Eröffnung

Viele gute Wünsche für das Deutsche Museum Nordschleswig

Viele gute Wünsche für das Deutsche Museum Nordschleswig

Viele gute Wünsche für das Deutsche Museum Nordschleswig

Annika Zepke
Annika Zepke Journalistin
Sonderburg/Nordschleswig
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Die Eröffnung des Deutschen Museums in Sonderburg war ein Festtag für die deutsche Minderheit in Nordschleswig. Foto: Friedrich Hartung

Am Freitag war es endlich so weit: Das neue Deutsche Museum Nordschleswig wurde feierlich eröffnet. Diese besondere Veranstaltung nahmen viele Gäste als Anlass, um dem Museum einige gute Wünsche mit auf den Weg zu geben.

„Ich wünsche dem Museum, dass möglichst viele Menschen hierherkommen, um zu lernen, was es bedeutet, Minderheit zu sein und in Europa die Dinge zusammenzuführen“, so der Präsident des schleswig-holsteinischen Landtags, Klaus Schlie.

Viele Besucher soll das Museum in Zukunft haben, da waren sich die geladenen Gäste alle einig.

Auch Dänemarks Kulturministerin Joy Mogensen hat diesen Wunsch für das Museum: „Ich hoffe, dass viele Besucher in das Museum kommen. Und ich hoffe, dass es inspiriert, aber auch als Begegnungsstätte dient. Sowohl für diejenigen, die sich bereits für die Zusammenarbeit zwischen Mehrheit und Minderheit im Grenzland einsetzen als auch für Neue. Damit es eine Kultur bleibt, die wir weiterhin in der Gesellschaft leben.“

Museum als Ort der Begegnung

Bei der Eröffnungsveranstaltung durfte auch der Beauftragte der Bundesregierung für nationale Minderheiten, Bernd Fabritius, nicht fehlen. Selbstverständlich gab auch er dem Museum einige gute Wünsche mit auf den Weg: „Ich wünsche ihm eine möglichst tiefe Durchdringung, eine möglichst gute Aufnahme in der Gesellschaft, in der sich das Museum befindet; ich wünsche ihm viele Besucher und kluge, moderne Konzepte“. Letzteres habe das Museum bereits, so der Minderheitenbeauftragte.

Für Fabritius war es ein schönes und vor allem wichtiges Signal, dass das Deutsche Museum Nordschleswig trotz der Corona-Pandemie im Jahr des Grenzjubiläums eröffnet wurde.

Dass die Museumseröffnung in Nordschleswig in diesem Rahmen stattfinden konnte, erfreut auch den deutschen Botschafter in Dänemark, Detlev Rünger. Er ist vom Aufbau des Museums und seiner Dimension überzeugt. „Es leitet uns durch wesentliche Schritte der deutsch-dänischen Geschichte und der Geschichte der deutschen Minderheit in Dänemark. Es ist nicht zu viel und es ist didaktisch schön gemacht“, lautet Rüngers Fazit nach einem Rundgang durch dir Ausstellung.

Wie schon Dänemarks Kulturministerin wünscht auch er sich, dass das Museum ein Ort der Begegnung wird: „Ich wünsche mir, dass das hier eine Begegnungsstätte wird. Ich wünsche mir, dass es nicht nur ein Museum ist, sondern dass hier viele interessierte Menschen herkommen – aus Deutschland, aus Dänemark, Touristen aus aller Welt.“ Der Grundstein dafür sei dank der dreisprachigen Aufstellung des Museums bereits gelegt, so der Diplomat.

Ein besonderer letzter Arbeitstag

Auch wenn die Eröffnung des Deutschen Museums Nordschleswig aufgrund der Corona-Regelungen in deutlich kleinerem Rahmen und ohne Anwesenheit der dänischen Königin stattfinden musste, so ist Anke Meyer, stellvertretende Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland in Dänemark, dennoch froh über die gelungene Einweihungsveranstaltung: „Es ist so wichtig, dass im Jubiläumsjahr 2020 zumindest diese Veranstaltung stattgefunden hat, denn ich glaube, was uns allen am meisten fehlt, ist die Möglichkeit zusammenzukommen und sich auszutauschen.“

Für Meyer hatte die Museumseröffnung noch eine andere Bedeutung: Es war ihr letzter Arbeitstag als Gesandte der Bundesrepublik Deutschland in Kopenhagen und somit auch ihr letzter Tag als Verantwortliche für den Kontakt zur deutschen Minderheit in Nordschleswig. Nach fünf Jahren in Dänemark geht es für die Diplomatin zurück nach Berlin. Dass die Einweihung des Museums der deutschen Minderheit ihre letzte Amtshandlung war, freut sie daher besonders: „Ich finde es unheimlich angemessen, dass mein allerletzter Arbeitstag hier mit der Minderheit war.“

Das wünschen die Nordschleswiger

Doch nicht nur die Gäste aus der Politik, auch die Nordschleswiger selbst hatten ein paar besondere Wünsche für ihr Museum parat. Neben vielen Besuchern wünscht Andreas Cornett dem Museum und auch der liebevoll bemalten Unterführung, dass sie frei von Schmierereien und Graffiti bleiben.

Ebenso freut sich Schulrätin Anke Tästensen privat wie beruflich über die Eröffnung. Sie wünscht sich vor allem, dass viele Schulklassen ihren Weg in das Museum finden.

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