Infrastruktur

Rund 7 Millionen Kronen aus der Kommunenkasse für den Flughafen Sonderburg

Der Flughafen in Sonderburg kann jetzt seine Sicherheit verbessern.

Die Kommune Sonderburg will den Flughafen 2026 mit knapp 6,9 Millionen Kronen unterstützen – obwohl die Verlustgarantie eigentlich sinkt. Der Stadtrat muss nun in letzter Instanz darüber entscheiden, wie viel Geld weiter in Start- und Landebahn vor der Haustür fließt.

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Zusammenfassung

  • Die Kommune Sonderburg plant 2026 einen Betriebskostenzuschuss von 6,86 Millionen Kronen für den Flughafen Sonderburg.
  • Der Zuschuss darf nur nachgewiesene Verluste und eine begrenzte Gewinnspanne abdecken und ist bereits im Haushalt 2026 eingeplant.
  • Trotz einer im Haushalt beschlossenen jährlichen Senkung der Verlustgarantie um 3,5 Millionen Kronen bis 2028 soll der Flughafen weiter unterstützt werden.

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Ein Flughafen vor der eigenen Haustür kostet Geld, und so musste der kommunale Ökonomie- und Strategieausschuss der Kommune Sonderburg (Sønderborg) über den jährlichen Zuschuss für den Flughafen beraten. Das Gremium empfiehlt dem Stadtrat nach seiner jüngsten Sitzung, 2026 einen Betriebskostenzuschuss von 6,86 Millionen Kronen an den Flughafen Sonderburg zu bewilligen.

Der Zuschuss darf generell nur nachgewiesene Betriebsverluste und eine begrenzte Gewinnspanne des Flughafens decken. Die Kommune kann solche Zuschüsse für bis zu drei Jahre bewilligen und meldet sie der EU-Kommission und der dänischen Wirtschaftsbehörde.

Die schwarzen Propellermaschinen von Alsie Express bedienen die Fluglinie zwischen Sonderburg und Kopenhagen.

Die Verwaltung für Wirtschaft und Arbeitsmarkt erklärte im Vorfeld, dass der Zuschuss den Haushalt nicht zusätzlich belastet, weil die Kommune ihn aus dem bereits bewilligten Budgetrahmen finanziert. Am kommenden Mittwoch entscheidet der gesammelte Stadtrat über die Sache.

Kürzung beim festen jährlichen Zuschuss

Der Flughafen Sonderburg

  • Der Flughafen Sonderburg (SGD) liegt wenige Kilometer außerhalb Sonderburgs auf der Kær-Halbinsel an der Augustenburger Förde. Er besitzt eine asphaltierte Start- und Landebahn mit 1.797 Metern Länge. Rund 60.000 Passagiere nutzten den regionalen Flughafen im Jahr 2025.
  • Vom Flughafen Sonderburg starten neben den täglichen Linienflügen nach Kopenhagen auch saisonabhängige Verbindungen, darunter Charterreisen zu beliebten Urlaubszielen und eine saisonale Route nach Bornholm.

Der Flughafen hat seit 2020 neue Besitzverhältnisse: Vor dem Verkauf gehörte der Flughafen Sonderburg der Kommune, die den Airport zuvor in kommunaler Regie betrieb und dann in das Gesellschaftsmodell Sønderborg Lufthavn A/S überführte.

Der Flughafen Sonderburg gehört seitdem der Kommune und der Bitten-und-Mads-Clausen-Stiftung, die den Airport seit 2021 als Gesellschaft Sønderborg Lufthavn A/S betreiben.

Die Kommune sichert dem Flughafen seitdem jedes Jahr mindestens 8,5 Millionen Kronen zu, wenn am Ende des Jahres ein Minus steht und das Geld nur den laufenden Betrieb deckt. Seit dem Verkauf nutzt der Flughafen diese Garantie komplett. 

Eigentlich muss die Kommune den Flughafen zurückkaufen, wenn sie diesen Mindestbetrag nicht zahlt.

Für den Ausbau von Flughafen und Infrastruktur investiert die Eigentümergemeinschaft insgesamt 212 Millionen Kronen, davon zahlt die Bitten-und-Mads-Clausen-Stiftung 46 Millionen Kronen für die Erweiterung und zusätzlich die komplette neuen Terminalgebäude, die sie später an den Flughafen vermietet.

Doch die Kommune legte im Haushalt 2025 einen neuen Kurs fest: Sie will die Wirtschaftsförderung umstellen und die Verlustgarantie für den Flughafen in den Jahren 2025 bis 2028 jedes Jahr um 3,5 Millionen Kronen senken. Das freiwerdende Geld fließt in die Entwicklung von Wirtschaft, Handel und Tourismus.

Der Flughafen Sonderburg finanziert den laufenden Betrieb aus mehreren Quellen. Den größten Posten trägt die Kommune Sonderburg mit einem jährlichen Betriebskostenzuschuss, der Defizite im Haushalt des Flughafens bis zu einer festgelegten Obergrenze ausgleicht. Hinzu kommen Einnahmen aus dem Flugbetrieb, etwa Passagierentgelte, Start- und Landegebühren sowie weitere Gebühren nach dem Tarifregulativ. 

Außerdem fließen Gelder der Bitten-und-Mads-Clausen-Stiftung in den Flughafen und den Flughafenumbau.