Nordschleswig kompakt

Kurz und knapp: Neues aus Nordschleswig

Kurz und knapp: Neues aus Nordschleswig

Kurz und knapp: Neues aus Nordschleswig

DN
Nordschleswig
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Sommer in Nordschleswig – hier auf Röm (Rømø) Foto: Karin Riggelsen

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Nachrichten und Termine für den ganzen Landesteil aus Politik, Wirtschaft und Kultur.

Impfen ohne Termin

Vejle Bürgerinnen und Bürger, denen eine Corona-, Grippe- oder Pneumokokkenimpfung empfohlen wird, können seit Freitag ohne einen Termin eines der sieben Impfzentren in der Region Süddänemark besuchen, um sich impfen zu lassen. Das berichtet die Region in einer Pressemitteilung. Die Impfzentren befinden sich in Vejle, Kolding, Esbjerg, Sonderburg (Sønderborg), Apenrade (Aabenraa), Odense und Svendborg. dodo

Spruch des Tages

„Dass wir in dieser Gruppe nicht weiterkommen und sogar Letzter werden, ist ein Fiasko, das seinesgleichen sucht.“

Nicklas Bendtner, ehemaliger Nationalspieler, über das WM-Aus der dänischen Fußball-Mannschaft.

„Radio4“ hat neuen Moderator für deutsche Sendung

Mirco-Reimer Elster bekennt Farbe. Foto: Radio4

Aarhus Der bekannte „TV2“-Kommentator Mirco-Reimer Elster wird künftig die Radiosendung „Genau“ von „Radio4“ übernehmen. Reimer-Elster, der aus Schleswig und der dänischen Minderheit stammt, hat schon gleich bei seinem Amtsantritt Farbe bekannt – mit der deutschen Fahne. Mirco Reimer-Elster löst Thomas Schumann ab, der seit 2019 für das Deutschland-Programm „Genau“ verantwortlich war und sich als Redakteur mit dieser Sendung nicht nur journalistische Verdienste erworben hat. Er wechselt aus privaten Gründen seinen Wohnsitz von Dänemark nach China. dm

Fachleute tagten zu Mobilitätsbarrieren

Rendsburg/Pattburg Sozialversicherungs- und Steuerfragen für Arbeitnehmende in Grenzregionen standen im Mittelpunkt eines Fachseminars, das am Donnerstag und Freitag laut einer Pressemitteilung der Region Sønderjylland-Schleswig durchgeführt wurde. Das seit 2009 bestehende Grenznetz – eine Kooperation zur Förderung der Mobilität von Arbeitskräften – trifft sich zweimal jährlich, um einen fachlichen Austausch auf Expertenebene zu pflegen. Peter Hansen, Leiter des Regionskontors bezeichnete die Kooperation als „besonders wertvoll und fachlich einzigartig in Europa. Wir sind seit 2009 dabei und konnten viele Fälle durch die Hilfe der Kollegen lösen“. Zum Treffen am 24. und 25. November reisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus anderen Grenzregionen nach Rendsburg, um Fälle zu diskutieren, neueste Entwicklungen auf europäischer Ebene zu besprechen und Fachfragen zu klären. ket

„Ausgedünnte" Gemeinschaftssitzung

Leserbeitrag von Hanns Peter Blume

Kollund Die traditionelle vorweihnachtliche Gemeinschaftssitzung des Sozialdienstes Nordschleswig im Haus Quickborn war am Donnerstag von vielen Absagen geprägt, einige schon längerfristig, andere sehr kurzfristig, alle krankheitsbedingt. So wurde der erste Teil der Veranstaltung in einer halben Stunde abgewickelt; es wurden nur einige Zwischenberichte der fehlenden Ausschussvorsitzenden ohne Kommentare verlesen. Unter dem Punkt „Verschiedenes“ entspann sich dann eine längere Diskussion zu Themen wie „kritische Rückschau auf Veranstaltungen“ und „Vereinheitlichung bei der Gestaltung der Homepages“, die von den bezuschussenden Berliner Behörden mehr oder weniger gefordert wird.

Am Anfang der Sitzung hatte die Geschäftsführerin Ursula Petersen noch eine Ehrung nachgeholt. Ihren Vorgänger im Amt, Hans Grundt, hatte man wegen Corona-Beschränkungen im Frühjahr nicht wie vorgesehen verabschieden können. Das wurde jetzt nachgeholt.

Zum zweiten Teil, dem Grünkohlessen, hatten sich 32 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gegenüber einer sonst doppelt so großen Anzahl gemeldet. Das tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch. Ein Dank geht an das Küchenteam!

