Eishockey

Medaille verpasst – Dänen haben dennoch WM-Geschichte geschrieben

Veröffentlicht Geändert
Jesper Jensen Aabo (41) ist nach der abschließenden Niederlage enttäuscht, aber dennoch voller Stolz.

Die Medaille wurde am Ende deutlich verpasst, dennoch haben Dänemarks Eishockeyspieler bei der Weltmeisterschaft Geschichte geschrieben.

Mit einem vor Turnierbeginn unvorstellbaren vierten Rang hat die dänische Eishockey-Nationalmannschaft ihre beste Platzierung der WM-Geschichte erzielt.

„Wir sind natürlich enttäuscht, ohne Medaille zu bleiben. Aber es ist ein historisches Ergebnis. Ich habe große Zweifel, ob dies jemals wieder passieren wird. Wir sind eine kleine Eishockeynation“, so Kapitän Jesper Jensen Aabo nach seiner 14. WM-Teilnahme zu „Ritzau“.

Nach dem Sensationssieg im Viertelfinale gegen Rekordweltmeister Kanada spielten die Dänen erstmals um die Medaillen. Davon waren sie am Ende dann doch weit entfernt. Die Klatschen beim 0:7 im Halbfinale gegen die Schweiz und beim 2:6 im Spiel um Platz drei gegen Schweden ändern aber nichts an einer historischen Weltmeisterschaft für Dänemark.

Der Woyenser Torwart Frederik Dichow konnte die Niederlage gegen Schweden nicht verhindern.

„Es war ein Abenteuer. Wir hofften, dass es nie enden würde. Es war ein wahr gewordener Traum. Wir haben am letzten Tag der Weltmeisterschaft gespielt. Es ist einfach etwas, worauf man stolz sein kann“, so Jesper Jensen Aabo: „Es besteht kein Zweifel, dass es für mich und für Dänemark die größte Weltmeisterschaft aller Zeiten war. In meiner Karriere gibt es nichts, was damit vergleichbar wäre. Ehrlich gesagt glaube ich auch, dass es in Zukunft schwierig sein wird, etwas Vergleichbares zu erreichen.“

Der dänische Kapitän freut sich darauf, das Kanada-Spiel mit einem kalten Bier in der Hand am Bildschirm anzusehen. Auch seine Mannschaftskameraden werden sich diese Bilder noch einmal ansehen.

„Ich bin wahnsinnig stolz. Ich bin gerührt, wie viele uns unterstützt haben. Den Sieg im Viertelfinale auf eigenem Eis gegen Kanada werden wir nie vergessen. Davon hatte ich nicht zu träumen gewagt“, sagt Nikolaj Ehlers zu „Viaplay“.