Deutsche Minderheit

Knivsbergfest: Alle zahlen mit

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
Apenrade/Aabenraa
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Knivsbergfest
Das Knivsbergfest ist ein Publikumsmagnet. Die Minderheitenverbände präsentieren sich und ein umfangreiches Programm bietet Unterhaltung. Foto: Karin Riggelsen (Archivbild)

Das Sommerfest der Minderheit war bislang ein teures Vergnügen und ausschließlich ein finanzielles Anliegen für den Jugendverband. Nun kommt Hilfe vom BDN.

Das Knivsbergfest ist ein teures Vergnügen – denn mit dem Erfolg wächst auch der Unterschuss. Da sich das Knivsbergfest in den vergangenen Jahren vom sterbenden Handballturnier zum blühenden Sommerfest der gesamten deutschen Minderheit in Nordschleswig entwickelt hat, sind die Kosten entsprechend gestiegen. In diesem Jahr lagen sie bei 450.000 Kronen – das sind bei etwa 4.000 Besuchern umgerechnet 100 Kronen pro Gast.

Im Haushalt stehen dem Jugendverband aber nur 315.000 Kronen zur Verfügung. 140.000 Kronen musste der Verband „aus eigener Tasche“ finanzieren. „Der Ansatz entspricht einem Knivsbergfest so wie wir es 2012 hatten. Nicht dem Sommerfest von heute“, sagt Vereinskonsulent Lasse Tästensen. „Außerdem belasten wir den Jugendverband mit weiteren Kosten. Hinzu kommt, dass wir neue Pläne für kommende Knivsbergfeste haben.“

Denn: Je mehr Kinder und Gäste hinzukommen, umso mehr muss auf die Beine gestellt werden, erklärt Tästensen.
Neben Aktivitäten müssen neue Bereiche auf dem Berg einbezogen werden, um ausreichend Platz für Besucher zu schaffen. Das bedeutet: In die Infrastruktur auf dem Berg muss investiert werden.

Aus diesem Anlass hat der Hauptvorstand des Bundes Deutscher Nordschleswiger auf seiner Hauptvorstandssitzung den Haushalt des Knivsbergfestes mit Mitteln aus dem Nordschleswig-Topf um 251.000 auf 566.000 Kronen aufgestockt.

Außerdem werden 2019 und 2020 jedes Jahr bis zu ca. 500.000 Kronen in die Renovierung der Mulde gesteckt. Das Geld kommt vom Land Schleswig-Holstein.

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