Einige Plätze blieben leer. Foto: Privat

Nahe dran an den Schrecken des Krieges in der Ukraine

Apenrade/Aabenraa Ein wahrer Russland- und Ukraine-Experte kommt am Montag, 28. November, in die Deutsche Zentralbücherei Apenrade. Jens Alstrup aus Feldstedt (Felsted)verfolgt das Geschehen in beiden Ländern seit Jahrzehnten, hat sie mehrfach bereist und sich mit Zivilisten, Politikern und Soldaten unterhalten. In seinem einstündigen, auf Dänisch gehaltenen Vortrag geht es um 1.000 Jahre Geschichte der Ukraine, die Hintergründe des Krieges und die aktuelle Situation. Beginn ist um 19 Uhr. dodo

Letzte diesjährige Ausgabe von „Sønderjysk Månedsskrift“

Nordschleswig Die Historische Gesellschaft für Nordschleswig weist auf die letzte diesjährige Nummer von „Sønderjysk Månedsskrift“ hin, die ganz im Zeichen des 100-jährigen Bestehens der Gesellschaft steht. Gleich mehrere Artikel im Heft befassen sich mit diesem runden Geburtstag. Daneben widmet sich Peter Dragsbo den hiesigen Giebelhäusern mit Erkern, die als etwas besonders Nordschleswigsches im heutigen Dänemark gelten. Line Krab hat das Urlaubstagebuch von Henny Marie Paulsen bearbeitet. Es gibt einen Einblick in das Leben zweier Mädchen während eines Sommerurlaubs im Süden Dänemarks in den späten 1940er Jahren. Die Grenzlandchronik von Poul-Erik Thomsen behandelt aktuelle Themen. Schließlich rezensiert Laura Najbjerg Hansen das Buch „Sønderjyske krigsfanger i Rusland 1914 bis 1918“ von Ingolf Haase. hm

 

Nordschleswigs Seefahrtsgeschichte nach 1920 lockt nach Sonderburg

Sonderburg/Sønderborg Die Vortragsreihe zur Seefahrtsgeschichte Nordschleswigs im Schloss von Sonderburg geht weiter. Wie entwickelte sich die Häfen im Grenzland kurz nach der Volksabstimmung 1920? Welche Bedeutung hatten die Butter- und Alkoholboote während des Zweiten Weltkrieges? Und wie entwickelte sich die nordschleswigsche Schifffahrt allmählich von der Fracht- zur Freizeitschifffahrt. Karsten Hermansen, Co-Autor von „Sønderjysk søfarts historie“, beantwortet all diese Fragen in seinem Vortrag. Er ist ein ausgebildeter Historiker, geboren auf Ærø, wo er nicht nur als Leiter des Museums in Marstal, sondern auch als Reiseleiter auf der Insel aktiv ist. Der Vortrag ist der dritte und letzte der Reihe und wird vom Museum Sønderjylland und der Historischen Gesellschaft für Alsen und Sundved organisiert. Er findet am Donnerstag, 24. November, ab 19.30 Uhr im Rittersaal des Sonderburger Schlosses statt. Der Eintritt kostet 75 Kronen. dodo

Isländische Weihnachtsstimmung in Flensburg

Flensburg/Flensborg Traditionelle isländische und nordische Weihnachtslieder, gepaart mit Geschichten über isländische Weihnachtstraditionen. Das alles bringt die Gruppe „Árstíðir“ Anfang Dezember nach Flensburg. Die Show findet seit 2008 jedes Jahr in derselben Kirche namens Frikírkjan im Herzen von Reykjavik statt. Sie hat sich zu einem beliebten Event unter den Fans der Band entwickelt. Seit 2018 trägt Árstíðir diese Tradition auch nach Europa, wo die Band in den Wochen vor Weihnachten auf Tour geht. Am Freitag, 2. Dezember, spielt die Band im Flensborghus in Flensburg. Tickets sind unter anderem unter ssf.billetten.dk sowie im Sekretariat des SSF (Sydslesvigsk Forening) in der Norderstraße 76 in Flensburg erhältlich. dodo

Deutsch-dänische Weihnachten in Niehuus

Niehuus Die in Kiel lebende Dänin Annie Laszig kommt am Mittwoch, 30. November, ab 19.30 Uhr, in die Alte Schule Niehuus, Schloßberg 36. Die Pastorin nimmt in einem Vortrag den „kleinen Unterschied“ zwischen dänischen und deutschen Weihnachtsbräuchen aufs Korn. ket

Sankelmarktagung „Spuren des Kalten Krieges“

Prof. Dr. Thomas Wegener Friis ist auch als Referent bei Veranstaltungen zur Vergangenheit der deutschen Minderheit wie 2021 auf dem Knivsberg beteiligt gewesen. Foto: Volker Heesch

