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Sefer Emini hat weiter die Lizenz zum Schießen

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Die Reaktion von Sefer Emini nach seinem Traumtor gegen Randers. Der Nordmazedonier lässt sich das Schießen aus allen Lagen nicht verbieten.

Böse Zungen haben dem Nordmazedonier den Namen Averell Dalton verliehen, einem der vier schießwütigen Brüder in der Zeichentrickserie Lucky Luke, doch dem Mittelfeldspieler ist dies egal. Sefer Emini zieht weiter aus allen Lagen ab.

Sefer Emini wollte die Kritik nicht mehr hören und steckte sich beide Zeigefinger in die Ohren. Der Nordmazedonier stopfte mit seinem Traumtor gegen Randers den Kritikern das Maul und lässt sich auch weiterhin das Schießen nicht verbieten.

„Viele Leute hatten eine Meinung dazu und wollten, dass ich nicht zu viel schieße. Mit meiner Geste wollte ich sagen, dass sie den Mund halten sollten. Das ist Teil meiner Spielweise, und ich habe vom Trainer die Freiheit bekommen, aus der Distanz abzuziehen. Ich werde also weiterhin bei jeder Gelegenheit schießen“, sagt Sefer Emini zum „Nordschleswiger“.

Der 24-jährige Nordmazedonier kam im Sommer 2022 aus der Heimat zu Sønderjyske und hat sich in der Elf des Superliga-Aufsteigers immer mehr zum Leistungsträger entwickelt. Das ist auch dem Nationaltrainer Nordmazedoniens nicht entgangen, der den Mittelfeldspieler zu den Länderspielen gegen Lettland (1:0) und gegen die Färöer (1:0) einlud.

Sefer Emini stand in allen 16 Superliga-Spielen in der Startelf.

„Ich blieb in beiden Spielen auf der Bank, ich hoffe aber, dass ich bald zu meinem Debüt kommen werde“, so Sefer Emini, der als Nationalspieler für größere Klubs noch interessanter wird.

„Erst einmal möchte ich sagen, dass ich hier sehr glücklich bin, mit dem Klub, der Mannschaft und mit allem drumherum, aber jeder Fußballer träumt davon, auf einem immer höheren Niveau zu spielen. Mein Traum ist die Bundesliga oder La Liga, in erster Linie die Bundesliga“, sagt der Nordmazedonier, der vor einigen Monaten seinen Vertrag bei Sønderjyske bis Mitte 2027 verlängerte.

Überraschend wäre es aber nicht, wenn er weitaus vorher verkauft wird, vielleicht schon im Winter oder im Sommer.

Sefer Emini ärgert sich nach einem der vielen Distanzschüssen, die das Ziel verfehlten.

„Ich weiß nicht, was passiert. Mein Fokus liegt beim Fußballspielen. Ich kann mich weiter verbessern“, meint Sefer Emini, der auch Steigerungspotenzial bei seiner Mannschaft sieht.

„Es hätte besser laufen können. Wir haben hin und wieder gezeigt, dass mehr Qualität in der Mannschaft steckt. Es ist bisher nicht schlecht gewesen und wir stehen in einer akzeptablen Position, aber wir werden nach Weihnachten besser. Jetzt wollen wir zum Abschluss in Lyngby gewinnen und dann in den Urlaub gehen“, sagt der Mittelfeldspieler vor dem Kellerduell am Sonntag ab 14 Uhr in Lyngby.