusssirene den Ball im leeren Tor unter.

„Wir haben nicht aufgesteckt und uns den Hintern aufgerissen. Ich möchte gerne das Kollektiv loben. Es haben sich heute Leute eingebracht, die sonst nicht so viele Einsatzminuten bekommen“, sagt der Sønderjyske-Trainer und lobt Tobias Olsen, Nikolaj Svalastog, Lucas Rehfus, Matthias Rex und Tobias Gregers Schmidt.

„Bei aller Freude über den Ausgang des Spiels, dürfen wir nicht vergessen, dass wir in den ersten 40 Minuten verdammt schlecht waren, und das gegen eine BSH-Mannschaft, die ohne Rasmus Lauge und Morten Olsen spielte. Wir haben unzählige Fehler gemacht, sind total eingebrochen und auseinander genommen worden“, meint Vandbæk.

Nicolaj Jørgensen (7), Patrick Volz (7/3), Gabriel Setterblom (4), Nikolaj Svalastog (3), Tobias Gregers Schmidt (2), Tobias Olsen (2), Ebbe Stankiewicz (1), Magnus Fredriksen (1), Morten Bjørnshauge (1), August Wiger (1) und Magnus Holpert (1/1) erzielten die Tore für Sønderjyske HH.