Sankelmark Die Akademie Sankelmark lädt zu einer Tagung unter dem Titel „Die Spuren des Kalten Krieges“ ein. Die Veranstaltung vom Freitag, 25. November, bis Sonntag, 27. November, beleuchtet unter anderem Besonderheiten des Kalten Krieges im deutsch-dänischen Grenzland, das nicht weit von der „Frontlinie“ zwischen Warschauer Pakt und Nato an der Ostgrenze Schleswig-Holsteins lag. Die Tagungsleitung hat Prof. Dr. Thomas Wegener Friis von der Süddänischen Universität in Odense zusammen mit Akademieleiter Dr. Christian Pletzing. Wegener Friis wird unter anderem über die deutsch-dänischen Beziehungen berichten, die sich angesichts des Kalten Krieges nach dem Tiefpunkt aufgrund der Besetzung Dänemarks durch Nazi-Deutschland von 1940 bis 1945 verbesserten. Es gibt auch Vorträge und Besichtigungen zu Bunkern und Zivilschutz angesichts der Atomwaffengefahren und Informationen über Geheimdienstaktivitäten im Grenzland. Weitere Informationen unter www.sankelmark.de. hee

Spruch des Tages

„Gemessen am politischen Inhalt haben wir den grünsten Wahlkampf erlebt, den ich jemals gesehen habe. Laut Wahlergebnis gibt es nun eine Mehrheit im Folketing für die Sicherung eines Spritzmittelverbots auf 200.000 Hektar Fläche, auf und unter der sich das Grundwasser für die Wasserwerke bildet.“

Maria Reumert Gjerding, Präsidentin des Naturschutzverbandes „Danmarks Naturfredningsforening“ (DN), bei der Präsentation einer gemeinsamen Aufforderung der meisten grünen Organisationen Dänemarks an die künftige Regierung, bei den jetzt bei den Regierungsverhandlungen auf der Tagesordnung stehenden grünen Themen den Versprechungen Taten folgen zu lassen.

Verband der Kommunen fordert von neuer Regierung Tempo bei Klima- und Umweltschutz

Birgit S. Hansen leitet den Klima- und Umweltausschuss im Verband der Kommunen (KL). Foto: Frederikshavns Kommune

Frederikshavn Die Vorsitzende des Klima- und Umweltausschusses im Verband der dänischen Kommunen (KL), die sozialdemokratische Bürgermeisterin der Kommune Frederikshavn, Birgit S. Hansen, fordert das neu gewählte Folketing und die neue Regierung zu mehr Tempo auf dem Gebiet der grünen Umstellung und des Trinkwasserschutzes auf. „Ich hoffe, die Ansprüche hinsichtlich der Energiewende sind bei den Regierungsverhandlungen hoch, denn Eile ist bei der grünen Umstellung geboten“, so die Spitzenvertreterin des Verbandes der Kommune. Sie erinnert daran, dass aktuell bereits viele Kommunen schon aufgrund steigender Grundwasserspiegel und höherer Wasserstände an den Küsten vor Problemen stehen. Erforderlich sei ein Klimahandlungsplan, der den Kommunen die erforderlichen Finanzmittel zur Klimaanpassung sichert. Beim Ausbau der erneuerbaren Energiegewinnung müssten die Kommunen mehr Anteil an den Gewinnen der neuen Anlagen erhalten. Ganz wichtig sei auch ein stärkerer Einsatz beim Grundwasserschutz. hee

Spruch des Tages

„Wir müssen wohl bis 1950 zurückgehen, um etwas Vergleichbares zu finden.“

Las Olsen, Chefvolkswirt des Finanzunternehmens „Danske Bank“, gegenüber „Jyllands-Posten“ angesichts der Berechnung, dass aufgrund der Teuerungsrate von über zehn Prozent im 3. Quartal 2022 die Reallöhne um 5,2 Prozent unter dem Niveau des Vergleichszeitraums 2021 lagen.

