Stadtentwicklung

Nørreport: Wohnungen, Ärztehaus? – Politiker warten auf Investoren

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Ein Park ist für den Nørreport nur als mittelfristige Lösung gedacht.

Wie soll es im sogenannten Nørreportkvarter weitergehen? Nachdem 22 Millionen Kronen investiert wurden, muss dort etwas für das Stadtwachstum getan werden, waren sich die Ausschussmitglieder einig. Sie haben jetzt einen neuen Fahrplan für das Stadtgebiet entwickelt.

Demonstrationen, Street-Food-Festival und Theatervorführungen – das sind nur einige Veranstaltungen, die im sogenannten Nørreport-Park stattgefunden haben. Der Park ist eine Übergangslösung, denn der Stadtrat hat beschlossen, die Gebäude, die dort standen, zu kaufen und abzureißen.

Bis dort neue Wohnungen entstehen, sollte die Parkanlage als nützlicher Platzhalter dienen. Das Gelände mit den grasbewachsenen Hügeln ist jedoch inzwischen zum beliebten Teil der Innenstadt geworden.

Große Investition aus der Kommunalkasse

Jüngst hat sich der Kommunalausschuss für Planung, Technik und ländliche Räume (PTL) erneut mit der Zukunft des Gebietes beschäftigt, denn der Stadtrat hatte für den Kauf der Immobilien und deren Abriss 22 Millionen Kronen ausgegeben.

„Wir haben viel Geld investiert. Ob wir das wieder hereinbekommen, so wie es geplant war, ist allerdings fraglich“, sagt Kurt Asmussen.

Weg vom großen Wohnungsbauprojekt

Ursprünglich war dort ein Mietshaus mit hochwertigen Stadtwohnungen geplant. Das stieß bei der Bevölkerung jedoch auf Widerstand, und auch der eingeschaltete unabhängige Bauentwickler Realdania By & Byg schlug andere Ansätze vor. Deshalb hat der Stadtrat entschieden, das Vorhaben anders anzugehen.

Gemeinsame Projektentwicklung

Aus vier möglichen Zukunftsszenarien hat sich der Ausschuss unter der Leitung von Dorte Soll (Soz.) und ihrem Stellvertreter Kurt Asmussen (Schleswigsche Partei, SP) jetzt für eines entschieden: Es wird einen Vertrag zwischen der Kommune und einem Investor geben. Dieser hat ein eingeschränktes Vorkaufsrecht (betinget køberet) und entwickelt in Zusammenarbeit mit der Kommune das Projekt vor Ort. Die Kommune hat dabei ein Mitspracherecht.

Jetzt müsse ein Investor gefunden werden. Interessenten habe es in der Vergangenheit schon gegeben, sagte Dorte Soll gegenüber „JydskeVestkysten“.

Erst wenn Investor und Kommune gemeinsam ein Projekt entwickelt haben, kommt es zum endgültigen Kauf, und das Projekt wird umgesetzt.

Wie Kurt Asmussen berichtet, sei die Entscheidung für diese Lösung im PTL-Ausschuss einvernehmlich getroffen worden.