Freizeit

Ab Mai vielleicht wieder Strandsegeln am Süderstrand auf Röm

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Kalli Stein (vorne) mit der Nummer S 129 auf dem Segel fährt seinem Mitstreiter davon (Archivfoto).

Verkehrsminister Thomas Danielsen macht der großen Fangemeinschaft des Landsegelns Hoffnung. Am Sonnabend findet die erste genehmigte Fahrt am Süderstrand statt. Karl-Heinz Stein von Röm sieht gute Chancen, dass das Verbot aufgehoben wird. In der Wartezeit borgte er der Polizei seine Bremse.

Die große Fangemeinschaft des Strandsegelns wittert Morgenluft und wartet gespannt auf eine Entscheidung des dänischen Verkehrsministers Thomas Danielsen (Venstre). Er hat in einem Interview mit „Danmarks Radio“ (DR) erklärt, dass das Verbot, das seit 1. März das Landsegeln an den Stränden der Nordseeinseln Fanø und Röm untersagt, aufgehoben werden kann. Dieses wurde zum Schutz anderer Strandgäste eingeführt.

Danielsen hat angekündigt, dass neue Regeln für das Strandsegeln bereits im Mai eingeführt werden könnten. Er habe keine Kenntnis von Unfällen, schon gar nicht von welchen mit Verletzten. Die Fahrzeuge müssten so ausgestattet sein, dass sie an den Stränden fahren dürfen, die von der Straßenverkehrsordnung umfasst sind. Zudem müsse aber die Anzahl der Strandsegler begrenzt werden, so der Minister.

Die Strandsegler vieler Freizeitsportlerinnen und -sportler sind ohne Bremsen ausgestattet. Bei der Elite, die Regatten fährt, ist eine Bremsvorrichtung vorgeschrieben.

Auch Karl-Heinz (Kalli) Steins Strandsegler hat eine Bremse, obwohl er ein erfahrener Sportler und in früheren Jahren die Silbermedaille bei den Europameisterschaften und Bronze bei den Weltmeisterschaften gewonnen hat. Der gebürtige Flensburger, der mittlerweile nicht mehr an Regatten teilnimmt, zog vor drei Jahren mit seiner Frau Jutta nach Röm.

Karl-Heinz (Kalli) Stein ist ein begeisterter und erfolgreicher Strandsegler.

Er hat aus eigenen Stücken eine Bremse an seinen Strandseglerwagen gebaut, „obwohl ich ja fahren kann und nicht bremsen muss“, sagt er.

In der Wartezeit, bevor er wieder loslegen kann, hat er der Polizei in Esbjerg zu Testzwecken seine Bremse geborgt. „Ein Strandsegler ist kein Spielzeug, sondern ein Sportgerät. Da muss die Sicherheit in Ordnung sein“, betont er.

Nach Informationen des „Nordschleswigers“ soll die Bremsfrage nicht mehr aktuell sein.

Erste genehmigte Fahrt

Kalli Stein hat seinen Strandsegler mit einer Bremse ausgestattet.

Ganz ohne Strandsegeln muss Kalli Stein aber nicht auskommen, bis eventuell neue Regeln in Kraft treten. Er wird am Sonnabend wieder sein Fahrzeug herausholen und an den Strand fahren, um an der ersten genehmigten Fahrt teilzunehmen. Wer Regatten und größere Segelveranstaltungen durchführen will, kann dies mit einer Sondergenehmigung der Polizei tun. Die erste erhielt der Besitzer der „Strandsurferskolen OurStuff“ von Röm, Henning Winum Bruun. Er hat Kalli Stein eingeladen, dabei zu sein. Gleichzeitig wird dieser seinem Freund bei der Betreuung einer größeren Schülergruppe unterstützen.