Information über bleifreie Jagdmunition

Kopenhagen In Dänemark ist bereits seit Jahrzehnten die Verwendung von Bleischrot bei der Jagd mit Schrotflinten verboten, um die Umwelt vor Bleivergiftungen zu schützen. Am 1. April tritt auch ein Verbot des Einsatzes von bleihaltiger Munition in Gewehren in Kraft. Die staatliche dänische Umweltbehörde „Miljøstyrelsen“ hat eine Informationskampagne gestartet, um möglichst viele Jägerinnen und Jäger schon vor Inkrafttreten des Bleiverbots in Jagdgewehren zur Umstellung auf ungiftige Munition zu bewegen. Unter dem Link https://mst.dk/friluftsliv/jagt/god-jagt-uden-bly/ macht die Behörde Informationen zum Thema per Internet zugänglich. Außerdem gibt es die Broschüre „God Jagt uden bly“. hee

Spruch des Tages

„Die Banken sind klüger und vorsichtiger bei der Vergabe von Krediten gewesen als vor der Finanzkrise, mit Unterstützung neuer Anforderungen der Finanzaufsicht.“

Lars Krull, Experte für die dänischen Geldinstitute und Wissenschaftler an der Universität Aalborg gegenüber „Jyllands-Posten“ zur Frage der Robustheit der dänischen Banken angesichts einer sich abzeichnenden Rezession.

„Was heißt hier Minderheit?“ in Flensburg zu sehen

Flensburg/Flensborg „Was heißt hier Minderheit?“ lautet der Titel einer Ausstellung, die im Frühjahr im Bundestag eröffnet wurde und seitdem durch die Bundesrepublik auf Tour geht. Ab November 2022 ist sie für sechs Wochen in Flensburg in der Zentralen Hochschulbibliothek der dortigen Europauniversität, Auf dem Campus 3, zu sehen. In Deutschland genießen vier ethnische Gruppen besonderen rechtlichen Schutz: Die Sorben, die Friesen, die Dänen südlich der heutigen Staatsgrenze sowie die deutschen Sinti und Roma, die seit Jahrhunderten im heutigen Bundesgebiet verteilt leben. Erweitert um eine Expertin für die plattdeutsche Sprache, die in Norddeutschland ebenfalls lange vor dem aus dem Süden übernommenen Hochdeutschen verbreitet war, haben Fachleute aus diesen Minderheiten gemeinsam diese Ausstellung entwickelt. hee

Spruch des Tages

„Wir werden sehr zurückhaltend sein, und das müssen wir, weil die Regierung zurückgetreten ist. Wir sind nur eine geschäftsführende Regierung, und da muss man zurückhaltend sein.“

Mette Frederiksen (Sozialdemokraten), die geschäftsführende Staatsministerin, in einem Intervier mit der Nachrichtenagentur Ritzau auf die Frage, warum im Rahmen der Verhandlungen über die Bildung einer neuen dänischen Regierung noch nichts in Sachen eines „Akutpaketes" unternommen wird, auf das viele Bürgerinnen und Bürger, aber auch Unternehmen, hoffen, die aufgrund der gestiegenen Energieausgaben in Not geraten sind.

Unaufmerksamkeit im Blickpunkt der Verkehrsüberwachung

In dieser Woche versucht die Polizei, Handy-Sünder während des Autofahrens zu erwischen. Foto: Polizei für Nordschleswig und Südjütland

Apenrade/Aabenraa In der Woche vom 14. bis zum 20. November läuft auch in Nordschleswig eine Aktion der Polizei in Zusammenarbeit mit dem Rat für Verkehrssicherheit gegen verkehrsgefährdendes Verhalten. Im Mittelpunkt stehen Kontrollen, die darauf abzielen, unaufmerksame Autofahrerinnen und Autofahrer aufzuspüren – und sie möglichst zu besserem Verhalten zu erziehen. Die Verkehrssicherheitsaktion soll hauptsächlich die gefährliche Unsitte verringern, während des Lenkens eines Autos am Mobiltelefon zu hantieren. Der Rat für Verkehrssicherheit verweist darauf, dass 91 Prozent der Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer es laut Umfrage für nicht akzeptabel halten, dass beim Fahrzeuglenken das Handy bedient wird. Allerdings geben nur 74 Prozent der Leute an, dass sie nie mit dem Mobiltelefon hantieren. In den ersten zehn Monaten dieses Jahres hat die Polizei in Dänemark nicht weniger als 18.967 Vermerke in der Fahrerlaubnis registriert, weil ein Handy in der Hand während des Lenkens eines Autos bedient wurde. Allein 1.322 im Bereich der Polizei für Nordschleswig und Südjütland. hee

Spruch des Tages

„Ich erwarte nicht, dass eine neue Regierung mal gerade so eben um die Ecke zu finden ist. Es wird zu einem bestimmten Zeitpunkt eine neue Regierung kommen, aber niemand weiß, wie die aussehen wird.“

Mette Frederiksen (Sozialdemokraten), die geschäftsführende dänische Regierungschefin, nach weiteren Verhandlungen mit verschiedenen Parteien über die Bildung einer neuen Regierung unter Beteiligung von Parteien des roten und des blauen Lagers.

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