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SønderjyskE mit bester Saisonleistung – Sieg wurde aber verstolpert

SønderjyskE mit bester Saisonleistung – Sieg wurde aber verstolpert

SønderjyskE mit bester Saisonleistung – Sieg wurde aber verstolpert

Aarhus
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Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Fußballerisch haben die die SønderjyskE-Fußballer einen mächtigen Schritt nach vorne gemacht, aber in der Tabelle einen Schritt nach hinten.

Die Superliga-Fußballer von SønderjyskE haben ihre mit Abstand beste Saisonleistung geboten, waren phasenweise eine Klasse besser als AGF, mussten aber dennoch mit leeren Händen die Heimreise antreten. Es fehlte in den entscheidenden Situationen die Kaltschnäuzigkeit. Selbst die besten Torchancen wurden verstolpert, und so konnte AGF vor 8.346 Zuschauern in Aarhus einen ebenso unverdienten wie seltenen 1:0-Sieg gegen SønderjyskE feiern.

„Wir gewinnen immer in Aarhus“, sangen die SønderjyskE-Kicker schon desöfteren in den Katakomben unter dem Ceres Park. Vor ein paar Jahren hätte das Lied fast zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen Spielern beider Mannschaften geführt, doch das Lied gibt es nicht umsonst. Nur in wenigen Auswärtsarenen fühlen sich die Hellblauen wohler als in Aarhus. Ohne Niederlage aus den letzten sieben Auftritten in Aarhus waren die SønderjyskE-Kicker angetreten.

AGF begann forsch, hatte bereits in der zweiten Minute durch Jens Stage die erste Torchance und kam ein weiteres Mal gefährlich vors Tor, doch die guten Takte verpufften schnell. SønderjyskE übernahm das Kommando, es war zeitweise ein Spiel auf ein Tor. Die Hereinnahme von Niki Zimling in die Startelf hatte sich gelohnt. SønderjyskE hatte fußballerisch mehr drauf und kombinierte gefällig, doch vor dem Tor scheiterten die Gäste kläglich. Christian „Greko“ Jakobsen schob in der 18. Minute nach einer scharfen Hereingabe von Mart Lieder den Ball aus fünf Metern am Tor vorbei. Das Führungstor für die Gäste lag in der Luft, doch mitten in der SønderjyskE-Drangphase fiel das Tor auf der anderen Seite. Mustapha Bundu ließ mit einer simplen Körpertäuschung Nicholas Marfelt austanzen und traf zum 1:0 (34.). Der Linksverteidiger machte in dieser Situation keine gute Figur, doch es war nicht seine schlechteste Aktion der ersten Halbzeit. Marfelt verstolperte fünf Minuten später, als er aus drei Metern Entfernung den Ball nur noch ins leere Tor schieben musste. Der Ball prallte gegen den Pfosten.

SønderjyskE-Trainer Claus Nørgaard ging immer mehr Risiko ein, wechselte bereits früh in der zweiten Halbzeit offensiv aus, nahm den überforderten Marfelt vom Platz und brachte den gelernten Außenstürmer Søren Frederiksen als Linksverteidiger. In der Schlussphase wurden auch die kopfballstarken Kees Luijckx und Anders Egholm nach vorne geschickt. Niki Zimling, Johan Absalonsen und Kees Luijckx vergaben die besten von zahlreichen Möglichkeiten.

AGF hätte bei Konterchancen den Sack zumachen können, muss sich aber glücklich schätzen, in diesem einseitigen Spiel gepunktet zu haben.

AGF - SønderjyskE (1:0) 1:0
1:0 Mustapha Bundu (34.)
AGF: Aleksandar Jovanovic – Dino Mikanovic, Niklas Backman, Jesper Juelsgård, Björn Daniel Sverrisson – Mustafa Amini, Adama Guira, Bror Blume (74.: Martin Spelmann) – Mustapha Bundu (60.: Kasper Junker), Jens Stage, Jakob Ankersen.
SønderjyskE: Sebastian Mielitz – Stefan Gartenmann (85.: Anders Egholm), Marc Pedersen, Kees Luijckx, Nicholas Marfelt (54.: Søren Frederiksen) – Johan Absalonsen, Niki Zimling (75.: Eggert Jonsson), Marcel Rømer, Christian „Greko“ Jakobsen – Mads Hvilsom, Mart Lieder.
Gelbe Karten: Adama Guira – Stefan Gartenmann, Kees Luijckx, Marcel Rømer, Mart Lieder.
Schiedsrichter: Mads-Kristoffer Kristoffersen.
Zuschauer: 8.346.

Nicholas Marfelt verlor den entscheidenden Zweikampf gegen Mustapha Bundu. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix
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