Danmarks Radio

Minderheiten und Vermittlung: Das steht im Staatsvertrag

Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
Kopenhagen
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Kulturministerin Mette Bock (Liberale Allianz) stellt den Staatsvertrag vor. Foto: Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix

Im Staatsvertrag wird der Rahmen für die Programmgestaltung bei Danmarks Radio in den kommenden fünf Jahren festgelegt. Auch die Minderheiten werden erwähnt.

Am Dienstag hat das Kulturministerium den Staatsvertrag („public service-kontrakt“) für die Jahre 2019 bis 2023 vorgelegt.

Einige zentrale Punkte:

  • DR soll sich inhaltlich auf Nachrichten und Aktualität, Kultur, Kinder und Jugendliche, Bildung, Ausbildung und Lehre und die regionale Berichterstattung konzentrieren.
  • Im regionalen Bereich soll der Sender die „Vielfalt in den verschiedenen Teilen des Landes widerspiegeln“, heißt es. Auch die „Minderheiten im Grenzland“ werden hierunter, anders als im vorherigen Staatsvertrag, explizit genannt. DR soll diesbezüglich im Jahresbericht darlegen, wie es im abgelaufenen Jahr um die Berichterstattung über die Minderheiten bestellt war.
  • 2020 soll DR nur noch DR1, DR2 und DR Ramasjang als Fernsehsender anbieten.
  • Das TV-Angebot im Internet soll ausgebaut werden. Der digitale TV-Service DR TV soll künftig mehr Gewicht auf Gesellschafts- und Kulturthemen legen und den Inhalt auf jüngere Zielgruppen ausrichten.
  • Inhalte der abzuschaffenden Sender DR3 und DR Ultra sollen weiter auf DR TV angeboten werden.
  • 2020 sollen nur fünf Radiokanäle übrig bleiben.
  • Auf P3 und P4 soll der Anteil „dänischer Musik“ auf jeweils 48 Prozent angehoben werden.
  • Insgesamt 2,4 Milliarden Kronen aus den DR-Mitteln der kommenden fünf Jahre sollen an externe Anbieter gehen, zum Beispiel im Bereich Produktion.
  • Die Verteilung der Ressourcen soll transparenter dargestellt werden.
  • Behinderte sollen mehr berücksichtigt werden, unter anderem durch bessere Untertitel und besserer Zugänglichkeit der Online-Angebote.
  • Chor und Orchester bleiben erhalten.
  • Danmarks Radio soll „deutlich machen, dass unsere Gesellschaft auf der Demokratie aufbaut und seine Wurzeln im Christentum hat“.

Quelle: Kulturministerium

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