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Ab wann das Strandsegeln auf Röm wieder erlaubt ist

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Viele Strandseglerinnen und -segler kommen aus Deutschland nach Röm, um ihren Sport auszuüben. Hier kann kostenlos gefahren werden (Archivfoto).

Ende Mai kann die Strandsegelgemeinschaft vermutlich wieder ihre Segel setzen. Anträge, während des Segelverbots doch loszulegen, wurden reibungslos von der Polizei bewilligt, sagt der Betreiber der Strandsegelschule „Ourstuff“ auf Röm.

Die Wartezeit bis zu dem Tag, an dem auf Röm wieder Strandsegeln betrieben werden kann, scheint sich dem Ende zu nähern. Das Transportministerium hat mitgeteilt, dass das Verbot vermutlich Ende Mai aufgehoben wird. Geplant war Mitte des Monats.

„So lautet auch der Bescheid, den ich bekommen habe. Der Prozess hat sich um 14 Tage verzögert, wurde mir erzählt“, erklärt der Betreiber der Strandsegelschule „Ourstuff“ auf Röm, Henning Winum Bruun, auf Anfrage.

Verbot aus heiterem Himmel

Das Verbot traf die Fangemeinschaft des Strandsegelns wie ein Blitz aus heiterem Himmel. In einer Presseerklärung vom 28. Februar teilte die Polizei mit, dass das Strandsegeln ab 1. März verboten sei, da es mehrere besorgte Anfragen gegeben haben soll. Mit dem Verbot sollte Rücksicht auf andere Strandgäste genommen werden.

Die Polizei hatte in den vielen Jahren, in denen auf Röm und auch auf Fanø gesegelt wird, nicht bedacht, dass auf dem Strand die Straßenverkehrsordnung gilt. Das teilte ihr erst die staatliche Verkehrsbehörde mit.

Sportgeräte verkehrsuntauglich

Die Sportgeräte wurden als verkehrsuntauglich eingestuft. Sie seien eine Gefahr für andere Gäste am Strand, hieß es in der Erklärung, obwohl es nie zu einem Unfall mit Unbeteiligten zumindest auf Fanø und auf Röm gekommen ist. Dennoch wurde das Fahrverbot am 28. Februar erlassen, das auch für Kitebuggys und Blokarts gilt.

Doch es wurde kräftig von mehreren Seiten interveniert. Die Kommune Tondern (Tønder) schloss sich der Kritik von Gewerbetreibenden beider Inseln, des Tourismus, der Landespolitik sowie der betroffenen Sportlerinnen und Sportler an.

Nach langem Hin und Her wurde das Strandsegeln zur Chefsache des Transportministers Thomas Danielsen (Venstre). Es wurden neue Regeln erarbeitet, die bis zum 2. Mai als Bekanntmachung in die Anhörung gingen.

Sondergenehmigung bei Regatten

So lange mussten Veranstaltende, die Regatten oder größere Segelveranstaltungen ausrichten wollten, eine Sondergenehmigung bei der Polizei beantragen. Davon hat Winum Bruun mehrfach Gebrauch gemacht.

Es sei überhaupt kein Problem gewesen. Innerhalb eines Tages hatte er bereits die Genehmigung erhalten, berichtet Henning Winum Bruun, der vor fünf Wochen ein persönliches Gespräch mit Transportminister Thomas Danielsen geführt hat.

Mit einer neuen, kurzen Bekanntmachung werde die Ausübung des Sports wieder erlaubt, vermutlich ab Mitte Mai, damit nicht noch mehr Urlaubsgäste ihre Ferien absagen, die in der Erwartung, am Strand segeln zu dürfen, Sommerhäuser gemietet haben, erklärte Danielsen.

„Strandsegeln ist eine große Attraktion in diesen Regionen und konnte problemlos viele Jahre betrieben werden. Das wollen wir nicht mit einer zu straffen Gesetzgebung unterbinden“, erklärte Danielsen damals.

Mit Zustimmung der Grundeigentümerinnen und -eigentümer soll das Strandsegeln an diesen zehn Standorten erlaubt sein: Løkken, Blokhus, Vejers Strand, Børsmose Strand, Blåvandshuk, Rindby Strand, Fanø, Lakolk (Röm), Süderstrand (Röm) und Flyvestationen Værløse erlaubt sein.

Strandsegeln ist eine große Attraktion in diesen Regionen und konnte problemlos viele Jahre betrieben werden. Das wollen wir nicht mit einer zu straffen Gesetzgebung unterbinden.

Thomas Danielsen

Nach Informationen des „Nordschleswigers“ sollen im Zuge der Anhörung mehrere Einsprüche eingegangen sein, unter anderem vom Ornithologischen Verein.