Mobilität

Alsen-Fünen-Brücke: Infotreffen zur Voruntersuchung soll offene Fragen klären

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Die Kombination aus einer Schrägseil- und einer Balkenbrücke ist laut Voruntersuchung die sinnvollste Lösung.

Seit Ende Dezember ist bekannt, dass eine feste Verbindung zwischen Nordschleswig und Fünen technisch umsetzbar ist. Eine Brücke könnte die Reisezeit nach Odense deutlich verkürzen, würde aber gleichzeitig durch ein geschütztes Meeresgebiet führen. Die Ergebnisse der Voruntersuchung wollen die Verantwortlichen nun präsentieren und sich den Fragen der Bürgerinnen und Bürger stellen.

Von Sonderburg in nur zweieinhalb Stunden mit dem Auto nach Kopenhagen? Seit vielen Jahren ist eine feste Verbindung zwischen Alsen (Als) und Fünen (Fyn) im Gespräch. Sie könnte die Fahrzeit in die Hauptstadt deutlich verkürzen. Nun wird es langsam konkreter.

Im Zusammenhang mit einer politischen Absprache zum Infrastrukturplan 2035 wurde im vergangenen Jahr eine Voruntersuchung für das Projekt durchgeführt.

Die Ergebnisse wollen das staatliche Infrastrukturunternehmen Sund & Bælt und die Verkehrsbehörde (Vejdirektoratet) bei einem Bürgertreffen in Sonderburg (Sønderborg) präsentieren. Dort soll es auch die Möglichkeit geben, Fragen zu stellen und in den Dialog zu treten.

Feste Verbindung technisch umsetzbar

Die Untersuchung, die im Dezember 2024 veröffentlicht wurde, hat ergeben, dass das Projekt technisch umsetzbar ist. Neun verschiedene Szenarien einer Küste-zu-Küste-Verbindung wurden dabei näher betrachtet, mit verschiedenen Tunnel- und Brückenlösungen. Sie wurden nach ihrer Wirtschaftlichkeit, Verkehrsaufkommen, Reisezeitgewinnen und nach ihren Auswirkungen auf Klima und Natur bewertet.

Näher untersuchen sollte die Politik der Untersuchung zufolge eine Brückenverbindung mit einer Kombination aus Schrägseilbrücke und Balkenbrücke zwischen Fünenshaff und Horneland. Die Reisezeit mit dem Auto von Sonderburg nach Odense würde sich exemplarisch um 45 Minuten verkürzen.

Doch es gibt auch Herausforderungen, denn im Kleinen Belt würde die Brücke durch ein Natura-2000-Schutzgebiet verlaufen. Besonders beim Bau müssten daher Maßnahmen getroffen werden, um etwa Lärm zu minimieren. Zusätzlich sind weitere Ausgleichsmaßnahmen in der Voruntersuchung vorgeschlagen worden.

Die Hinterlandanbindung soll in diesem Zuge ebenfalls ausgebaut werden. Der Hauptvorschlag ist hier eine Ertüchtigung der Routen 8 und 43 samt Umgehungsstraßen und Begradigungen.

Die Kosten werden auf 22,2 Milliarden Kronen geschätzt, von denen die Hälfte durch eine spätere Nutzungsgebühr wieder reingeholt werden könnte. Der Zuschuss müsste demnach 11,4 Milliarden Kronen betragen. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite zum Projekt.

Um Anmeldung wird gebeten

Das Infotreffen findet am Mittwoch, 19. Februar, von 17 bis 19 Uhr im Hotel Sønderborg Strand, Strandvej 1, 6400 Sonderburg statt. Die Türen sind ab 16.30 Uhr geöffnet. Alle Interessierten sind willkommen, aus Platzgründen wird jedoch um eine Anmeldung bis zum 17. Februar unter www.als-fyn.dk/borgermoeder gebeten.

Bürgerinnen und Bürger können die Videoaufzeichnung der Präsentation im Anschluss auch auf der Webseite als-fyn.dk nachschauen.

Im Folketing soll aufgrund der Voruntersuchung entschieden werden, wie mit dem Vorhaben weiter verfahren wird.

Der Artikel wurde am 7. Februar aktualisiert, da die Veranstalter den Beginn der Veranstaltung verschoben haben. Zunächst sollte das Infotreffen von 19 bis 21 Uhr stattfinden.