Tierwelt

Storchenmädchen Mary, Isabella und Josephine heben ab – Nachwuchs in Jeising komplett flügge

Veröffentlicht Geändert
Im Vordergrund die drei jungen mit schwarzen Schnäbeln, die ihre ersten Flugversuche hinter sich haben.

In Jeising sind jetzt alle drei Jungstörche zu ersten Flugversuchen gestartet – auch die Nachzüglerin. Der Storchenwirt freut sich über den Regen, der für reichlich Futter sorgt. Neben Jeising sind in Nordschleswig acht weitere Storchennester bewohnt.

Zwei der drei Storchenküken in Jeising haben bereits erste Flugversuche unternommen. „Das dritte fehlt noch“, sagte Storchenwirt Henning Schmidt Andresen noch am Mittwochvormittag.

Einige Stunden später hat jedoch auch die Spätzünderin im Nest ihre ersten Flügelschläge unternommen. Damit sind alle drei Tiere flügge.

In Jeising hat sich das vierte Jahr in Folge ein Storchenpaar niedergelassen. 2022 brüteten dort Annika und Alfred. Seit 2023 ist Clyde an Annikas Seite.

Neuerdings hat der Jeisinger Nachwuchs auch Namen. Die drei Mädchen heißen Mary, Isabella und Josephine nach der dänischen Königin und ihren beiden Töchtern. Das „Namens-Komitee“ setzte sich aus Eva und Henning Andresen, Allan Knudsgaard sowie Linda Brandt zusammen. Wenn die Andresens verhindert sind, springen Knudsgaard und Brandt für die Storchenbetreuung ein.

Andresen erwartet, dass die Storchenfamilie Ende August, Anfang September Kurs auf südlichere Gefilde nimmt. In diesem Jahr werden keine der Jungen aus Jeising vom Storchenverein storkene.dk mit GPS-Sendern ausgestattet.

Feuchtigkeit begünstigt die Futtersuche

Henning Andresen begrüßt den Regen der vergangenen Tage. Das begünstigt die Futtersuche der langbeinigen Vögel. Die haben laut dem Verein storkene.dk außer Fröschen auch gerne Regenwürmer, Schnakenlarven, Mäuse, Fische, kleinere Wasserinsekten, Schnecken, Maulwürfe und Wühlmäuse auf dem natürlichen Speiseplan.

„Die Tümpel hier waren schon ganz ausgetrocknet. Seit wir die 26 Millimeter Regen bekommen haben, waren die Störche nicht auf dem Futterbrett, sondern haben selbst Nahrung gesucht“, erzählt Andresen.

Die Störche werden mit Hähnchen gefüttert. Oft gebe es aus der Dorfgemeinschaft jedoch auch geangelte Fischspenden. „Das ist ganz schön und wir zerkleinern einfach die Fische, wenn sie zu groß sind“, so der Storchenwirt.

Neue Destinationen

„So geht Fliegen“.

In der Kommune Tondern ist in diesem Jahr auch erstmals das Storchennest in Abel (Abild) bewohnt. Dort gibt es vierköpfigen Nachwuchs. Neu auf der nordschleswigschen Storchenlandkarte sind in der Kommune Apenrade (Aabenraa) Nester in Bülderup-Bau (Bylderup-Bov) und Haustedt (Havsted).

Die Population hierzulande wird durch volle Storchennester südlich der Grenze und gute Witterungsbedingungen im Frühjahr beflügelt. In Nordschleswig sind laut storkene.dk neun Storchennester bewohnt. Im restlichen Jütland gibt es vier weitere Horste und einen auf Seeland.

Mehr zum Thema:

Bewohnte Storchennester in Nordschleswig

• Abel (Abild)
• Brauderup (Broderup)
• Bülderup-Bau (Bylderup-Bov)
• Haustedt (Havsted)
• Jeising (Jejsing)
• Klipleff (Kliplev)
• Renz (Rens)
• Saxburg (Saksborg)
• Schmedagger (Smedager)