Handball

TM Tønder demütigt SønderjyskE im Derby

TM Tønder demütigt SønderjyskE im Derby

TM Tønder demütigt SønderjyskE im Derby

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Sonderburg/Sønderborg
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Rolf Ravn und TM Tønder flogen mühelos an SønderjyskE vorbei. Foto: Karin Riggelsen

Die Tonderaner zeigten im Lokalderby den größeren Siegeswillen und fügten dem Rivalen eine empfindliche 23:28-Niederlage zu. Gemessen an diesem Derby sah SønderjyskE eher wie ein Absteiger aus als TM Tønder.

Der kleine Bruder hat dem großen Bruder wieder eins ausgewischt und darf nach dem ersten Auswärtssieg der Saison wieder auf den Klassenerhalt hoffen.

Die Handballer von TM Tønder haben auch das zweite Lokalderby der Saison verdient für sich entschieden, als sie SønderjyskE mit großer Leidenschaft mit 28:23 niederkämpften und den großen Rivalen wieder mit in den Schlamassel zerrten.

Die 2.103 Zuschauer im ausverkauften Skansen erlebten Abstiegskampf und Abstiegskrampf pur. Ein fürchterliches, niveauarmes Handballspiel, das nur von der Spannung lebte. Und gemessen an den 60 Minuten vom Donnerstagabend sah SønderjyskE eher wie ein Absteiger aus als TM Tønder.

Die Tonderaner zeigten den größeren Siegeswillen und musste trotz eines Aufbäumens des Gegners in der Schlussphase nicht einmal ernsthaft um die beiden Punkte zittern. SønderjyskE legte über weite Strecken einen leblosen Auftritt hin und verdarb sich selbst mit unzähligen technischen Fehlern und Fehlwürfen die Chance auf eine Wende, als sich diese in der zweiten Halbzeit bot.

Foto: Karin Riggelsen

Die Hausherren agierten bereits in der ersten Halbzeit im Angriff viel zu statisch, liefen sich in der TMT-Abwehr fest oder trafen im Abschluss oftmals nicht einmal das Tor. Die Tonderaner waren nicht nur in der Deckung, sondern auch im Angriff viel beweglicher und suchten schnell den Abschluss. Mit Erfolg.

Bis zum 8:8 (14.) blieb es ausgeglichen, doch TMT bestrafte die zunehmende Anzahl der SønderjyskE-Fehler, setzte sich innerhalb von drei Minuten auf 13:8 ab und führte nach 24 Minuten sogar mit 17:11, obwohl Oliver Nøddesbo Eggert Mitte der ersten Halbzeit verletzt ausschied. Lasse Hamann-Boeriths legte aber eine starke erste Halbzeit im Rückraum hin.

Die Tonderaner gingen unmittelbar nach dem Seitenwechsel mit 19:13 in Front, nahmen aber zu früh den Gang raus und spielten für eine Weile nur noch quer. SønderjyskE witterte Morgenluft, als Thorsten Fries einige Bälle hielt und man auf 17:20 (37.) und später auf 22:25 (52.) herankam, doch selbst die dicksten Chancen wurden in der Schlussphase vergeben. Die Bälle landeten beim immer stärker werdenden Christian Trans oder flogen zum Teil weit am Tor vorbei.

Das war schon erschreckend, was die Hellblauen im Angriff boten.

Die Tonderaner können dagegen neue Hoffnung schöpfen. Mit dem Rücken zur Wand haben sie eindrucksvoll zugeschlagen.

SønderjyskE - TM Tønder (13:18) 23:28
SønderjyskE: Thorsten Fries, Kristian Dahl Pedersen, Christian Lynggaard – Alexander Hansen (1), Simon Kristiansen (2), Claus Kjeldgaard, Frederik Børm (1), Christian Jensen (5), Kasper Olsen, Jacob Lyck, Kenneth Bach Hansen, Mikkel Hansen, Adam Nyfjäll (2), Aaron Mensing (7/4), Chris Holm Jørgensen (1), Mikkel Kjær Møller (2).
TM Tønder: Christian Trans, Mathias Mosel – Thomas Oesen, Thomas Schultz Clausen, Emil Bergholt (3), Oliver Nøddesbo Eggert (1), Jesper Redlefsen, Hans Martin Asmussen (3), Rolf Ravn (4), Niclas Thyssen (1), Martin Kærgaard Pedersen (2), Mads Thomsen, Kristian Stoklund Larsen (4/2), Lasse Hamann-Boeriths (4), Rune Hoyer Schrøder (5), Ulrik Nøddesbo Eggert.
Zeitstrafen: 1:1. Siebenmeter: 4:3.
Schiedsrichter: Mads Hansen/Martin Gjeding.
Zuschauer: 2.103 (ausverkauft).

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