Handball

Verärgerung und Stolz bei Sønderjyske HH

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Ebbe Stankiewicz und Patrick Volz konnten ihre Enttäuschung nicht verbergen.

Der krasse Außenseiter hat dem hohen Favoriten das Leben schwer gemacht, aber die Sensation ist ausgeblieben. Kleinigkeiten haben gefehlt, meint Jacob Bagersted.

Die Enttäuschung stand den Handballern von Sønderjyske HH ins Gesicht geschrieben. Der krasse Außenseiter hatte dem hohen Favoriten alles abverlangt, aber ein dramatisches Pokal-Halbfinale gegen Aalborg Håndbold mit 22:24 verloren.

„Wir haben Sønderjyske würdig vertreten, eine Leistung gebracht, auf die wir stolz sein können. Jetzt gilt es darum, uns für morgen zusammenzureißen, denn wir wollen hier etwas mitnehmen“, sagt Kreisläufer Jacob Bagersted zum „Nordschleswiger“ und richtet seinen Blick auf das Spiel um Platz drei am Sonntag ab 13.30 Uhr gegen Grindsted GIF.

„Wir haben Aalborg das Leben schwer gemacht. Am Ende haben Kleinigkeiten gefehlt. Ob es daran liegt, dass wir zum ersten Mal in einem Pokal-Halbfinale stehen? Ich weiß es nicht“, so der Sønderjyske-Handballer.

Jacob Bagersted ärgert sich über die vergebenen Chancen.

„Natürlich haben alle Schmetterlinge im Bauch, aber ich finde eigentlich nicht, dass die große Kulisse uns sonderlich beeinflusst hat. Es ist uns ganz gut gelungen, die Handbremse zu lösen und dieses Spiel zu genießen. Wer weiß, vielleicht war es das letzte Mal, dass wir in einem Pokal-Halbfinale stehen. Wir hatten nichts zu verlieren und haben auf Sieg gespielt, aber es hat am Ende nicht ganz gereicht“, sagt Jacob Bagersted.

Die achtminütige Torflaute Mitte der zweiten Halbzeit war für ihn spielentscheidend.

„Das Spiel ist eigentlich so verlaufen, wie wir uns das vorgestellt hatten. Wäre es ein offenes Spiel geworden, wäre es so wie gegen Barcelona gelaufen. Wir wussten, dass wir über sämtliche 60 Minuten voll da sein mussten, wenn wir gegen eine solche Mannschaft bestehen wollen. Mein Gefühl war, dass wir das Spiel Mitte der zweiten Halbzeit durch vergebene Chancen verloren haben“, meint der Sønderjyske-Handballer.

Rasmus Glad Vandbæk hatte mit vielen taktischen Schachzügen eine glückliche Hand.

Sein Trainer hatte in seinem Werkzeugkasten die richtigen Werkzeuge gefunden.

„Verärgerung und Stolz. Das sind die zwei Wörter, die mein Gefühl beschreiben“, so Rasmus Glad Vandbæk: „Taktisch ist uns vieles gelungen. Es ist das Spiel geworden, das wir uns vorgestellt hatten. Schön war es sicherlich nicht, aber voller Intensität und Spannung. Am Ende war die individuelle Qualität entscheidend.“