Handball

Rückschlag für Sønderjyske HH im Kampf um die Endrunde

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Magnus Fredriksen und Sønderjyske HH mussten eine Niederlage gegen Mors-Thy einstecken.

Nach fünf Liga-Siegen in Folge vor Weihnachten hat es nach der WM-Pause schon die zweite Liga-Niederlage hintereinander gegeben. Der Endrunden-Einzug sieht mittlerweile schwierig aus.

Vier Tage nach der ersten Medaille der Vereinsgeschichte beim Pokal-Final-Four in Herning sind die Handballer von Sønderjyske HH wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden.

Die Hellblauen haben mit einer 30:35-Heimniederlage gegen einen direkten Konkurrenten, Mors-Thy Håndbold, einen herben Rückschlag im Kampf um den Endrunden-Einzug einstecken müssen.

„Diese Niederlage hat es ohne Zweifel wesentlich schwieriger gemacht, die Endrunde zu erreichen“, sagt Trainer Rasmus Glad Vandbæk zum „Nordschleswiger“.

Der Jubel der Sønderjyske-Fans verstummte in der Schlussphase.

Sønderjyske HH steht zwar noch auf Tabellenplatz acht, hat aber ein schweres Restprogramm: Bjerringbro-Silkeborg (A), GOG (H), Skanderborg-AGF (A), TTH Holstebro (H), Skjern (A), Aalborg (H), KIF Kolding (A).

„Ich habe von Anfang an gesagt, dass es bis zum letzten Spieltag ein enges Rennen wird. Wir müssen jetzt etwas Außergewöhnliches aus dem Hut zaubern, auf jeden Fall jede Menge Punkte sammeln“, so Vandbæk.

Meister Aalborg und Aufsteiger Grindsted schafften beim Pokal-Final-Four nur jeweils 24 Tore gegen die Sønderjyske-Abwehr, die aber gegen Mors-Thy oft eine schlechte Figur abgab.

Gabriel Setterblom bleibt an der Mors-Thy-Deckung hängen.

„Ich habe mein schlechtestes Spiel seit anderthalb Jahren gemacht und nehme die Niederlage auf meine Kappe. Ich kam ständig zu spät“, so ein enttäuschter Abwehrchef Morten Bjørnshauge zu „TV2 Sport“.

Die Gastgeber erwischten einen fürchterlichen Start und lagen nach acht Minuten bereits mit 2:8 hinten, konnten sich aber langsam zurückkämpfen und kurz vor dem Seitenwechsel zum 16:16 ausgleichen.

Bis zum 21:21 (40.) blieb es ausgeglichen, doch Mors-Thy setzte sich wieder auf vier Tore ab. Ebbe Stankiewicz hatte in der 57. Minute die Chance, auf 31:32 zu verkürzen, vergab aber nicht nur einen Tempogegenstoß, sondern kurz darauf eine weitere gute Möglichkeit. Zu allem Überfluss sah der Rechtsaußen in der Schlussminute noch die Rote Karte.

Morten Bjørnshauge nahm die Niederlage auf seine Kappe.

„Wir sind einige Male rangekommen, haben aber nie das Momentum auf unsere Seite bekommen“, meint der Sønderjyske-Trainer: „Ich habe das Gefühl, dass der letzte Tick gefehlt hat, besonders in der Defensive. Hier waren wir einfach nicht tüchtig genug. Wir haben unsere Absprachen nicht eingehalten und hatten weder mit der einen noch der anderen Lösung Erfolg.“

Nicolaj Jørgensen (10), Jacob Bagersted (4), Patrick Volz (3), Magnus Fredriksen (3), August Wiger (3), Morten Bjørnshauge (2), Ebbe Stankiewicz (2), Gabriel Setterblom (2) und Sebastian Augustinussen (1) erzielten die Tore für Sønderjyske HH.

Ebbe Stankiewicz vergab in den Schlussminuten zwei große Möglichkeiten und sah die Rote Karte.