Natur

Höchste Anzahl von Storchenjungen seit 1985

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Auch in Jeising (Jejsing) war die Paarung erfolgreich – hier gibt es drei Strochenjungen (Archivfoto).

Ein Überschuss an Störchen südlich der Grenze und günstige Witterungsbedingungen sorgen 2025 für ein erfolgreiches Storchenjahr.

Es ist ein außergewöhnlich gutes Jahr für Störche.

13 Storchenpaare haben sich im Laufe des Frühjahrs in Nestern in Dänemark niedergelassen. Zehn dieser Paare haben erfolgreich gebrütet und sind nun eifrig damit beschäftigt, ihre Jungen aufzuziehen.

Ein Paar – das zuletzt eingetroffene – brütet noch auf ihren Eiern.

„Wir erwarten insgesamt zwischen 30 und 35 Jungstörche. Und das wäre die höchste Anzahl seit 1985“, sagt Jesper Leegaard, stellvertretender Vorsitzender des Vereins Storkene.dk.

Gutes Storchenwetter

Laut Leegaard gibt es mehrere Gründe für dieses gute Ergebnis:

– Mehr Störche sind nach Dänemark gekommen, und fast alle Paare waren erfolgreich.
– Auch das Wetter hat mitgespielt. Es hat zur richtigen Zeit geregnet, was es erleichtert hat, Regenwürmer zu finden, sagt er.

Nordschleswig und Gundsølille auf Seeland gehören Jahr für Jahr zu den festen Brutgebieten.

Dieses Jahr sind sechs neue Orte auf der Storchenkarte Dänemarks hinzugekommen:

In Nordschleswig sind das Bülderup Bau (Bylderup-Bov), Abild und Havsted bei Rapstedt (Ravsted). Auch Damhus bei Ripen (Ribe) hat in diesem Jahr ein brütendes Storchenpaar.

Ebenso gibt es Paare in Uldum Kær und Åle Kær – beide bei Tørring in Südostjütland.

Gedränge südlich der Grenze

Laut Jesper Leegaard ist es ein Überschuss an Störchen südlich der Grenze, der viele Tiere nach Dänemark treibt:

„Der Bestand südlich der Grenze wächst, und dort gibt es zunehmend Konkurrenz um die Nistplätze. In der Regel vertreiben die erfahreneren Paare die jungen, frisch gegründeten Paare. Und das sind dann diejenigen, die wir in Dänemark sehen. Sie werden schlichtweg hierher verdrängt“, sagt Leegaard.

Insgesamt ist der Storch nach Angaben des zweiten Vorsitzenden im Aufwind, weil immer mehr Tiere nur noch bis Südeuropa ziehen, um zu überwintern – und nicht mehr die gefährliche Reise bis nach Afrika antreten.

Jesper Leegaard rechnet damit, dass die Zahl der brütenden Störche in Dänemark in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Er rechnet damit, dass die ersten Jungen bereits in zwei Wochen das Nest verlassen. Die letzten werden erst im August ausziehen.