Streitthema

Neuer Anlauf für einen Wolfs-Plan

Neuer Anlauf für einen Wolfs-Plan

Neuer Anlauf für einen Wolfs-Plan

dodo/Ritzau
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Wölfe sind ein Streitthema in Dänemark. Foto: Patrik Stollarz / AFP / Ritzau Scanpix

Nachdem der Wildverwaltungsrat sich Anfang des Jahres nicht darüber einigen konnte, wie mit dem Wolfsbestand und „Problemwölfen“ in Dänemark umgegangen werden soll, wird nun ein neuer Versuch gestartet.

Für wie viele Wölfe ist Platz in Dänemark? Was tut man mit Wölfen, die wiederholt Nutztiere angreifen und keine Scheu vor dem Menschen haben?

Das sind zwei der Fragen, mit denen sich der Wildverwaltungsrat (Vildtforvaltningsrådet ) Anfang des Jahres beschäftigt, und um die er gestritten hat – und die dazu führten, dass das Gremium, das der Regierung beratend zur Seite steht, ohne Einigung über einen neuen Wolfs-Plan auseinanderging.

Neuer Versuch

Nun will der Rat jedoch einen neuen Versuch starten, einen Plan auszuarbeiten. „Ich hoffe und glaube, dass wir es hinbekommen können. Sonst würden wir es nicht noch einmal versuchen. Ich bin aber auch realistisch und muss sagen, dass dies eine unglaublich schwere Aufgabe wird“, so der Vorsitzende des Wildverwaltungsrates, Jan Eriksen, zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Der erste Wolfs-Plan wurde 2014 erarbeitet, nachdem zwei Jahre zuvor ein toter Wolf im Nationalpark Thy gefunden worden war. Seitdem ist der Wolfsbestand in Dänemark stark angestiegen.

Experten schätzen, dass es mindestens vier ausgewachsene Wölfe und sechs Welpen in Jütland gibt.

„Das ist ein hoch spannendes Thema in allen Bereichen. Es gibt wirtschaftliche Interessen und Probleme mit Angst, die wir sehr ernst nehmen müssen. Es wird schwer, aber ich glaube, es gibt eine Chance“, so Eriksen.

Einigung bis Ende 2020 angestrebt

Als größte Knackpunkte in den Verhandlungen nennt er die Fragen, wie viele Wölfe in Dänemark leben dürfen und was mit sogenannten Problemwölfen passieren soll.

Jan Eriksen geht davon aus, dass der Wildverwaltungsrat der Regierung bis Ende 2020 eine Empfehlung für einen neuen Wolfs-Plan vorlegen kann.

Mehr lesen