Inselleben

Neustart auf Aarö: Zehn Wohnungen zum Mieten so gut wie fertig 

HAB Technikchef Thomas Buthmann Jürgensen vor zwei der vier neuen Reihenhäuser auf der Insel Aarö.

Gefördert vom Staat, gebaut für neue Anwohnende: Auf Aarö sind zehn ebenerdige Mietwohnungen entstanden. Die Hälfte ist bereits vermietet. Wer sich für das ruhige Leben auf der Insel interessiert, kann Mitte März vorbeischauen.

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Zusammenfassung

  • Auf der Insel Aarö entstehen genossenschaftliche Reihenhäuser, die ab dem Frühjahr bezogen werden können.
  • Die HAB hat vier eingeschossige Neubauten mit insgesamt zehn modernen, barrierearmen Wohnungen errichtet, von denen fünf bereits vermietet sind.
  • Dank staatlicher Förderung sind die Mieten geringer als auf dem Festland, und Interessierte können das Inselleben ohne Immobilienkauf flexibel ausprobieren.

Diese Infobox wurde mithilfe von KI generiert und von der Redaktion geprüft.

Ab Frühling lässt sich auf der Insel Aarö (Aarø) im Kleinen Belt genossenschaftlich wohnen (wir berichteten). Wer an einem Leben auf der Insel interessiert ist, kann am Sonnabend, 14. März,  einen Blick auf die neuen Reihenhäuser werfen. Am Tag der offenen Tür der Wohnungsbaugenossenschaft können Interessierte von 10 bis 12 Uhr eine Wohnung auch von innen unter die Lupe nehmen.

„Der Nordschleswiger“ konnte schon einmal vorab eine Wohnung sehen und traf HAB-Technikchef Thomas Buthmann Jürgensen am Fähranleger in Aarösund (Aarøsund).

Dort bahnte sich die Fähre ihren Weg durch eine dünne Eisschicht, die einen Teil des Sunds noch am späten Vormittag bedeckte.

Infomaterial auf der Fähre

Zu Fuß geht es in strahlendem Sonnenschein auf die Fähre; Thomas Buthmann Jürgensen schaut nach, ob noch genug Infomaterial im Ständer vor dem Fahrgastraum ausliegt, das auf das Bauprojekt hinweist. 

Vereister Teich neben einer schmalen Straße in verschneiter Winterlandschaft unter blauem Himmel.
Von der Fähre geht es über die Niederungsfläche zum Dorf.

Das Auto ist in Aarøsund geblieben; es sind nur wenige Hundert Meter vom Hafen über die Niederungsfläche zum Dorf. Dort die Anhöhe herauf, noch bevor Brummersgaard erreicht ist, liegen die insgesamt vier Neubauten linker Hand. Kurz hinter der Fähre sagt Thomas Buthmann Jürgensen: „Merkst du das, es ist anders hier auf der Insel, viel ruhiger und entspannter."

„Innen sind wir fantastisch im Zeitplan, nur die Außenflächen, da sind wir hinterher. Das Wetter hat nicht mitgespielt“, ergänzt Jürgensen, und der Schnee knarzt unter den Winterstiefeln auf dem Weg zum Eingang. Vier langgestreckte Reihenhäuser hat HAB errichten lassen, die insgesamt zehn Wohnungen Platz bieten. Die Häuser sind eingeschossig, verklinkert. Vor der Wohnung, die der Technikchef öffnet, verrichtet eine Wärmepumpe leise summend ihren Dienst.

Fünf Wohnungen vermietet

Die Wohnung gehört zum großen Typ mit 101 Quadratmetern. Sie bietet viel Licht, ein Arbeitszimmer, ein Schlafzimmer und eine Wohnstube, die in die Küche übergeht. Alles, außer dem Laminatfußboden, ist in Weiß gehalten, auch die Deckenpaneele. Schränke gibt es im Schlafzimmer und einen im Eingang. Es wird ebenerdig gewohnt. Draußen gibt es zehn Parkplätze, für jede Wohnung einen, und ein Stromkabel ist unter jedem Parkplatz verlegt, sollten Mieterinnen und Mieter sich eine Ladebox für ein E-Auto anschaffen wollen.

Lange eingeschossige Backstein-Reihenhäuser im Schnee unter klarem blauem Himmel.
Zwei der vier Neubau-Reihenhäuser der Genossenschaft auf Aarö warten im winterlichen Sonnenschein auf neue Inselbewohnerinnen und -bewohner.

Info

Wer eine Wohnung bei HAB mieten will, muss  Mitglied der Genossenschaft werden, die Jahresgebühr beträgt 200 Kronen. . 

Weitere Informationen unter www.hab-bolig.dk

„Fünf Wohnungen haben wir schon vermietet“, sagt der Technikchef – bleiben noch fünf übrig. 

Für wen eignet sich eine solche Wohnung auf der Insel? „Für jeden“, sagt Thomas Buthmann Jürgensen und weist darauf hin, dass eine Mietwohnung ideal dafür sei, das Inselleben auszuprobieren, weil man kein Wohneigentum kaufen müsse. Dabei werden 7.030 beziehungsweise 7.718 Kronen pro Monat fällig – je nach Wohnungsgröße. 

„Hätten wir die Häuser auf dem Festland gebaut, wäre die Miete jeweils rund 1.000 Kronen höher gewesen”, sagt Buthmann Jürgensen. Die staatliche Förderung von 4,5 Millionen Kronen macht es möglich.

Supermarkt in Ösby

Ein wenig mehr Planung und Zeit ist aber nötig. Einkaufen lässt sich beispielsweise in der Saison im kleineren Rahmen im Campingladen auf der anderen Seite der Insel; die nächste, größere Einkaufsmöglichkeit liegt auf dem Festland in Ösby (Øsby).

Thomas Buthmann Jürgensen inspiziert eine der zehn Wohnungen.
Thomas Buthmann Jürgensen inspiziert eine der zehn Wohnungen.

Zurück zum staatlichen Zuschuss: Den gibt es, weil der Staat das Inselleben fördern möchte. Wobei in einer ersten Runde nur die großen Inseln zum Zuge kamen, was zu Unmut führte. Nun profitiert auch Aarö. 

Jürgensen lobt die lokale Inselgemeinschaft: „Die machen viel hier“, sagt er und weist auf den Nachbartisch auf der Fähre hin, die sich nun wieder auf der Fahrt Richtung Festland durch den Sund schraubt. Dort weist ein Wollknäuel, versehen mit QR-Code, schon einmal auf das Strickfestival im Mai hin.