Deutsche Minderheit

„Haus Quickborn“: Filmprojekt sucht noch Gesichter aus der Region

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Das Haus Quickborn wird vom 10. November bis zum 5. Dezember zum Drehort für den gleichnamigen Psychothriller.

In Nordschleswig entsteht wieder ein Spielfilm für die deutsche Minderheit. Unter der Leitung des Kulturkonsulenten Uffe Iwersen soll ein Psychothriller mit dem Titel „Haus Quickborn“ entstehen. Jetzt werden noch Komparsinnen und Komparsen gesucht.

Wer schon immer mal in einem Film mitspielen wollte, bekommt nun die Gelegenheit dazu. Für den Psychothriller „Haus Quickborn“ sucht der Bund Deutscher Nordschleswiger (BDN) noch Freiwillige, die eine Konzertveranstaltung und eine Theateraufführung nachstellen sollen.

„Es sind keine Vorkenntnisse oder Ähnliches nötig, und eine Altersbegrenzung gibt es auch nicht“, sagt BDN-Kulturkonsulent und Produzent Uffe Iwersen, der circa 50 bis 80 Freiwillige sucht.

Bis zum 9. November können Interessierte sich auf der Seite des BDN anmelden. Die Drehtermine für die Komparsinnen und Komparsen sind am 16. November im Deutschen Gymnasium für Nordschleswig in Apenrade (DGN) und am 1. Dezember im Kulturhus in Tondern (Tønder). Es ist möglich, sich für einen oder beide Termine anzumelden. Ein Drehtag dauert voraussichtlich von 16 bis 20 Uhr.

Mischung aus Profis und Laien

Die Hauptdarstellerinnen und Hauptdarsteller in dem Psychothriller sind professionelle Schauspielerinnen und Schauspieler. Für die Nebendarstellerinnen und -darsteller wird hingegen hauptsächlich auf Laien zurückgegriffen. So spielt beispielsweise Freddy Hansen, der Hausmeister von Haus Quickborn, auch im Film diese Rolle. Mit dieser Besetzung soll die „regionale und sprachliche Authentizität“ bewahrt werden, heißt es.

Der neue Spielfilm für die deutsche Minderheit in Nordschleswig soll im Herbst 2026 erscheinen und „ein Kulturbeitrag der Minderheit zur eigenen Aufarbeitung der dunklen Nazi-Zeit“ werden, so Iwersen.

Für alle Freiwilligen wird es Suppe als Stärkung geben.

Alles an der Geschichte des Films habe einen realen Hintergrund, sagt Regisseur Luka Radovic. Für die historische Recherche von Figuren, das Verstehen von psychologischen Hintergründen und persönlichen Geschichten, gab es eine intensive Zusammenarbeit mit dem Deutschen Museum Nordschleswig.