Verkehr

Wirtschaftsweiser empfiehlt höhere Zulassungsgebühr auf E-Autos

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E-Autos werden in Dänemark durch eine geringere Zulassungsgebühr gefördert.

Der Verkauf von reinen E-Autos läuft gut in Dänemark. So gut, dass nun die Forderung im Raum steht, den Rabatt bei der Zulassungsgebühr zu verringern.

Lars Gårn Hansen, Professor für Umweltwirtschaft an der Universität Aarhus und Wirtschaftsweiser, ist der Meinung, dass die Zulassungsgebühr auf E-Autos erhöht werden sollte. Als Grund nennt er die guten Verkaufszahlen in Dänemark. Diese würden es ermöglichen, schneller als geplant wieder zu einer einheitlichen Abgabe für E-Autos und Pkws mit Verbrennungsmotor zu kommen, so Hansen gegenüber „Altinget“.

Seit einigen Jahren ist in Dänemark die Zulassungsgebühr auf E-Autos niedrig – ein politischer Beschluss, um den Verkauf dieser Fahrzeuge anzukurbeln. Geplant ist, erst im Jahr 2035 die Vergünstigung auslaufen zu lassen. Die Zulassungsgebühr in Dänemark ist für Autofahrerinnen und -fahrer ein echter Brocken. Sie beträgt laut Pendlerinfo der Region Sønderjylland-Schleswig 25 bis 150 Prozent des Handelspreises.

E-Autos verkaufen sich gut

Der Verkauf der elektrisch betriebenen Pkws läuft allerdings gut, 2024 wurden in Dänemark etwas mehr rein elektrische Autos verkauft als Verbrenner. Laut einer Analyse des Branchenverbandes Mobility Danmark werden in Dänemark vermutlich Anfang 2028 eine Million Elektroautos unterwegs sein. Die Politik ging bislang von 2030 aus.

Auch die Politik beschäftigt sich mit dem Thema. Steuerminister Rasmus Stoklund (Soz.) hatte im Dezember der Nachrichtenagentur „Ritzau“ gesagt, er wolle die Parlamentsparteien zu Verhandlungen über die Registrierungsgebühr einladen.