Denkmalschutz

Mit vereinten Kräften für das Fortbestehen der Wassermühle

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Die Krusauer Wassermühle wäre beinahe abgerissen worden (Archivfoto).

Die Denkmalschutzgesellschaft, die die Krusauer Wassermühle gekauft hat und bewahren will, erhofft sich von einem Workshop mit Interessensvertreterinnen und -vertretern aus Kunst, Kultur, Wirtschaft, Tourismus und Politik wertvollen Input.

Es soll ein großes Brainstorming zum Erhalt und zur Neugestaltung der Krusauer Wassermühle und im optimalen Fall ein breiter Schulterschluss werden: Für den 26. April hat die Denkmalschutzgesellschaft „Danmarks Kulturarv“ als Mühlenbesitzerin einen großen Workshop im Bauer Krug geplant.

Laut Jens Aabjerg, Mitbegründer und eine der treibenden Kräfte der Gesellschaft, sind Repräsentantinnen und Repräsentanten von Ortsvereinen, aus Kunst, Kultur, Wirtschaft, Politik und Tourismus sowie von Bildungseinrichtungen eingeladen, um gemeinsam die Zukunft der seit Jahrzehnten stillgelegten und heruntergekommenen Wassermühle zu erörtern.

Viele Bälle in der Luft

„Wir haben uns natürlich auch schon viele Gedanken darüber gemacht, wie die 2.000 Quadratmeter große Wassermühle in der Nähe des Gendarmenpfades als Teil des Krusauer Tunneltals genutzt werden kann. Sie liegt nur einen Steinwurf von der Grenze entfernt und in der Mitte der beiden wichtigen, örtlichen Metropolen Apenrade und Flensburg“, so die Worte von Aabjerg.

Angedacht war und ist es, einen Multikomplex mit lokal- und kulturhistorischem Vermittlungscenter, Kunsthalle, Sitzungsräumen, Büros, Festsaal und auch Restaurant und Übernachtungsmöglichkeiten für Touristen zu schaffen.

Wollen die Krusauer Wassermühle bewahren und zu einem besonderen kulturhistorischen Komplex machen: (v. l.) Morten Anker Petersen, Anne Midtgaard Jønsson, Knud Erik Jørgensen und Jens Aabjerg von der Denkmalschutzgesellschaft „Danmarks Kutlurarv“.

Beim Workshop sollen diese Ansätze sowie neue Ideen der Teilnehmenden besprochen und nach Möglichkeit konkretisiert werden, so Aabjerg. Bei der Finanzierung erhofft sich die Gesellschaft Unterstützung von Stiftungen sowie von kulturhistorisch interessierten Unternehmen und Privatpersonen.

Aabjerg und Mitstreitende von „Danmarks Kulturarv ApS“ hatten die Krusauer Wassermühle 2023 der Kommune Apenrade für einen symbolischen Betrag abgekauft und damit den bereits beschlossenen Abriss verhindert.

Mit dem Freundeskreis „Kruså Vandmølles Venner“ hat die Gesellschaft Unterstützung bekommen. Die ehrenamtliche Gruppe kümmert sich um das Gelände und führt kleinere praktische Instandsetzungsarbeiten durch.