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Sønderjyske-Trainer ist genervt – macht sich aber keine Sorgen

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Thomas Nørgaard ärgert sich über die verschenkten Punkte in Viborg und Fredericia.

Die Leistungen sind derzeit besser als die Ausbeute für die Sønderjyske-Fußballer, die nach fünf Spieltagen der Superliga auf einen Abstiegsplatz abgerutscht sind.

Abstiegsfragen werden nie im August entschieden, und das Abrutschen auf einen Abstiegsplatz ist auch nur eine Momentaufnahme, aber dennoch müssen sich die Sønderjyske-Fußballer ärgern, dass sie zuletzt gegen Viborg (0:1) und Fredericia (2:3) verloren und somit zwei Konkurrenten im Abstiegskampf unnötig Punkte geschenkt haben.

„Die Irritation ist markant größer als die Sorge um uns. Ich bin nicht in der Lage zu definieren, gegen wen wir am einen oder anderen Ende oder in der Mitte der Tabelle kämpfen müssen, aber es ist eigentlich egal gegen welchen Gegner wir gespielt haben. Wenn wir uns in der Superliga stabilisieren wollen, so wie wir es vorhaben, müssen wir solide genug sein, um nach solchen Leistungen auch zu punkten“, sagt Thomas Nørgaard zum „Nordschleswiger“.

Punkte verschenkt hatten die Hellblauen auch zum Superliga-Auftakt beim 1:1 gegen AGF, und unterm Strich sind vier Punkte aus den ersten fünf Spielen ein enttäuschender Saisonstart, denn da wäre viel mehr drin gewesen.

Die Sønderjyske-Kicker mussten zuletzt zwei Niederlagen in Folge einstecken.

„Ich bin kein Anhänger davon, nach fünf Spieltagen schon ein Urteil zu fällen, aber ich stimme zu, dass wir nach den fünf gezeigten Leistungen nicht genug Punkte herausgeholt haben. Das ärgert uns, und wir sind auch enttäuscht“, so der Sønderjyske-Trainer.

Abgeklärtheit verschwunden

Seine Mannschaft hatte in der Abstiegsrunde der vergangenen Saison über einen langen Zeitraum stets das Optimale aus den Spielen herausgeholt, doch trotz einer sehr guten Saisonvorbereitung und einem fast unveränderten Kader ist diese Abgeklärtheit in der Sommerpause irgendwie abhandengekommen.

„Es gibt Dinge, die wir besser machen müssen. In entscheidenden Momenten müssen bessere Entschlüsse gefasst werden. Wir sind recht gut darin gewesen, die gegnerischen Mannschaften aus der Balance zu bringen, aber aus der guten Ausgangsposition müssen wir mehr machen. Wir zögern, wenn wir abschließen müssten, und schließen überhastet ab, wenn ein zusätzlicher Pass die richtige Entscheidung gewesen wäre. Diese fehlende Abstimmung suchen wir im Moment“, meint Thomas Nørgaard.

Es sei eine Traineraufgabe, die richtige Konstellation zu finden, aber auch eine Spieleraufgabe, die Vorgaben umzusetzen.

Enttäuschung bei Kristall Mani Ingason nach dem entscheidenden Gegentor in der Nachspielzeit in Fredericia.

„Die Leistungen sind im Moment besser als die Ausbeute. Wir dominierten in Fredericia total und hätten 2:0 führen können, wenn wir bessere Entscheidungen getroffen hätten. Dann kam die ärgerliche Rote Karte. Das hat den Charakter des Spiels geändert. Wir sind zurückgekommen und die Frage war natürlich, ob wir nach dem Ausgleich uns mit dem einen Punkt zufriedengeben oder dem Sieg hinterherjagen sollten. Wir hatten das Momentum, und ich habe die Spieler nicht gebremst – ich hätte es wieder so gemacht“, sagt der Sønderjyske-Trainer.

Die Hellblauen empfangen am kommenden Sonntag Brøndby IF, danach wartet ein Auswärtsspiel in Silkeborg.