Zukunft des Knivsberges

Auf der Suche nach den eigenen Stärken

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Auf der Suche nach den eigenen Stärken

dodo
Apenrade/Aabenraa
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Lasse Tästensen soll den Knivsberg in eine bessere Zukunft führen. Foto: Archiv K. Riggelsen

Am Mittwoch hat der erste Workshop zur Zukunft des Knivsberges stattgefunden. In den kommenden Monaten soll nun ein Leitfaden entstehen, wie die offenen Veranstaltungen der Bildungsstätte künftig mit Leben und Teilnehmern gefüllt werden können.

„Wir wollen nicht mehr alles machen, aber das, was wir machen, soll richtig gut sein“, sagt Lasse Tästensen. Der Abteilungsleiter des Deutschen Jugendverbandes für Nordschleswig (DJN) und seit kurzem auch Knvisbergleiter in Personalunion. Am Mittwoch hat er sich mit den Projektmitarbeitern des Knivsberges, den DJN-Sportlehrern sowie Uffe Iwersen, Jana Surkus und Thore Naujeck vom Bund Deutscher Nordschleswiger (BDN) zusammengesetzt, um der Frage nachzugehen, wie es künftig auf dem Knivsberg weitergehen soll.

„Das Ziel war und ist es auch weiterhin, einen roten Faden zu erarbeiten, wie wir die offene Knivsbergarbeit voranbringen können“, sagt Tästensen.

Von Schulen, Kindergärten oder anderen Verbänden wird der Berg bereits gut genutzt und angenommen, nun gehe es darum, die Leute auch bei den vom Knivsberg selbst durchgeführten Veranstaltungen in die Bildungsstätte zu locken, betont der DJN-Abteilungsleiter.

Fünf Stunden wurde am Mittwoch beraten, Ideen gesammelt und diskutiert.

Wichtige Bereiche

Auch wenn sich der gesamte Prozess noch am Anfang befindet, wurde bereits eine grobe Zielsetzung festgelegt.

„Wir waren uns einig, dass es eine Illusion ist, alles für alle machen zu können, so wie es bisher gefordert war. Es wurde zu breit zu viel erwartet. Wir wollen nun herauszufinden, in welchen Bereichen der Knivsberg wirklich gut sein kann, damit die Leute später genau wissen, wofür der Knivsberg steht“, sagt Tästensen.

Doch welche Bereiche sind das, auf die man sich künftig auf dem Knivsberg fokussieren möchte?

„Der Prozess steht erst am Anfang. Wir haben erst ein Treffen hinter uns, so etwas macht man nicht an einem Tag – dennoch kann man jetzt schon sagen, dass Bereiche wie Kultur, Sport, Geschichte und Natur sicherlich Eckpfeiler sein werden“, so der neue Leiter des Knivsberges.

So könne er sich beispielsweise vorstellen, dass es künftig Kochkurse für Kinder geben könnte, Physiotherapeuten aus den Reihen des Jugendverbandes Kurse zum Umgang mit dem eigenen Körper geben könnten und mehr Musikveranstaltungen auf dem Knivsberg stattfinden.

Neue Rollen für Sportlehrer und Projektmitarbeiter

Um dies umzusetzen, sollen unter anderem die Sportlehrer, die bereits für den DJN in der Vereinsarbeit tätig sind, stärker auf dem Knivsberg mit eingebunden werden. „Jeder von ihnen hat verschiedene Stärken und Spezialgebiete, die wollen wir zur Geltung kommen lassen“, betont Tästensen.

Auch die beiden bisherigen Projektmitarbeiter des Knivsberges, Elisabeth Simon und Felix Neubert, sollen eine neue Rolle bekommen. „Wir stehen am Anfang und es gibt noch keinen genauen Plan, wie jetzt was ablaufen wird, aber nach meiner Vorstellung sollen die beiden mehr Verantwortung für die Umsetzung unserer neuen Strategie bekommen. Im Grunde wird für sie nichts anders als bisher. Beide haben einen großen Anteil daran, das der Berg heute das ist, was er ist. Sie sind das Gesicht des Berges nach außen. Künftig geht es nun darum, dass der Fokus verstärkt auf die offenen Veranstaltungen gelegt wird“, so Tästensen.

Damit die künftige Strategie auch Erfolg hat und die Leute von den Veranstaltungen erfahren, wurde am Mittwoch ein weiterer wichtiger Punkt ausgemacht, an dem es zu arbeiten gilt: das Marketing: „Das ist ein entscheidendes Steckenpferd, an dem wir arbeiten müssen. Es reicht heute einfach nicht mehr aus, eine Anzeige im Nordschleswiger zu schalten, um die Leute auf den Knivsberg zu bekommen. Wir müssen uns überlegen, über welche sozialen Medien wir welche Ziel-Gruppen erreichen.“

Bekanntgabe im Oktober

Auch einen groben Zeitplan gibt es bereits: Im Oktober sollen die neuen Veranstaltungen für das kommende Jahr vorgestellt werden. 2021 soll dann an den genauen Umsetzungen und den Abläufen gearbeitet werden. „Wir wollen uns bei dem Ganzen Zeit nehmen. So eine Umstrukturierung benötigt das einfach. Wir müssen jetzt erst einmal alle umdenken“, so Lasse Tästensen.

Er kann deshalb sogar etwas Positives aus der Corona-Krise und den Shutdown-Maßnahmen ziehen. „Man muss sicherlich sagen, dass es uns für unsere Planungen hilft, dass wir durch den Ausfall des Knivsbergfestes und der 2020-Veranstaltungen nicht bis zum Kopf in Arbeit stecken.“

Lasse Tästensen ist mit dem Beginn der neuen Reise zufrieden: „Ich war sehr glücklich, als ich beim Treffen gesehen habe, dass alle Lust haben, den neuen Weg mitzugehen. Meine Aufgabe ist es jetzt, die ganzen Ideen und den Elan von allen Beteiligten in einem Konzept zusammenzubringen. Darauf freue ich mich.“

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